Destiny Kolumne: Was Bungie konkret verbessert

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Destiny Kolumne: Was Bungie konkret verbessert
Quelle: Activision / PC Games

Destiny spaltet die Community wie kaum ein anderes Spiel. Die lückenhaft erzählte Story, das unmotivierende Level Up-System und das unnötig verkomplizierte Fraktions- und Item-Management zählen zu den Hauptkritikpunkten. Mit der Erweiterung König der Besessenen krempelt Bungie den Online-Shooter nun gehörig um. Das ist die Gelegenheit, Destiny eine zweite Chance zu geben, findet PC Games-Redakteur Max Falkenstern.

1. Destiny Story - Quest-System vereinfacht, sinnvolle NPCs, mehr Skripte

Säuberlich sortiert: Quests bekommen in Destiny: König der Besessenen eine eigene Menükategorie. Quelle: Bungie Säuberlich sortiert: Quests bekommen in Destiny: König der Besessenen eine eigene Menükategorie. Destiny: König der Besessenen soll Quest-lastiger werden. Bungie implementiert vor diesem Hintergrund einen Bildschirm, der Auskunft über alle laufenden Missionen gibt. Zu jeder Quest lassen sich laut Herstellerangaben Detailinformationen abrufen, außerdem könnt ihr einzelne Missionsziele einsehen. Fortschritte zu Beutezügen (künftig bis zu 16 gleichzeitig mitführbar) und Quests werden mit König der Besessenen auf dem HUD angezeigt. Vorbei sind die Zeiten, wo man dazu umständlich ins Spielmenü blicken musste. Auf Dauer zeitraubendes Backtracking zum Turm und Riff entfällt, für erledigte Beutezüge erhaltet ihr umgehend eine Belohnung.

Um den Besuch der Social Hubs trotzdem lukrativ zu machen, erhält ein Großteil der NPCs neue Funktionen. Im Hauptspiel wurde der Waffenhändler beispielsweise schnell überflüssig. In König der Besessenen erhaltet ihr bei ihm die Möglichkeit, "Waffen" zu testen. Jeder Waffentest ist an einen Beutezug gekoppelt. Für abgeschlossene Beutezüge sammelt ihr bei im Ruf. Könnt ihr ausreichend Reputation vorweisen, dürft ihr beim Waffenhändler wöchentlich neu legendäre Ausrüstungsgegenstände erwerben. Peter Dinklage (Game of Thrones) hat als Sprecher des Geists übrigens ausgedient. Bungie verpflichtete stattdessen Nolan North (Uncharted) für die Stimme des Roboters. Bungie lässt sämtliche Dialogzeilen neu aufnehmen (auch die aus dem Hauptspiel). Fans hoffen, dass North die Dialoge wesentlich motivierter vorträgt als Dinklage.

Die schwach präsentierte Story im Hauptspiel, wird Bungie aber auch mit König der Besessenen nicht aufmöbeln. Für das dritte Addon gelobt das Entwicklerstudio aber Besserung. Die auf der gamescom 2015 gespielte Einstiegsmission stimmt mich aber hoffnungsvoll, gab es doch gefühlt mehr geskriptete Ereignisse zu sehen. Das zweite Addon Haus der Wölfe ging bereits in diese Richtung. Auch die düstere Untergangsatmosphäre in König der Besessenen gefällt mir gut. Bungie verspricht den neuen Schauplatz Dreadnought - ein riesiges Schlachtschiff im All - mit vielen Geheimnissen zu spicken und Spielern die Möglichkeit zu geben, eigene Abenteuer zu schreiben. Hierzu zählt etwa Court of Oryx, ein von Spielern abrufbares, öffentliches Event, wo gegen Bosse in unterschiedlichen Szenarien gekämpft wird.

2. Destiny Level-System: Kein Stopp nach Stufe 20

Leveln bis Maximalstufe 40: Mit König der Besessenen könnt ihr in Destiny bis zur neuen Endstufe Erfahrungpunkte sammeln. Quelle: Bungie Leveln bis Maximalstufe 40: Mit König der Besessenen könnt ihr in Destiny bis zur neuen Endstufe Erfahrungpunkte sammeln. Ein häufig genannter Kritikpunkt an Destiny ist das Level-System. Die Maximalstufe in Destiny ist mit Haus der Wölfe auf 34 festgesetzt. Durch das Töten von Aliens und Erledigen von Beutezügen kann man allerdings maximal Level 20 erreichen. Danach beginnt die Suche nach Ausrüstung mit Licht-Attribut. Zum Launch von Destiny war die Suche nach entsprechenden Gegenständen enorm zeitaufwendig und zum Teil mit Besuch des Raids (wofür wiederum sechs Spieler wünschenswert sind und Matchmaking existiert nicht) verbunden. Bungie hat in den bisherigen DLCs zwar an einigen Stellschrauben gedreht und mittlerweile viele Möglichkeiten geschaffen, sich entsprechende Licht-Ausrüstung schneller zu verdienen. Doch zufriedenstellend ist das Level-System in aktueller Form dennoch nicht.

Mit König der Besessenen krempelt Bungie diesen Aspekt nun vollständig um. Nach Informationen von Game Informer sammelt man künftig bis zur neuen Maximalstufe 40 Erfahrungspunkte. Waffen und Rüstungen werden durch die Umstellung jedoch nicht nutzlos, sondern beeinflussen weiterhin Schaden und Abwehr. Die Jagd nach immer besseren Items bleibt fester Bestandteil von Destiny - und zwar auch, weil der Licht-Wert nicht komplett aus dem Spiel verschwindet. Der Licht-Level ist mit König der Besessenen nicht mehr an die Attribute der angelegten Ausrüstung geknüpft, sondern errechnet sich aus dem maximalen Schadens- und Verteidigungswert. Einige besondere Missionen geben Empfehlungen für den optimalen Lichtwert aus, die als Indikator für den Schwierigkeitsgrad dienen.

Der Wert des fallengelassenen Gegenstands ist übrigens von der eigenen Charakterstufe abhängig. Die Chance auf "High-Level-Drops" erhöht sich demnach, je näher ihr an den Maximal-Level von 40 rückt. Wer Destiny zum Launch gekauft und damals nur bis etwa Charakterstufe 26 gespielt hat, wird laut Bungie problemlos auf die neuen Inhalte der König der Besessenen-Erweiterung zurückgreifen können. Zudem liegt dem Expansion Pack ein einmalig verwendbarer Booster bei, mit dem ihr euren Hüter sofort auf den Level zu bringen, der der Mindestanforderung für das Addon entspricht.

3. Destiny Ökonomie - Spielt was euch gefällt

Schluss mit Währungschaos: PvE- und (!) PvP-Aktivitäten teilen sich einen gemeinsamen Markentyp als Belohnung. Quelle: Bungie Schluss mit Währungschaos: PvE- und (!) PvP-Aktivitäten teilen sich einen gemeinsamen Markentyp als Belohnung. Vorhut, Schmelztiegel, Toter Orbit, Kriegskult der Zukunft und Neue Monarchie sind nur einige Fraktionen in Destiny, bei denen ihr Ruf sammeln könnt, um später legendäre Ausrüstung zu erwerben. Viele Spieler von Destiny Vanilla verloren den Überblick, zumal die einzelnen Unterhändler verschiedene Währungen akzeptieren. Um sich bei der Vorhut mit Items einzudecken, muss man aktuell etwa Vorhut-Marken sammeln, in dem man Aktivitäten wie Tagesmissionen oder Strikes abschließt. Der Tote Orbit wiederum akzeptiert nur Schmelztiegel-Marken, die man sich in PvP-Gefechten verdient. Bungie legt mit König der Besessenen nun Vorhut- und Schmelztiegel-Marken unter dem neuen Namen "Legendäre Marken" zusammen, was nicht nur die Übersicht verbessert. Vorbei sind dann die Zeiten, an denen man gezwungen wurde, unfreiwillig PvE oder PvP zu spielen. Getreu dem Motto: Spielt was euch gefällt! Nebenbei legen die Vorbei sind die Zeiten, an denen man gezwungen wurde, unfreiwillig PvE oder PvP zu spielen. Getreu dem Motto: Spielt was euch gefällt! Destiny-Macher die bisherigen vier Upgrade-Materialien zu einer Ressource zusammen. Das nervige und zudem langweilige Abklappern verschiedener Planeten nach den Rohstoffen entfällt.

Destiny Bilanz: Optimistischer Blick

'Wird Destiny mit König der Besessenen nun endlich das Meisterwerk, das wir vor gut einem Jahr erhofft haben? Höchstwahrscheinlich nicht.' Quelle: Bungie "Wird Destiny mit König der Besessenen nun endlich das Meisterwerk, das wir vor gut einem Jahr erhofft haben? Höchstwahrscheinlich nicht." Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der geplanten Änderungen, die Liste lässt sich noch lange weiterführen. Bungie möchte etwa die Monotonie aus Strikes durch Zufallsbegegnungen nehmen. Mit jedem Missionsstart sollen angetroffene Gegnertypen sowie die Spawn-Punkte von Munition und stationären Türme variieren. Außerdem hat das Entwicklerstudio für jeden Strike neue Dialogzeilen aufgenommen, sodass ihr nicht stets die gleichen Sprachaufnahmen zu hören bekommt.

Die oben geschilderten Pläne Bungies haben mein Interesse in Destiny wieder geweckt. Die Entwickler meinen es mit ihrer Absicht, auf Wünsche und Kritik der Community einzugehen, durchaus ernst. Wird Destiny mit König der Besessenen nun endlich das Meisterwerk, das wir vor gut einem Jahr erhofft haben? Höchstwahrscheinlich nicht und es bleibt fraglich, ob es sich den Status jemals verdienen kann. Zumal der Ruf der Marke aufgrund der umstrittenen Preispolitik (20 Euro für Mini-Addons, 40 Euro für König der Besessenen) Schaden nahm.

Ich bin jedenfalls aufgrund des eingeschlagenen Wegs bereit, Bungie noch einmal einen Vertrauensvorschuss zu geben. Denn jeder hat eine zweite Chance verdient. Auch und besonders Destiny.

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  1. Seite 1 Destiny Kolumne: Wie Bungie auf Kritik reagiert
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    • Kommentare (30)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zybba Mitglied
        Zitat von AgorTogas
        Ich bezweifle das es Destiny je auf PC geben wird: denn die Jungs wollen ja Geld verdienen und auf dem PC gibt es viele ähnliche Spiele die besser und billiger sind.
        Warframe, Firefall, Defiance, PlanetSide 1/2 ....
        Ja, das ist ein gutes Argument. Viele sich vom Umfang sicher sogar besser.

        Andererseits werden ja auch andere TVollpreistitel noch auf dem PC gekauft.
        Z.B. BF/CoD, obwohl es F2P Shooter gibt.
      • Von Zybba Mitglied
        Zitat von AgorTogas
        Ich bezweifle das es Destiny je auf PC geben wird: denn die Jungs wollen ja Geld verdienen und auf dem PC gibt es viele ähnliche Spiele die besser und billiger sind.
        Warframe, Firefall, Defiance, PlanetSide 1/2 ....
        Ja, das ist ein gutes Argument. Viele sich vom Umfang sicher sogar besser.

        Andererseits werden ja auch andere TVollpreistitel noch auf dem PC gekauft.
        Z.B. BF/CoD, obwohl es F2P Shooter gibt.
      • Von MichaelG Mitglied
        Warum nicht? Port ist nicht soo aufwendig und die Einnahmen nimmt Bungie sicher gern mit. Trotzdem werde ich mir Destiny maximal im Sale holen.
      • Von AgorTogas Stille/r Leser/in
        Ich bezweifle das es Destiny je auf PC geben wird: denn die Jungs wollen ja Geld verdienen und auf dem PC gibt es viele ähnliche Spiele die besser und billiger sind.
        Warframe, Firefall, Defiance, PlanetSide 1/2 ....
      • Von Zybba Mitglied
        Zitat von doomkeeper
        Ich hoffe dass sie nicht ernsthaft einen PC Port machen werden :ugly:
        Ich schon.^^ Die Unzulänglichkeiten des Spiels sind mir bekannt. Als reiner PC Spieler würde ich den Titel aber dennoch gerne mal spielen.

        Zitat von doomkeeper
        Ich konnte mir ebenfalls keine Lets Plays anschauen weil es mich langweilt obwohl die Technik und das Setting super sind.
        Ich persönlich finde die meisten grindlastigen Spiele zum Zuschauen sehr langweilig. Als Spieler kann mich das durchaus begeistern, wenn auch nicht ewig.

        @Max Falkenstern:
        Typo auf Seite 2: "Für abgeschlossene Beutezüge sammelt ihr bei im Ruf."
        Den Artikel an sich fand ich interessant.
      • Von lurchie85 Gelegenheitsspieler/in
        halt moment. Du hast doch schon 2 x gespielt. 1x beim Kauf und einmal als der 2te DLC gekommen ist. Wiso willst du also Destiny eine 2. Chance geben wenn es diesmal das dritte mal wäre o0
      Direkt zum Diskussionsende
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