Quelle: Sony
Willie Stark (Sean Penn) weiß die Massen zu beeinflussen.
Willie Stark (Sean Penn), Kommunalpolitiker aus bescheidenen Verhältnissen, will nicht weniger als die Welt verändern. Die Armen sollen endlich mehr Rechte bekommen, die Reichen dafür bluten. Als ihm ein tragisches Unglück die Chance gibt, an die Macht zu kommen und als Gouverneur von Louisiana am ganz großen Rad zu drehen, greift Stark zu. Bald hat der charismatische Populist alle seine Ideale verkauft und verstrickt sich immer mehr in einem Netz aus Intrigen und Korruption, in das er auch seinen Weggefährten Jack Burden (Jude Law) mit hineinzieht. Der desillusionierte Ex-Reporter soll seinen Stiefvater, einen einflussreichen Richter (Anthony Hopkins), ans Messer liefern, damit Willie seine Spielchen weiterspielen kann. Dabei erfährt Jack mehr über sich und seine Familie als ihm lieb ist.
Das Politdrama um Macht und (Doppel)moral ist das Remake eines dreifach Oscar-prämierten Klassikers von 1949, dessen Romanvorlage von Robert Penn Warren den Pulitzer-Preis erhielt. Mit Hauptdarsteller Sean Penn, der als einer der politisch interessiertesten und engagiertesten Schauspieler Hollywoods gilt, und Regisseur und Autor Steven Zaillian ging ein eingespieltes Team an den Start: Der Falke und der Schneemann, Zaillians erstes verfilmtes Drehbuch, bescherte dem damals 25-jährigen Sean Penn 1985 den Durchbruch. Doch trotz all dieser Vorschusslorbeeren und der hochkarätigen Besetzung mit Co-Stars wie Jude Law und Kate Winslet kommt die Neuauflage etwas blutleer und langatmig daher. Daran kann leider auch Anthony Hopkins nichts ändern, der als Saubermann mit schmutziger Weste einmal mehr eine überzeugende Vorstellung abliefert.
(Elke Eckert)
