Grausames Gekicke
HISTORISCH WERTVOLL Was die Spielgrafik dem Betrachter zumutet, ist für heutige Verhältnisse erbärmlich. Nostalgiker fühlen sich dezent an C64-Zeiten erinnert.
Sepp Maier in einem Computerspiel? Das lässt zünftige Bildschirmgaudi vermuten. Leider rettet auch das Torwart-Urgestein das Spiel nicht vor tiefsten Wertungsregionen.
Bei der Namensgebung war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens, denn den Spieler erwartet die schwierige Aufgabe, mit Ribbecks Truppe den Titel zu verteidigen. Unterstützung erhalten Sie dabei von Sepp Maier, der mit mehr oder weniger sinnvollen Tipps zur Aufstellung die virtuelle Trophäenjagd begleitet. Dummerweise ist es völlig egal, mit welcher Taktik Sie antreten. Das Spielgeschehen selbst erinnert in Sachen Grafik und Gameplay nur entfernt an Fußball. Es beschränkt sich darauf, mit dem ballführenden Kicker auf das gegnerische Tor zu laufen - Abwehrspieler lassen sich wie der Torwart umkurven - und den Ball ins Tor zu bugsieren. Abspiele sind zwar möglich, aber da der Computer grottenschlecht spielt, bleibt man doch besser bei Einzelaktionen. Manchmal gelingt es sogar, dem Gegner den Ball abzunehmen. Die Steuerung ist in der Defensive allerdings so ungenau, dass Fortuna schon mitkicken muss. Sound und Musik passen sich dem schwachen Niveau an, lassen sich aber wenigstens abschalten. Die Steuerung ist im Gegensatz zu Euro 2000 frei konfigurierbar, was den einzigen Pluspunkt des Spiels darstellt.
