Deep Rock Galactic: Rogue Core gespielt: Koop, Zufallsloot und neue Zwergen-Klassen - lohnt sich der Early Access?
Deep Rock Galactic: Rogue Core schickt die Spieler zurück in die Minen - und wie Gandalf wusste, liegt es in der Natur der Zwerge, zu tief und zu gierig zu graben. Ob hier Gold zutage gefördert wird, klären wir zum Start des Early Access.
Am 20. Mai wechselt Deep Rock Galactic: Rogue Core von der Alpha-Version in den Early Access. Bereits einige Tage zuvor schärften wir die Spitzhacken, zündeten die Grubenlampen an - und stiegen in die Minen von Hoxxes IV herab. Das Einsatzziel: Zu ergründen, ob sich die Anschaffung für eingefleischte Deep-Rock-Galactic-Fans lohnt.
Glück auf, Glück auf, die Zwerge kommen
Die traditionell eher in fantastischen Welten verwurzelte zwergische Spezies in ein Science-Fiction-Szenario zu transportieren, ist kein neuer Ansatz: Bereits in den seligen Achtzigern unternahm der Tabletop-Hersteller Games Workshop im Warhammer-Universum einen ähnlichen Anlauf, und auch im Rollenspiel-Klassiker Shadowrun oder den Comics von Marvel spielen die störrischen Bürschlein mit den Herzen aus Gold eine größere Rolle.
Die Verbindung von Sci-Fi und Fantasy funktioniert in diesen Fällen überraschend gut; wenn in den unendlichen Weiten des Weltalls fiese Glibber-Monster, mörderische KIs oder hochtechnisierte Föderationen auf die Menschheit warten, warum nicht auch mürrische Zwerge?
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Ohne das Rad in dieser Hinsicht komplett neu zu erfinden, trafen Ghost Ship Games mit Deep Rock Galactic einen Nerv. Das lag jedoch nicht nur am großartigen Szenario, sondern auch am spaßigen Gameplay: Bis zu vier Spieler ziehen im Auftrag einer intergalaktischen Bergbaugesellschaft gemeinsam los, um auf einem abgelegenen Planeten nach Reichtümern zu buddeln. Konflikte mit Flora und Fauna lassen jeden Ausflug zur Herausforderung geraten, prozedural generierte Höhlensysteme sorgen für einen guten Wiederspielwert.
Deep Rock Galactic verkaufte sich bislang weit über fünf Millionen Mal, erfreut sich nach wie vor einer gesunden Fanbase, und wird bis zum heutigen Tage fleißig mit DLCs und saisonalen Inhalten erweitert. Auch in die Popkultur haben die kultigen Weltraum-Zwerge inzwischen Einzug gehalten, so veröffentlichte etwa die italienische Metalband Wind Rose vor einiger Zeit den vom Spiel inspirierten Song "Rock and Stone".
Mit Deep Rock Galactic: Survivor erhielt der Titel zudem bereits im Frühjahr '24 einen Ableger, der das Konzept des Hauptspiels gehörig auf den Kopf stellt: Statt kooperativer Action in der Ego-Perspektive lockt ein Bullet-Heaven-Erlebnis im Stil von Vampire Survivors. Hier wird zwar nach wie vor auch nach Edelmetallen geschürft, der Fokus liegt jedoch ganz klar auf Schießereien und der Jagd nach Upgrades, diesmal in der Draufsicht. Mit Rogue Core verfolgt das Studio nun wieder einen neuen Ansatz, ohne dabei die Stärken des Haupttitels aus den Augen zu verlieren.
Ich bin ein Zwerg und ich buddel' ein Loch...
Der Stand-Alone-Ableger übernimmt das kooperative Konzept des Serienvaters, die Prämisse ändert sich jedoch: Statt erneut in die Schuhe von Minenarbeitern zu schlüpfen, ist man diesmal als sogenannter "Reclaimer" unterwegs. Diese schwer bewaffneten Zwerge stellen den Sicherheitsdienst der Bergbaugesellschaft, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn in den Minen etwas schiefgelaufen ist. Und in der Tat brodelt es in den Tiefen von Hoxxes IV gewaltig: Als die Bergleute nach der Entdeckung des Minerals Expenit tiefer denn je zuvor in Richtung des Planetenkerns vorstoßen, reißt der Kontakt zur Heimatbasis abrupt ab.
Quelle: PC Games
Zum Start der Early-Access-Phase stehen fünf Charakterklassen zur Wahl.
Ein mysteriöses Energiefeld um die Kernregion verhindert, dass man mit herkömmlichen Mitteln zu den Verschollenen vordringen kann, außerdem werden die Anlagen von einer bislang weitestgehend unbekannten, aggressiven Alienrasse unsicher gemacht, den sogenannten Corespawn. Höchste Zeit, die Spezialisten zu rufen. Diese rücken in Form der Reclaimer prompt mit schwerem Gerät an. Mithilfe einer brandneuen Technologie gelingt es den Einsatzteams, das Energiefeld kurzzeitig zu durchbrechen und in Richtung des Kerns vorzustoßen. Nun ist es an den Spielern, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen, nach den Verschollenen zu suchen - und nicht zuletzt auch das wertvolle Expenit zu bergen.
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Alte Zwerge, neue Klassen
Während Rogue Core viele frische Spielelemente mit sich bringt, setzt es in einigen Punkten auf Bewährtes: Wie aus dem Hauptspiel gewohnt, kann man sich mit bis zu drei weiteren Spielern zusammentun, um eine Expedition zu wagen. Dafür stehen zum Start der Early-Access-Phase fünf Charakterklassen zur Verfügung, die nach Aussage der Entwickler nach und nach um weitere Optionen ergänzt werden sollen. Der Aufklärer bekämpft seine Gegner am liebsten aus der Ferne, setzt Kritpfeile und Scanner ein, um die Aliens zu markieren, und verschafft seinen Teamkameraden dadurch Vorteile. Im Kontrast dazu steht der blitzschnelle Schlitzer, der seinem Namen alle Ehre macht: Plasmaklinge und Sprintfähigkeit sorgen dafür, dass er stets nah am Geschehen bleibt, wo er am besten austeilt.
