Schwache Wirtschaftssimulation ohne Tiefgang
Auch Anfänger stechen die Konkurrenten mühelos aus und haben bald das Marktmonopol.
Nachdem viele Menschen am Neuen Markt ihre Altersvorsorge verzockt haben, anstatt Riesengewinne zu scheffeln, ist das Wort Start-up angesichts zahlreicher Firmenpleiten von einer negativen Aura umgeben. Der Start-Up Manager von Take 2 kann das angekratzte Image angesichts zahlreicher spielerischer Mängel kaum aufpolieren. Zumal es sich bei dem Spiel nur um eine thematisch und grafisch modifizierte Version des mittelmäßigen Business Tycoon handelt, der vor rund einem Jahr erschien. Als Firmenchef versuchen Sie, in einer von vier möglichen Branchen (Auto-, Computer-, Flugzeug- und Getränkeindustrie) die Marktvorherrschaft gegen PC-gesteuerte oder menschliche Widersacher zu erlangen. Dafür stellen Sie die gewünschte Ware her, erschließen neue Absatzmärkte und schicken Ihre Verkäufer los, um mehr Ware loszuschlagen. Der Ausbau der Produktionsstätten, Erforschung neuer Technologien und Marketing trägt maßgeblich zum Erfolg bei, der sich selbst bei Genre-Neulingen schnell einstellt. Das ändert aber nichts daran, dass das viel zu simple Wirtschaftssystem, unzureichende Statistiken und schwaches Gegnerverhalten das Spiel schnell langweilig werden lassen.
