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Mit Herr der Ringe: Gollum erreicht Daedalic einen Tiefpunkt. Carlo Siebenhüner erklärt, wie es dazu kommen konnte und wie es um das Studio steht.
Der Herr der Ringe: Gollum wird zwar abgestraft und ist definitiv ein Anwärter auf das schlechteste Spiel des Jahres. Aber es liest eben leider nicht jeder den Test von PC Games. Hinter dem Spiel steht dann die Herr der Ringe-Lizenz, und die hat Zugkraft. Ich würde behaupten, dass nicht wenige das Spiel im Shop sehen und sich sagen: "Ach cool, Herr der Ringe. Das schau ich mir mal an!". Damit spielt es vielleicht gerade so sein Geld wieder ein und wird zur Nullrunde.
Doch selbst, wenn nicht, steht Daedalic als Unternehmen, wie erwähnt, auch nicht so schlecht da, dass jetzt alles von Gollum abhängt. Das Publishergeschäft läuft ganz ordentlich und sie sitzen unter dem Dach von Nacon. Die Franzosen sind bekannt dafür, Studios auch dann zu halten, wenn sie eher mittelmäßige Qualität abliefern. Gollum unterbietet den Schnitt zwar, aber sie werden das Entwicklerteam wahrscheinlich nicht gleich absägen. Trotzdem muss sich bei Daedalic etwas bewegen, denn einfach weitermachen kann man sich dann doch nicht leisten.
Fakt ist, dass neben Gollum bereits etwas Neues in der Mache. 2022 hat man dafür die deutsche Games-Förderung angezapft und zwei Millionen Euro für ein Projekt namens "It's Magic" bekommen. Ob das jetzt schon der Spieletitel oder ein geheimer Projektname ist, weiß man nicht.
Ich hoffe aber, man besinnt sich vielleicht doch wieder auf alte Stärken und entwickelt mal wieder ein waschechtes Adventure! Ja, der Plan war eigentlich, weg von Point & Click zu gehen, weil die Nachfrage schwindet. "Die Säulen der Erde" ist mittlerweile aber auch schon fünf Jahre her. Der letzte Deponia-Teil sogar schon sieben. Der Markt für Adventures ist wieder ausgetrocknet. Ich würde vermuten, gerade in Deutschland ist die Nachfrage deswegen wahrscheinlich sogar wieder gestiegen. Zückt man da jetzt erneut die bekannten Marken, könnte das etwas werden.
Ein neues Deponia, oder noch besser: ein neues "Harveys neue Augen" - vielleicht sogar mit der alten Band rund um Poki & Co, das wär' doch was. Ich hoffe auf jeden Fall, dass Daedalic sich besinnt und die richtigen Schlüsse zieht, denn es wäre wirklich tragisch, wenn die einstige Vorzeigestory der deutschen Spielebranche von der Odyssee zur Ikarusgeschichte wird. Hoch geflogen und am Ende tief gefallen.

Inzwischen muss das Ding doch echt jeder zwei oder dreimal haben.
Hauptsache wohl wegen GTA Online, wenn ein Account gesperrt wird, wird wohl flugs eine neue Lizenz für das Spiel geholt, dass soll schon seit Jahren den Verkauf anfeuern.
in diesem französischen artikel spricht der nacon-boss von 15 mio. euro.
verkaufserwartung: 1 mio. exemplare im ersten jahr.
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und auch in die deutschen top 20 hat es gollum nicht geschafft. ok, release war erst ende mai. aber normalerweise ist woche 1 ja auch die mit abstand verkaufsstärkste.
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noch kein beleg, aber zumindest ein weiteres indiz, dass gollum der erwartete flop wird / ist.
Inzwischen muss das Ding doch echt jeder zwei oder dreimal haben.
und auch in die deutschen top 20 hat es gollum nicht geschafft. ok, release war erst ende mai. aber normalerweise ist woche 1 ja auch die mit abstand verkaufsstärkste.
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noch kein beleg, aber zumindest ein weiteres indiz, dass gollum der erwartete flop wird / ist.
Der GAME Verband schreit auch zuverlässig Zeter und Mordio wenn absehbar wird dass die Fördertöpfe (wieder) leer werden, da ist schon fix eingeplant mehr oder minder bei den deutschen Studios mag man meinen. :P
ist aber in Kanada z.B. auch nicht anders, ist ja einer der Gründe mit warum Ubisoft dort auch einen Sitz hat.. und auch warum sie in Deutschland einen Sitz haben (Ex-BlueByte),
Ubisoft ist auch einer der größten Bezieher der deutschen Spieleförderungsmaßnahmen... Mag man seltsam finden, aber letztlich werden dadurch deutsche Arbeitsplätze gesichert.
Factor5 (Turrican usw.) ist auch mit aus diesem Grund komplett damals in die USA ausgewandert... da war man Finanzierungen gegenüber offener wie es aussieht.
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Das fordert so viel Know How, Geld, Beziehungen..... ich weiß nicht ob das überhaupt noch realistisch ist.
Schon vor gefühlten Ewigkeiten ist Massive Development (nicht verwechseln mit Massive Entertainment) mit "Schleichfahrt", was generell sonst gut ankam, in den USA dran gescheitert weil die einfach kein "shelf space" einkaufen konnten, sprich ihre Boxen mit dem Spiel nicht in die Märkte bekommen haben, das war prä-Steam auch ein Todesurteil. Da fehlte es halt auch an Connections usw.