Myst-isches Wiedersehen
Über dieses düstere Meer schwamm das Schiff vor Arrikks Haustür.
Nachdem Cryo Insolvenz anmelden musste, sah die Zukunft der Render-Adventures düster aus. Doch die Rettung ist da: Mit Das Mysterium von Zelenhgorm gibt es endlich wieder eines dieser Adventures, in dessen gerenderten Standgrafiken Sie sich im Kreis drehen, nach oben und unten schauen, an Rädern kurbeln und Schalter umlegen. Wie in Nautilus oder Atlantis sind auch hier die Bilder verwaschen, die Rätsel teilen sich in "einfach", "unlogisch" oder "wirklich gut" auf und die Bedienung fühlt sich gewohnt zäh an. Im Gegensatz zu den Cryo-Produkten verzichtet Zelenhgorm aber auf eine esoterisch-philosophische Hintergrundgeschichte, sondern bedient sich einer lebhaften Fantasywelt. Diese wird mit echten Schauspielern und witzigen, erfreulich kurzen Dialogen in Szene gesetzt und erzählt die Geschichte von einem Außenseiter, vor dessen Haustür eines Tages ein seltsames Schiff steht. Da dies den Nachbarn natürlich nicht geheuer ist, macht man sich schnellstens an die Aufklärung der Hintergründe. Die Story verteilt sich auf satte drei CDs, ist anfangs durchaus kurzweilig - und letztendlich doch unbefriedigend. Denn Das Mysterium von Zelenhgorm ist der erste Teil einer geplanten Trilogie, so dass die Geschichte mitten in der Handlung aufhört und man kaum etwas über die Spielfigur, die Fantasy-Welt und das Schiff erfährt.
