Der Weiße Hai: Das Spiel
Das Spiel geizt nicht mit ekligen Effekten.
Vor über 30 Jahren sorgte ein Kinofilm für menschenleere Strände und Wasserphobie einer ganzen Generation. Der Weiße Hai, unter der Regie von Steven Spielberg, beeindruckte die Kinobesucher. Noch heute gilt der Streifen als Meilenstein der Filmgeschichte. Grund genug, den schwimmenden Killer in ein Computerspiel zu packen, dachten sich die Entwickler von Appaloosa Interactive. In der Rolle des gefräßigen Riesenfisches treiben Sie an der Küste Amity Island Ihr Unwesen. Dabei bewegen Sie sich, ähnlich wie in der GTA-Reihe, völlig frei um die Insel. Sie fressen Taucher oder bringen Boote zum Kentern.
Neben einer Hauptmission gibt es überall im Meer verteilt kleine Nebenaufgaben. Diese bringen Punkte, mit denen Sie die Fertigkeiten des großen Weißen verbessern, etwa Stärke oder Geschwindigkeit. Allerdings sind diese Missionen relativ eintönig. Bei den Hauptaufgaben geht es mehr zur Sache. Hier legen Sie sich mit Bohrinseln, Fabriken und riesigen Schiffen an. Leider werden die Missionen kaum erklärt. Sie verbringen meist Stunden damit, herauszufinden, wie Sie überhaupt vorgehen müssen.
Dass Der Weiße Hai nichts für Kinder ist, sollte klar sein. Die Gewaltdarstellung im Spiel ist ziemlich drastisch und vollkommen übertrieben. Menschen schreien und wimmern, während der Hai sie in Einzelteile zerlegt. Trotz toller Musik und anfänglicher Faszination langweilt die stumpfe Metzelorgie bald. Weniger Blutrausch und eine durchdachtere Story hätten dem Spiel gut getan.
