Day of Defeat Source
Die Hafenstadt-Karte dod_anzio zählt zu den populärsten DoD-Maps.
Auch an der Technik wurde mächtig gebohrt. Die klassischen Karten Anzio, Flash, Donner und Avalanche schauen in Source-Optik einfach atemberaubend aus. Ja, richtig gelesen. Zum Start von Day of Defeat Source gab es lediglich vier Maps zur Auswahl. Doch bei der großen Fangemeinde wird es sicherlich nicht lange dauern, bis auch alle fehlenden Karten umgesetzt werden.
Wir vermissen vor allem die Kleinstadtkarte dod_caen, die durch stetige Artillerieangriffe und ein ausgeklügeltes Design überzeugte. Mit High Dynamic Range Rendering, kurz HDRR, führt Valve die neuste Errungenschaft in Day of Defeat Source ein. So werden Sie beim Übergang von einer dunklen in eine helle Umgebung kurz geblendet. Außerdem sticht die Soundkulisse heraus: Der Clou ist nämlich, dass die Spieler selbst die Hintergrundgeräusche erzeugen.
War es im Vorgänger noch eine simple Sounddatei, die in der Endlosschleife Kriegsgeräusche simulierte, sind sämtliche Schüsse und Raketeneinschläge bis in die Ferne zu hören. Das MG-Feuer können Spieler vom anderen Ende der Karte als dumpfes Knattern wahrnehmen. Solch realistische Soundeffekte gab es bisher in keinem Spiel. Doch nicht alle Neuerungen sind so sinnvoll wie die dynamische Geräuschkulisse.
Während manchen Waffen die realistische Kimme-und-Korn-Ansicht verpasst wurde, erhöhte Valve das Spieltempo erheblich. Da stellen wir uns die Frage, wie wir mit dieser trägen Perspektive rasant herumhüpfende Gegner anvisieren sollen. In der Hinsicht erwarten wir Abhilfe mit den kommenden Patches. Ebenfalls merkwürdig gestaltet sich das Ende einer Runde.
Die Verlierertruppe hat plötzlich keine Kontrolle über die Waffen mehr und wird vom Gewinner über den Haufen geschossen. Dies artet meist in ein sinnloses Gemetzel aus, das keinem nützt.
