Die über Leichen schleichen
Tod von oben: In dieser Mission fliegt Sie ein Hubschrauber in ein Terroristencamp. Noch in der Luft geht das Spektakel los. Wenn Sie nicht schnell genug sind, schmiert der Heli ab.
Das Zielfernrohr enthüllt ein Zucken in dem 500 Meter entfernten Fleck. Gefühlvoll bringen Sie das Fadenkreuz mit dem Pixelhaufen in Einklang und klicken ab. Gratulation, Sie haben einen Einsatz der Delta Force überstanden.
Diese ominöse US-Einsatztruppe rückt angeblich immer dann aus, wenn irgendwo auf der Welt eine brenzlige Situation schnell und unbemerkt bereinigt werden soll. Mit den Augen eines Mitglieds dieser Killertruppe ballern Sie sich in Delta Force: Land Warrior[/i] durch 30 Einsätze von Ägypten über Japan bis nach Mexiko. Dabei sind Sie im Gegensatz zu den Vorbildern nur selten mit Partnern unterwegs, sondern räumen in Rambo-Manier allein mit den Terroristen auf. Die stellen sich alles andere als clever an: Wenn Sie einen Hügel erklimmen, können Sie die Bösewichter meist seelenruhig aus einigen hundert Metern Entfernung mit dem Zielfernrohr ausknipsen. Dafür sorgt es immer wieder für Adrenalinschübe, wenn Sie um die Ecke biegen und einem maskierten Übeltäter Auge in Auge gegenüberstehen. Die Einsätze selbst sind mit ihrem Abwechslungsreichtum das Glanzstück von Delta Force: Land Warrior[/i]. Mal müssen Sie aus einem fernöstlichen Tempel Geiseln befreien, mal sich aus einem Hinterhalt in einer staubigen Westernstadt befreien, mal unter Zeitdruck eine versteckte Bombe entschärfen. Schade nur, dass die in ein starres Skript-Korsett gezwängten Missionen immer wieder gleich ablaufen.
Novalogics Voxel-Technologie glänzt schon seit Jahren mit riesigen, natürlichen Terrains. Allerdings pixelten die systembedingt immer stark auf. Jetzt haben die Programmierer einen Weg gefunden, die Weichzeichnerfunktionen moderner 3D-Beschleuniger zu nutzen. Dadurch ist die Grafik außerdem schneller geworden und erlaubt nun nahtlose Übergänge zwischen riesigen Gebäudekomplexen und weiten, hügeligen Außenlandschaften.
