Vorschau zu Days Gone: Die Zombieapokalypse wirkt hochwertig, aber auch etwas (zu) vertraut

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Special Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 35,99 €
Vorschau zu Days Gone: Die Zombieapokalypse wirkt hochwertig, aber auch etwas (zu) vertraut
Quelle: Sony

Ein Mann und sein Motorrad - und jede Menge Zombies: Days Gone schickt uns als Biker Deacon in eine von den Untoten überrannte, nahe Zukunft, in der nur die Harten überleben. Und das Benzin ist auch noch knapp bemessen, eieieieiei! Wir durften mehrere Stunden reinspielen und Eindrücke sammeln.

Das altbekannte Problem: Endlich hat man die Liebe seines Lebens gefunden, ist glücklich verheiratet - und dann geht auf einmal die Welt unter.

Nicht Atombomben oder Naturkatastrophen sind es, welche die Existenz von Deacon St John nachhaltig und nicht unbedingt zum Positiven verändern, sondern die Zombie-Apokalypse - respektive eine Infizierten-Apokalypse, wie uns die Entwickler beim Anspielen korrigierten. Was ist bloß so schlimm daran, seine Untoten mal Zombies zu nennen, so dass kaum ein Hersteller das tut? Eine Namensänderung hat schließlich nicht wirklich Auswirkungen auf den Typus der Feinde, der sich uns entgegenstellt.
Jedenfalls, Zwei Jahre nach dem Ausbruch der Epidemie findet sich Deacon, nun Witwer, in einer Welt wieder, in der fast alles und jeder ihm ans Leder will. In Days Gone (jetzt kaufen 30,87 € / 35,99 € ) sind es die sogenannten Freaker, die sich uns aggressiv, hirnlos und mit Hunger auf Menschenfleisch in den Weg stellen. Neben der Standard-Variante liefen wir beim Anspielen auch kleinen, kindgleichen Freakern über den Weg, die erst dann aggressiv werden, wenn wir in ihr Revier eindringen. Eine besonders große, brutale Version wurde uns von den Entwicklern auch schon präsentiert, wir begegneten ihr aber noch nicht persönlich.

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist ...

Die Idylle der Spielwelt trügt, Gefahren lauern überall. Quelle: Sony Die Idylle der Spielwelt trügt, Gefahren lauern überall. Die alte Zombiegenre-Binsenweisheit gilt auch hier: Wenn die Welt von den Untoten überrannt wird, zeigt sich, wer die wahren Monster sind - die Zombies oder die Menschen. Dementsprechend stellen sich uns neben den hirnlosen Angreifern auch allerlei weniger kannibalistische Widersacher in den Weg; einerseits räuberische Gruppierungen, andererseits eine Art durchgeknallte, religiöse Sekte, welche ihren Opfern mit Verbrennungen am lebendigen Leib das Dasein zur Hölle macht.

Sie alle kämpfen um die Vorherrschaft im virtuellen Oregon, dem Schauplatz des Spiels. Großstadt-Flair erwartet uns in Days Gone also nicht, stattdessen eine große, offene Welt geprägt von Natur und einer Handvoll kleiner Dörfer und Siedlungen. Das sorgt für eine ziemlich interessante Atmosphäre, denn diese scheinbare Idylle ist natürlich mehr als trügerisch und auch die Natur hat es auf uns abgesehen: So mussten wir uns beim Anspielen etwa auch mit einem (ebenfalls infizierten) Bären auseinandersetzen.

Offene Endzeit-Welt

Ein einzelner Freaker stellt meist kein Problem dar, mehrere auf einmal sorgen hingegen für reichlich Stress. Quelle: Sony Ein einzelner Freaker stellt meist kein Problem dar, mehrere auf einmal sorgen hingegen für reichlich Stress. Unterteilt ist die Welt in mehrere Abschnitte und wollen wir dort die Vorherrschaft übernehmen, gilt es, die Untoten und andere Feinde zurückzuschlagen. So weit, so Genre-typisch - und auch sonst kommt uns vieles in Days Gone relativ bekannt vor. So erledigen wir Hauptmissionen, welche die Story weiter vorantreiben (respektive mehrere nebeneinander herlaufende Haupt-Arcs), Nebenmissionen, die die Geschichte erweitern und uns mit besonderen Gegenständen belohnen, erfüllen Sammelaufgaben und mehr. Wer schon einmal ein Open-World-Abenteuer gespielt hat, sollte sich hier relativ bald zurechtfinden.

Das virtuelle Oregon ist eine toll anzusehende Spielwelt. Quelle: Sony Das virtuelle Oregon ist eine toll anzusehende Spielwelt. Unser primäres Fortbewegungsmittel ist unser Motorrad. Vor dem Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen, war Deacon nämlich Mitglied einer Motorradgang und auch zwei Jahre danach bleibt er dieser Lebensart noch treu. Mit Lederjacke, Stirnband und mehr Tatoos als Haut schlägt er sich durch den Endzeit-Alltag - respektive fährt eben. Allerdings, unser zweirädriges Gefährt ist eine ziemliche Diva und reagiert allergisch auf Unfälle, waghalsige Sprünge und andere Aktionen. Eine Anzeige am unteren Bildschirmrand verrät uns stets, wie gut es um unsere fahrbare Unterlage bestellt ist. Ebenso müssen wir die Benzinanzeige im Auge behalten, denn der Tank lehrt sich schneller, als uns lieb sein kann.

Benzin ist mein Blut

Deacon hat Zugriff auf Schuss- und Schlagwaffen und versteht sich auch auf Stealth. Quelle: Sony Deacon hat Zugriff auf Schuss- und Schlagwaffen und versteht sich auch auf Stealth. Dann müssen wir Schäden mit gesammelten Materialien reparieren und unseren Tank an entsprechenden Orten auffüllen. Ja, Ressourcen-Management ist ein wichtiger Bestandteil von Days Gone - und wenig überraschend damit einhergehend auch Crafting. Allerlei Kram, der nicht niet- und nagelfest ist, kann eingesammelt und für die spätere Weiterverarbeitung aufbewahrt werden. Dann reparieren wir nicht nur unser Gefährt, sondern stellen auf Knopfdruck im Kreismenü auch Splittergranaten, Molotowcocktails, Medizin zur Regeneration unserer Lebensenergie und anderen Kram her.

Hört sich fast nach Survival-Gameplay an? Nun, die Anklänge sind zumindest nicht zu verleugnen, wenngleich die entsprechenden Elemente nie allzu weit greifen. So ist Munition etwa rar gesät und trotz Massen von Feinden ist es oft weiser, auf Nahkampfwaffen zurückzugreifen - die allerdings nicht ewig halten. Fair gesetzte Checkpoints und die Tatsache, dass es unmöglich ist, sich vollends in eine Ressourcen-Sackgasse zu manövrieren (zumindest dem bisherigen Anschein nach), zeigen aber, dass hier niemand auf der Strecke gelassen werden soll.

Zivilisation am Ende der Zivilisation

Unser Motorrad ist die beste Möglichkeit, um effizient durch die Welt zu gelangen. Quelle: Sony Unser Motorrad ist die beste Möglichkeit, um effizient durch die Welt zu gelangen. Und im Notfall können wir uns noch immer in eine bewohnte Siedlung zurückziehen - so, wie es wirkt, wird es derer mehrere geben. Dort können wir unter anderem Waffen kaufen, die im Normalfall stärker sind als von Gegnern aufgesammelte, uns mit Vorräten eindecken und erbeuteten Loot verhökern. Wir wissen noch nicht, wie wichtig der Siedlungsaspekt für das Spiel ist, ob wir etwa auch Gebäude ausbauen oder mit den NPCs soziale Kontakte aufbauen können. So oder so bieten diese Orte aber etwas Erholung von der Dauerbedrohung in der Spielwelt, in der Untote, Kultisten und Co. hinter jeder Ecke lauern.

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  1. Seite 1 Days Gone in der Vorschau Seite 1: Handung, Weltgestaltung, Fortbewegung, Survival-Elemente, Crafting
  2. Seite 2 Days Gone in der Vorschau Seite 2: Skill Trees, Feindes-KI, Technik, Atmosphäre, Fazit, Meinung
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HansHa Mitglied
        Zitat von Ischreibwieired
        Welcher Gegnertyp oder welches Thema wäre passender.
        Es gibt im Grunde nur 4 oder 5 Gegnertypen in einem Spiel. Mensch, Monster, Tier, Roboter und gegebenenfalls Aliens.
        Wenn die Entwickler von Days Gone Roboter als Gegner genommen hätte würden sie gegen Cyberpunk 2077 ab stinken.
        Beim Kampf gegen eine Sekte oder ähnliches wäre der Vergleich zu Far Cry recht nahe.
        Viel bleibt da also nicht mehr übrig.
        In erster Linie geht es mir um die völlig ausgelutschte und unkreative Thematik. Aber wo wir schon bei Gegnertypen sind, finde ich Zombies noch am eingeschränktesten, weil es meist nur die 3-4 L4D Standardtypen gibt.

        Gerade bei Aliens und Robotern kann man richtig kreativ werden und auch bei Menschen sind die Möglichkeiten zahllos, da man mit ihnen auch Fahrzeuge, Gerätschaften und abgefahrene Technologien verweden kann. Auch kann man mit z.B. Rittern, Samurai oder Ninjas etc. Abwechslung reinbringen.

        Dann gibt es noch Fabelwesen mit einer endlosen Palette an Möglichkeiten. Goblins, Orcs, Zauberer, Hexen, Superhelden, Feen, Dämonen, Mutanten, Totenbeschwörer, Drachen, Geister, Werwölfe, Vampire und viele mehr. Oder wie bei Horizon Zero Dawn, einfach mal Gegnertypen mixen. Dinos und Roboter haben doch gut funktioniert.
      • Von HansHa Mitglied
        Zitat von Ischreibwieired
        Welcher Gegnertyp oder welches Thema wäre passender.
        Es gibt im Grunde nur 4 oder 5 Gegnertypen in einem Spiel. Mensch, Monster, Tier, Roboter und gegebenenfalls Aliens.
        Wenn die Entwickler von Days Gone Roboter als Gegner genommen hätte würden sie gegen Cyberpunk 2077 ab stinken.
        Beim Kampf gegen eine Sekte oder ähnliches wäre der Vergleich zu Far Cry recht nahe.
        Viel bleibt da also nicht mehr übrig.
        In erster Linie geht es mir um die völlig ausgelutschte und unkreative Thematik. Aber wo wir schon bei Gegnertypen sind, finde ich Zombies noch am eingeschränktesten, weil es meist nur die 3-4 L4D Standardtypen gibt.

        Gerade bei Aliens und Robotern kann man richtig kreativ werden und auch bei Menschen sind die Möglichkeiten zahllos, da man mit ihnen auch Fahrzeuge, Gerätschaften und abgefahrene Technologien verweden kann. Auch kann man mit z.B. Rittern, Samurai oder Ninjas etc. Abwechslung reinbringen.

        Dann gibt es noch Fabelwesen mit einer endlosen Palette an Möglichkeiten. Goblins, Orcs, Zauberer, Hexen, Superhelden, Feen, Dämonen, Mutanten, Totenbeschwörer, Drachen, Geister, Werwölfe, Vampire und viele mehr. Oder wie bei Horizon Zero Dawn, einfach mal Gegnertypen mixen. Dinos und Roboter haben doch gut funktioniert.
      • Von Ischreibwieired Anwärter/in
        Zitat von HansHa
        Die Zombiespieleschwemme gibt es nicht erst seit 4 Jahren, eher so seit 10 Jahren. Sogar bei Last of Us 2013 war das Thema schon so überstrapaziert, dass sie das Wort Zombie vermeiden wollten und auf Infizierte ausgewischen sind. Bei Days Gone doch das gleiche Spielchen, da wird auch das Z-Wort ebenfalls gemieden und sie heißen Freakers, weil sie genau wissen, dass viele Leute bei Zombies nur noch mit den Augen rollen.
        Welcher Gegnertyp oder welches Thema wäre passender.
        Es gibt im Grunde nur 4 oder 5 Gegnertypen in einem Spiel. Mensch, Monster, Tier, Roboter und gegebenenfalls Aliens.
        Wenn die Entwickler von Days Gone Roboter als Gegner genommen hätte würden sie gegen Cyberpunk 2077 ab stinken.
        Beim Kampf gegen eine Sekte oder ähnliches wäre der Vergleich zu Far Cry recht nahe.
        Viel bleibt da also nicht mehr übrig.
      • Von HansHa Mitglied
        Zitat von Ischreibwieired
        Der Kritikpunkt wäre angebracht wenn das Spiel in 2 Jahren herausgekommen wäre.
        Das Spiel befindet sich aber schon seit min. 4 Jahren in der Entwicklung und da waren Zombie Spiele noch rarer gesät.
        Wenn man heute anfängt ein Spiel zu entwickeln kann man schlecht voraussehen was in 4 Jahren noch In/Out ist.
        Es ist doch wie bei allem anderen auch. Wenn jemand ein Genre heraus bringt das sich gut verkauft möchte jeder seinen Anteil daran haben. Siehe Aktuell Spiele wie Apex, Fortnite..usw... . Eine Firma macht es vor und alle springen auf den gleichen Zug auf. In 4 Jahren ist das Thema dann auch wieder ausgelutscht. Wenn die Umsetzung aber in einer guten Geschichte endet ist der Gegnertyp eigentlich egal
        Die Zombiespieleschwemme gibt es nicht erst seit 4 Jahren, eher so seit 10 Jahren. Sogar bei Last of Us 2013 war das Thema schon so überstrapaziert, dass sie das Wort Zombie vermeiden wollten und auf Infizierte ausgewischen sind. Bei Days Gone doch das gleiche Spielchen, da wird auch das Z-Wort ebenfalls gemieden und sie heißen Freakers, weil sie genau wissen, dass viele Leute bei Zombies nur noch mit den Augen rollen.
      • Von Ischreibwieired Anwärter/in
        Zitat von HansHa
        Mich stört eher dieses langsam komplett ausgelutschte Zombiesetting.
        Der Kritikpunkt wäre angebracht wenn das Spiel in 2 Jahren herausgekommen wäre.
        Das Spiel befindet sich aber schon seit min. 4 Jahren in der Entwicklung und da waren Zombie Spiele noch rarer gesät.
        Wenn man heute anfängt ein Spiel zu entwickeln kann man schlecht voraussehen was in 4 Jahren noch In/Out ist.
        Es ist doch wie bei allem anderen auch. Wenn jemand ein Genre heraus bringt das sich gut verkauft möchte jeder seinen Anteil daran haben. Siehe Aktuell Spiele wie Apex, Fortnite..usw... . Eine Firma macht es vor und alle springen auf den gleichen Zug auf. In 4 Jahren ist das Thema dann auch wieder ausgelutscht. Wenn die Umsetzung aber in einer guten Geschichte endet ist der Gegnertyp eigentlich egal
      • Von Lukas Schmid Autor
        Zitat von Sheggo
        Bitte mal korrekturlesen vor der Veröffentlichung! Der Text ist grauenhaft
        Hast Recht, ich hatte noch einige Vertipper und andere kleine Fehler übersehen. Bin noch mal drübergegangen. Danke für den Hinweis.
      Direkt zum Diskussionsende
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