Schlacht um Mittelerde: Strahlende Helden und finstere Kriegsherren
Nur wenige Sagen haben mehr strahlende Helden und böse Finsterlinge hervorgebracht, als John Ronald Reuel Tolkiens Der Herr der Ringe. Aus diesem reichen Fundus bedient sich Schlacht um Mittelerde, die bislang imposanteste Spieleumsetzung von Herr der Ringe: Nahezu alle Hauptcharaktere, die auch in den drei preisgekrönten Filmen auftraten, dürfen selbst gespielt werden.
Da gibt es beispielsweise Gandalf, der mit seinem Zauberstab Druckwellen, Blitze und sogar gleißendes Licht erzeugen kann, um die Horden des dunklen Fürsten Sauron zu schwächen. Mit einem Pfiff ruft er das legendäre Pferd Schattenfell, das ihn in Windeseile an jeden beliebigen Ort transportiert.
Gandalfs größter direkter Widersacher ist der gefürchtete Hexenmeister, der Anführer der Ringgeister, der sich stets hinter einem schwarzen Umhang verbirgt. Sobald er das Schlachtfeld betritt, schöpfe verbündete Einheiten Mut - und die Feinde lassen im Gegenzug alle Hoffnung fallen.
Weitere Helden, auf die Sie im Laufe der rund 80 Spielstunden treffen:
Aragorn, der rechtmäßige Thronerbe des Menschenreiches Gondor. Er erlangt während der guten Kampagne immer stärkere Fähigkeiten und ist am Ende neben Gandalf der wichtigste Held. Er kann andere Einheiten heilen und die gespenstische Armee der Toten zur Unterstützung herbeirufen.
Legolas, der Waldelb, erlegt mit seinem Bogen mehr Gegner pro Mission als jeder andere Held und feuert später ganze Pfeilhagel auf einmal ab. Außerdem verbessert er die Erfahrung von Bogenschützen-Einheiten.
Der Zwerg Gimli wird in Kämpfen sprichwörtlich zum Berserker, schleudert Äxte als Fernangriff und springt wie ein Wrestler in Gegnerhorden, die von seiner Angriffswucht weggeschleudert werden.
In der guten Kampagne kann man sogar den Menschenkrieger Boromir vor seinem (Film)Tod bewahren und ihn die komplette Kampagne hindurch als Held steuern. Er verbessert unter anderem die Erfahrung von Fußsoldaten.
Boromirs Bruder Faramir ist gleichzeitig ein geschickter Bogenschütze und Kämpfer und damit einer der vielseitigsten Helden überhaupt.
Eomer aus Rohan steht zunächst als einziger Heldencharakter in Strategiemissionen zur Verfügung - ein zäher Kämpfer. Auch seine Schwester Eowyn und sein König Theoden erweisen sich als starke Krieger zu Fuß oder auf dem Pferd.
Den Ent Baumbart kann man leider nur in einer einzigen Mission spielen: beim Sturm auf Isengard. Der Baumhüne ist der stärkste Charakter von allen.
Zwar nicht mit besonderen Heldenfähigkeiten ausgestattet, aber dennoch findige Kämpfer sind die vier Hobbits Frodo, Sam, Merry und Pippin.
Auf der bösen Seite ziehen neben dem bereits angesprochenen Hexenmeister auch die furchtbaren Nazgul, Saurons Ringgeister, in die Schlacht. Einst waren sie stolze Könige der Menschen, bis Sauron sie mit dem Einen Ring knechtete. Wenn sich die Nazgul in die Schlacht stürzen, löst ihr Erscheinen bei normalen Fußsoldaten blanke Panik aus. Ein Schrei genügt und die Gegner erstarren vor Furcht.
Die Gier nach Wissen hat den Zauberer Saruman korrumpiert. Nun kämpft er für Sauron und stellt eine riesige Armee aus starken Uruk-Hais zusammen, um damit Rohan zu überfallen. Seine Zaubermacht ist mit der von Gandalf vergleichbar, setzt allerdings mehr auf zerstörerische Elemente.
Der Berserker Lurtz führt die Armee der Uruk-Hai in die Schlacht. Er ist sowohl mit dem Schwert als auch mit Pfeil und Bogen ausgestattet. Dadurch ist er einer der furchteinflößendsten Kämpfer auf der dunklen Seite und kann es mit jedem Gegner aufnehmen.
Gollum würde alles tun, um den Einen Ring wieder in seinen Besitz zu bekommen, obwohl in die dunkle Macht des Kleinods fast komplett verdorben hat. Magische Fähigkeiten stehen ihm nicht zur Verfügung, ebenso wie Waffen. Aus Schlachten hält er sich daher lieber heraus.
