Schnarchige Zerstörer-Simulation.
Strategie statt Simulation. Die meiste Zeit verbringen Sie vor dem Kartenbildschirm.
Wer Silent Hunter 2 gespielt hat, kennt das Geräusch: Ein nervenzerfetzendes "Ping!" kündet vom Anlauf eines gegnerischen Zerstörers. Destroyer Command, das auf die gleiche Spiel-Engine setzt wie die U-Boot Simulation aus dem Hause Ubi Soft, dreht den Spieß nun um. Als Kapitän eines US-Zerstörers im Zweiten Weltkrieg machen Sie nicht nur Jagd auf die gegnerische Unterwasserflottille, sondern fahren auch zusammen mit Schlachtschiffen und Kreuzern Einsätze gegen japanische und deutsche Überwasserverbände und sichern Konvois gegen Attacken aus der Luft ab. Zwar haben die Simulations-Experten von Ultimation die Schiffssysteme akkurat umgesetzt - Sie spüren per Radar und Sonar nach gegnerischen Zielen, geben den Kurs vor, richten die Bordkanonen aus, feuern Torpedosalven ab und klemmen sich hinters Flakgeschütz; - die wichtigste Station allerdings ist die Seekarte, auf der Sie Abfangkurse vorgeben, Ausweichrouten austüfteln oder Hinterhalte legen. Dort genügt schon ein simpler Klick, und Ihre Jungs tuckern automatisch zum Ziel oder eröffnen das Feuer. Auf der Karte sieht das wenig spektakulär aus. Blaue und rote Quadrate schippern kreuz und quer durchs blaue Meer und beharken sich mit Rechtecken. Spätestens im vierten der immer gleichen Einsätze wird das langweilig.
