Dell: Der Gaming-Laptop G7 17 ordnet sich dank solider Technik im Mittelfeld ein

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Dell: Der Gaming-Laptop G7 17 ordnet sich dank solider Technik im Mittelfeld ein
Quelle: Dell

Klobiges Gehäuse, vollgestopft mit Hardware, oder dünnes Profil mit wenig Leistung? Dell ist von beidem kein Fan und siedelt das G 17 in der gesunden Mitte an.

Wer sich ein Gaming-Notebook anschafft, möchte im Regelfall eine portable Zocker-Maschine für unterwegs. Wie viel Sinn macht es da, sich einen fünf Kilo schweren Boliden in den Rucksack zu packen? Natürlich gibt es auch dünnere Varianten der mobilen Spielerechner. Da sich aber die Gesetze der Physik nicht überlisten lassen, müssen hier allein wegen des schmal­eren Profils und der Hitzeentwicklung meist weniger leistungsfähige Komponenten zum Einsatz kommen. Ein Kompromiss, den eigentlich kein Zocker will. Sinnvoller ist da schon der Weg, den Dell beim G7 17 geht: so viel Leistung verbauen, wie in ein halbwegs schlankes Gehäuse eben passt. Ob dieser Plan aufgeht?

Plastikbomber

Einen Der Dell G7 17 von vorne Quelle: Dell Der Dell G7 17 von vorne Design-Preis gewinnt das 1600 Euro teure Mittelklasse-Gerät auf den ersten Blick nicht. Wo andere Hersteller ihren Geräten einen kantigen, aggressiven und bunt beleuchteten Look verpassen, halten sich die Amerikaner in diesen Punkten auffällig zurück. Das mag einigen vielleicht sogar zusagen, allerdings wirkt das G7 17 objektiv gesehen doch eher langweilig. Dazu kommt, dass die komplette Konstruktion aus Kunststoff besteht, was man auch merkt. Schon beim Aufklappen verbiegt sich das Display merklich, auch bei leichten Bewegungen beginnt das Gerät zu knarzen. Zwar ist das mit der Grund, wieso der Rechner nur knapp über drei Kilo auf die Waage bringt, der gänzliche Verzicht auf stabileres und hochwertigeres Metall ist aber auch nicht die Lösung. Die Tastatur überzeugt uns derweil mit einem knackigen Druckpunkt und guter Tastengröße. Das gilt auch für das Touchpad, welches zackig auf Eingaben reagiert. In Sachen Anschlüsse spart Dell nicht und gibt uns alle Ports an die Hand, die man braucht. Auf der linken Seite finden sich ein USB-Typ-C-Anschluss, eine USB-3.1- und eine Klinkenbuchse für Kopfhörer. Rechts gibt es einen SD-Kartenleser, den man an aktuellen Gaming-Laptops wirklich nur noch selten findet, sowie einen weiteren USB-3.1-Anschluss. Rückseitig reihen sich ein HDMI-2.0-Anschluss, ein USB-3.1- sowie ein Mini-Displayport aneinader. Insgesamt lässt diese Auswahl praktisch keine Wünsche offen und wir vermissen im Einsatz weder beim Gaming noch bei Office-Anwendungen eine weitere Anschlussart.

Großes Display, großer Akku

Der Dell G7 17 - das Innenleben Quelle: Dell Der Dell G7 17 - das Innenleben
Beim Display setzt Dell auf Standardkost. Im G7 17 findet sich dem Namen entsprechend ein 17,3-Zoll-Screen mit IPS-Panel, das in Full HD mit 60 Hertz auflöst. Vor allem die Kombination aus 1.080p und der niedrigen Bildwiederholrate erscheint im Jahr 2019 etwas antiquiert. Nicht meckern kann man derweil in Sachen Farbe und Helligkeit. Mit knapp 300 Nits strahlt das Display verhältnismäßig hell, Farben fallen akkurat und nicht zu überbelichtet oder bunt aus. Unter der Haube unserer Testkonfiguration befindet sich ein respektables Hardware-Paket. Als grafische Einheit kommt eine Nvidia GeForce RTX 2060 zum Einsatz, die mit sechs GByte VRAM ausgestattet ist. Bei den Prozessoren bedient sich unsere Testeinheit nicht der neuesten Intel-Core-Generation. Hier werkelt ein i7-8750H, der noch aus der achten Generation stammt. Der Sechskerner taktet im Turbomodus bis 4,1 GHz. Beigestellt werden der Recheneinheit acht GByte RAM. Für sich genommen stellt das eine gute Kombination dar, auch wenn es natürlich noch andere Gaming-Kaliber mit deutlich mehr Power gibt. In der Praxis reicht die verbaute Hardware dennoch für flüssiges Zocken in Full HD. In unserem Test konnte der Dell G7 17 in Rise of the Tomb Raider durchschnittlich 54 fps bei maximalen Details erreichen. In Hitman 2 steuern wir den gleichnamigen Killer mit rund 50 fps durch die Levels. Dass das Dell G7 17 bei diesen Ergebnissen ordentlich heizt, dürfte keine Überraschung sein. Durch das Kühlsystem (siehe Bild oben) verteilt sich die Wärme auf die Tastaturfläche, wobei das Gehäuse aber nie so stark aufgeheizt wird, dass man einzelne Knöpfe nicht mehr betätigen könnte. Die Ablageflächen für den Handballen um das Touchpad herum bleiben angenehm kühl, sodass sich mit dem Laptop auch über längere Zeit gut spielen lässt. Das gilt übrigens auch im kabellosen Betrieb, wo Konkurrenzprodukten schnell die Puste ausgeht. Hier gibt sich das G7 17 jedoch sowohl im Office- als auch im Spielebetrieb recht ausdauernd. Knapp über acht Stunden können wir mit dem Flachrechner surfen und Videos schauen, beim Zocken geht ihm erst nach etwas über drei Stunden die Puste aus. Gerade Modelle mit noch potenteren Grafikkarten saugen ihre Akkus oft in zwei Stunden leer. Während des Betriebs schaltet sich jedoch oft der Lüfter auf sehr laute Art und Weise dazu - auch wenn wir mit dem Rechner gerade nur Mails beantwortet haben.

Pro & Contra
Ausreichend PowerGute AnschlussauswahlRecht kompkat
KunststoffverarbeitungMassive Geräuschentwicklung

Dell: Der Gaming-Laptop G7 17 ordnet sich dank solider Technik im Mittelfeld ein (1) Quelle: SFT Dell: Der Gaming-Laptop G7 17 ordnet sich dank solider Technik im Mittelfeld ein (1)

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