Dead State Test: Unnötig komplizierte Steuerung, Fazit + Wertung

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Test Andreas Bertits - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Dead State Test: Unnötig komplizierte Steuerung, Fazit + Wertung
Quelle: PC Games

Das Indieprojekt Dead State bietet spannende, aber bieder präsentierte Abenteuer nach einer Zombie-Apokalypse und wartet dabei mit einigen interessanten Ideen auf. Im Test gehen wir auf die Stärken und Schwächen des außergewöhnlichen Rollenspiels ein.

Kampf ohne Erfahrung

Die Kämpfe im Rollenspiel Dead State bieten eine Besonderheit: Ihr bekommt keine Erfahrungspunkte für besiegte Feinde! Erfahrungspunkte erhaltet ihr in Dead State durch erledigte Aufgaben, nicht aber durch Kämpfe. Das mag für ein Rollenspiel ungewöhnlich sein, macht die Auseinandersetzungen aber zu etwas ganz Besonderem. Da Heilungsmöglichkeiten und auch Rohstoffe selten sind, überlegt man sich zweimal, Deckung wie dieser Van ist wichtig, um nicht von den Feinden eingekreist zu werden. Quelle: PC Games Deckung wie dieser Van ist wichtig, um nicht von den Feinden eingekreist zu werden. ob man einen Feind angreift. Einerseits benötigt man vielleicht dringend das, was er bei sich haben könnte, andererseits droht eine Verletzung. Der Umstand, dass Kämpfe nicht im Spiel sind, um den Helden zu verbessern, geben Auseinandersetzungen eine völlig neue Bedeutung.

Beschäftigungstherapie

Ihr werdet im Verlauf des Aben­teuers an den vielen verschiede­nen Orten auch neue Mitstreiter finden, um die ihr euch dann auch kümmert. Jeder davon verfügt über andere Fähigkeiten, muss aber auch bei Laune gehalten werden. Tut ihr das nicht, kann es zu einer Meuterei kommen. Sorgt also immer für an­ständiges Essen und eine sichere Unterkunft. Zudem müsst ihr die Überlebenden beschäftigen, indem ihr ihnen Arbeiten wie Sauberma­chen, Wachdienst oder die Instand­haltung des Zauns zuteilt.

Präsentation pfui, Tiefgang hui!

Die Helden verbessert ihr anhand von Skillpunkten, die ihr frei auf die Fertigkeiten verteilen dürft. Quelle: PC Games Die Helden verbessert ihr anhand von Skillpunkten, die ihr frei auf die Fertigkeiten verteilen dürft. Dead State schreckt vor allem durch die biedere Präsentation und die teilweise unnötig kompli­zierte Steuerung ab. Zudem will das Spiel einfach zu viel. Gerade die Verwaltung der vielen Überle­benden, ihnen das zu bringen, was sie möchten, sie zu beschäftigen und zu sehen, dass immer genug Ressourcen vorhanden sind, wirkt zu verschachtelt und nicht durch­dacht genug. Dafür überzeugt das Spiel mit den taktischen Kämpfen, der Verbesserung der Helden und den kleinen Erfolgserlebnissen. Ei­nen neuen Pfeil für die Armbrust zu finden lässt einen vor dem Monitor fast einen Freudentanz aufführen.

Dead State ist kein Spiel für Leute, die von einem modernen Compu­terspiel hübsche Grafik, schnelle Action und eine filmreif inszenier­te Story erwarten. Denn dies alles bietet das Indie-Spiel nicht. Dafür erwarten euch Tiefgang, Span­nung, ungewöhnliche Ideen und Rundenkämpfe, die ohne passende Strategie schnell im Fiasko enden. Wer darauf Lust hat und ein Old­school-Rollenspielabenteuer nach einer Zombie-Apokalypse erleben möchte, der liegt mit Dead State aber genau richtig.

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Wertung zu Dead State (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Ungewöhnliches Kampfsystem ohne ErfahrungspunkteTaktische RundenkämpfeViele erkundbare GebieteEntscheidungen mit Auswirkungen auf den SpielverlaufInteressantes Zombie-EndzeitszenarioTaktische Entscheidungen – schleichen oder kämpfen?Tiefgründiges Rollenspiel-System
Blasse CharaktereAltbackene PräsentationKaum abwechslungsreiche MissionenGewöhnungsbedürftige SteuerungDas Spiel will zu viel und wird dadurch teilweise zu kompliziert
6
  1. Seite 1 Dead State Test: Taktische Rundenkämpfe, öde Präsentation
  2. Seite 2 Dead State Test: Unnötig komplizierte Steuerung, Fazit + Wertung
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von FalconEye Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von MichaelG
        Ich finde es anspornend, daß Kämpfe keine Relevanz auf die Charakterentwicklung haben (1 Grund weniger sich auf einen Kampf einzulassen) und man es sich aus diesem Grund 3x überlegt, ob man sich für unklares Loot (der einzige Grund für einen Kampf) auf den Kampf einläßt oder ihn vermeidet. Dazu das problematische heilen.

        Das ist mal eine ganz andere Herangehensweise.
        Mich stört es in vielen Spielen, dass sobald man den Kampf meidet kaum xp bekommt und so auch nicht wirklich in der Lage ist xp zu bekommen. Insbesondere für so Stealth-Fanatiker für mich, die überall ungesehen durchkommen wollen obwohl es sich um ein stinknormales Actionspiel handelt :-B
        Da finde ich das System bei Dead State echt gut.
      • Von FalconEye Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von MichaelG
        Ich finde es anspornend, daß Kämpfe keine Relevanz auf die Charakterentwicklung haben (1 Grund weniger sich auf einen Kampf einzulassen) und man es sich aus diesem Grund 3x überlegt, ob man sich für unklares Loot (der einzige Grund für einen Kampf) auf den Kampf einläßt oder ihn vermeidet. Dazu das problematische heilen.

        Das ist mal eine ganz andere Herangehensweise.
        Mich stört es in vielen Spielen, dass sobald man den Kampf meidet kaum xp bekommt und so auch nicht wirklich in der Lage ist xp zu bekommen. Insbesondere für so Stealth-Fanatiker für mich, die überall ungesehen durchkommen wollen obwohl es sich um ein stinknormales Actionspiel handelt :-B
        Da finde ich das System bei Dead State echt gut.
      • Von wertungsfanatiker Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Nekator
        Das ist schon mal diese irrsinnnige Annahme, dass 70% mittelmäßig ist..

        Zu den Fragen, es gibt natürlich auch Attribute und je nachdem welche Leute man in der Gruppe hat gibt es diverse "Crisis" Probleme die man lösen kann und wofür dann jeder der Unteranführer eigene Ansichten hat.
        Danke für die Antwort. Bei der PCG gilt diese Annahme, die finden x Kritikpunkte und geben dann trotzdem 8xer (so geschehen etwa bei DA 2, auch die DA: I - Wertung war seltsam hoch, dazu noch weitere sehr hohe Wertungen, meist für sog. AAA - Wertungen). Aber da Andreas Bertits (einer von der alten Garde) hier der Tester ist, dürfte 70 % eher für "solide, brauchbar, in Ordnung" stehen. Das kommt der Sache dann wohl schon näher.

        Auch bei State of Decay gab es Attribute, Fähigkeiten etc., nur eben einen Echtzeitkampf, die Zombies haben auch auf Lärm reagiert etc. . Die beiden Spiele sind in vielerlei Hinsicht vergleichbar.
      • Von MichaelG Mitglied
        Ich finde es anspornend, daß Kämpfe keine Relevanz auf die Charakterentwicklung haben (1 Grund weniger sich auf einen Kampf einzulassen) und man es sich aus diesem Grund 3x überlegt, ob man sich für unklares Loot (der einzige Grund für einen Kampf) auf den Kampf einläßt oder ihn vermeidet. Dazu das problematische heilen.

        Das ist mal eine ganz andere Herangehensweise.
      • Von Nekator Anfänger/in
        Zitat von wertungsfanatiker
        Schön mal wieder einen Test vom PCA - Mann Andreas Bertits zu lesen. Doch einige Dinge fehlen mir dann doch: wie ist das Charaktersystem ? Gibt es neben den Fertigkeiten auch Attribute ? Gibt es Entscheidungen, die den Lauf der Dinge in die eine oder andere Richtung beeinflussen können ? Die Wertung sagt aus, dass dieses CRPG wohl eher mittelmäßig ist - und damit trotz größerem Rollenspielanteil einem State of Decay wohl eher unterliegt (gut, letzteres hat die bessere Grafik und wohl den besseren Sound).
        Das ist schon mal diese irrsinnnige Annahme, dass 70% mittelmäßig ist..

        Wenn man mal von dem Grafikgenöhle absieht, sagt der Test schon ganz gut, wo die Stärken des Spiels sind. Wobei ich mich über die Wertung "blasse Charaktere" doch etwas wundere. Die ganzen (teilweise durchaus interessanten bzw. abgedrehten) Charaktere und die Atmosphäre (denn zb das Radio ist nicht nur Tippgeber sondern starker Atmosphärengenerator) sind es, was dieses Spiel für mich unterhaltsam machen. Natürlich gibt es auch die Sammel und Basis Ausbau Mechanik (imo das einzige wo es mit State of Decay ähnlich ist), sowie die Taktik Schlachten.

        Zu den Fragen, es gibt natürlich auch Attribute und je nachdem welche Leute man in der Gruppe hat gibt es diverse "Crisis" Probleme die man lösen kann und wofür dann jeder der Unteranführer eigene Ansichten hat.
      • Von MichaelG Mitglied
        Dead State werde ich mir wohl holen. Mal eine interessante Abwechslung.
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