Dead State Test: Unnötig komplizierte Steuerung, Fazit + Wertung
Das Indieprojekt Dead State bietet spannende, aber bieder präsentierte Abenteuer nach einer Zombie-Apokalypse und wartet dabei mit einigen interessanten Ideen auf. Im Test gehen wir auf die Stärken und Schwächen des außergewöhnlichen Rollenspiels ein.
Kampf ohne Erfahrung
Die Kämpfe im Rollenspiel Dead State bieten eine Besonderheit: Ihr bekommt keine Erfahrungspunkte für besiegte Feinde! Erfahrungspunkte erhaltet ihr in Dead State durch erledigte Aufgaben, nicht aber durch Kämpfe. Das mag für ein Rollenspiel ungewöhnlich sein, macht die Auseinandersetzungen aber zu etwas ganz Besonderem. Da Heilungsmöglichkeiten und auch Rohstoffe selten sind, überlegt man sich zweimal,
Quelle: PC Games
Deckung wie dieser Van ist wichtig, um nicht von den Feinden eingekreist zu werden.
ob man einen Feind angreift. Einerseits benötigt man vielleicht dringend das, was er bei sich haben könnte, andererseits droht eine Verletzung. Der Umstand, dass Kämpfe nicht im Spiel sind, um den Helden zu verbessern, geben Auseinandersetzungen eine völlig neue Bedeutung.
Beschäftigungstherapie
Ihr werdet im Verlauf des Abenteuers an den vielen verschiedenen Orten auch neue Mitstreiter finden, um die ihr euch dann auch kümmert. Jeder davon verfügt über andere Fähigkeiten, muss aber auch bei Laune gehalten werden. Tut ihr das nicht, kann es zu einer Meuterei kommen. Sorgt also immer für anständiges Essen und eine sichere Unterkunft. Zudem müsst ihr die Überlebenden beschäftigen, indem ihr ihnen Arbeiten wie Saubermachen, Wachdienst oder die Instandhaltung des Zauns zuteilt.
Präsentation pfui, Tiefgang hui!
Quelle: PC Games
Die Helden verbessert ihr anhand von Skillpunkten, die ihr frei auf die Fertigkeiten verteilen dürft.
Dead State schreckt vor allem durch die biedere Präsentation und die teilweise unnötig komplizierte Steuerung ab. Zudem will das Spiel einfach zu viel. Gerade die Verwaltung der vielen Überlebenden, ihnen das zu bringen, was sie möchten, sie zu beschäftigen und zu sehen, dass immer genug Ressourcen vorhanden sind, wirkt zu verschachtelt und nicht durchdacht genug. Dafür überzeugt das Spiel mit den taktischen Kämpfen, der Verbesserung der Helden und den kleinen Erfolgserlebnissen. Einen neuen Pfeil für die Armbrust zu finden lässt einen vor dem Monitor fast einen Freudentanz aufführen.
In diesem Artikel
Dead State ist kein Spiel für Leute, die von einem modernen Computerspiel hübsche Grafik, schnelle Action und eine filmreif inszenierte Story erwarten. Denn dies alles bietet das Indie-Spiel nicht. Dafür erwarten euch Tiefgang, Spannung, ungewöhnliche Ideen und Rundenkämpfe, die ohne passende Strategie schnell im Fiasko enden. Wer darauf Lust hat und ein Oldschool-Rollenspielabenteuer nach einer Zombie-Apokalypse erleben möchte, der liegt mit Dead State aber genau richtig.
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Das ist mal eine ganz andere Herangehensweise.
Da finde ich das System bei Dead State echt gut.
Zu den Fragen, es gibt natürlich auch Attribute und je nachdem welche Leute man in der Gruppe hat gibt es diverse "Crisis" Probleme die man lösen kann und wofür dann jeder der Unteranführer eigene Ansichten hat.
Auch bei State of Decay gab es Attribute, Fähigkeiten etc., nur eben einen Echtzeitkampf, die Zombies haben auch auf Lärm reagiert etc. . Die beiden Spiele sind in vielerlei Hinsicht vergleichbar.
Das ist mal eine ganz andere Herangehensweise.
Wenn man mal von dem Grafikgenöhle absieht, sagt der Test schon ganz gut, wo die Stärken des Spiels sind. Wobei ich mich über die Wertung "blasse Charaktere" doch etwas wundere. Die ganzen (teilweise durchaus interessanten bzw. abgedrehten) Charaktere und die Atmosphäre (denn zb das Radio ist nicht nur Tippgeber sondern starker Atmosphärengenerator) sind es, was dieses Spiel für mich unterhaltsam machen. Natürlich gibt es auch die Sammel und Basis Ausbau Mechanik (imo das einzige wo es mit State of Decay ähnlich ist), sowie die Taktik Schlachten.
Zu den Fragen, es gibt natürlich auch Attribute und je nachdem welche Leute man in der Gruppe hat gibt es diverse "Crisis" Probleme die man lösen kann und wofür dann jeder der Unteranführer eigene Ansichten hat.