DTM Race Driver 2
Kluge Gegner!
Regen-Rennen schauen nett aus, sind aufgrund des rutschigen Untergrunds aber verdammt schwer zu fahren.
Beim ersten Teil lag die eigentliche Schwierigkeit darin, den permanenten Attacken der übermäßig aggressiven Gegner aus dem Weg zu gehen. Oft genug rammten diese ihre Rivalen dennoch grundlos von der Strecke oder lösten unrealistische Massenkarambolagen aus. Das ist bei DTM Race Driver 2 anders. Um die knallharten Konkurrenzkämpfe wirklichkeitsnah in Szene zu setzen, kommt ein komplett neues KI-Modell mit unterschiedlichen Fahrer-Typen zum Einsatz. Das Spektrum reicht hierbei vom Auf-der-Ideallinie-Fahrer über den Immer-spät-Abbremser bis zum hitzigen Dauer-Gasgeber. Außerdem weichen die PC-Piloten Hindernissen gekonnt aus und verhalten sich in den Rennen ihrer Position entsprechend. Unfehlbar sind die gegenüber dem ersten Teil stark verbesserten KI-Gegner dennoch nicht. Dreher, Verbremser, Ausritte von der Strecke oder Zusammenstöße kommen trotzdem vor. Eine Art Renn-Kommissar, der Regelverstöße wie bei Grand Prix 4 oder F1 Championship 99-02 mit Zeitstrafen und Disqualifikationen ahndet oder an unübersichtlichen Stellen die gelbe Fahne schwenkt, hätte dem Spiel allerdings gut getan. So ist es problemlos möglich, einen Konkurrenten ungestraft von der Strecke zu rammen oder eine Schikane dreist abzukürzen. Das nervt genauso wie ein fehlendes Qualifying im Karrieremodus. Von welchem Platz Sie starten, bestimmt lediglich ein Zufallsgenerator. Außerdem fehlen nach wie vor verlässliche Angaben über die Positionen Ihrer Gegner im Rennen. Auf Zwischenzeiten müssen Sie ebenfalls gänzlich verzichten.
Saubere Grafik!
Optisch setzt DTM Race Driver 2 auf die überarbeitete Grafik-Engine des ersten Teils. Sämtliche Fahrzeuge sehen ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich und auch die einzelnen Strecken wurden realistisch in Szene gesetzt. Wer einen flotten Rechner besitzt, bekommt bei Auflösungen von 1.920x1.440 Bildpunkten eine fast fernsehreife Präsentation mit hübschen Spiegelungen, aufwirbelnden Sandkörnern, realen Rauch-Effekten sowie sehenswerten Schnee- und Regenrennen geboten. Weniger nett: einige unschöne Kantengrafiken, die platten Zuschauer, seltene Ruckler sowie die grafisch öden Boxenstopps. Außerdem werden die Wagen nicht schmutzig, was vor allem bei den matschigen Rallyes ziemlich albern aussieht.
Klingt gut!
DTM Race Driver 2 unterstützt Force Feedback sowie Digital- und Analog-Steuerung. Zwar kann man seine Boliden auch mittels Tastatur unfallfrei über die Rennstrecken lenken, sehr viel präziser geht das aber mit Gamepad oder Lenkrad. Dank der anfängerfreundlichen Steuerung finden sich auch Neulinge schnell zurecht - wenngleich diese einige Runden mehr benötigen, um Erfolge zu feiern. Absolute Profis können den Schwierigkeitsgrad zudem auf den unverschämt schweren Pro-Simulation-Modus stellen und mit noch fieseren Computergegnern und manueller Schaltung an den Start gehen. Im Gegensatz zum Staubsauger-Sound des Vorgängers gibt es diesmal astreinen und stimmigen Motorensound auf die Ohren und Besitzer eines EAX-Advanced-Audio-Systems werden zudem mit einem besonders satten Klang belohnt. Fehlt noch was? Ach ja, der Mehrspielermodus. Hier gehen bis zu zwölf Kontrahen-ten im lokalen Netzwerk oder übers Internet an den Start. Bei DTM Race Driver waren es noch 20. Positiver Nebeneffekt der Sparmaßnahme: Die nervigen Lags des ersten Teils scheinen der Vergangenheit anzugehören.

- hinter,
- über ,
- im wagen (keine direkte cockpitsicht),
- eine an der Motorhaube,
- Frontansicht (ohne Auto).
Ich finde DTM2 auch total geil. In den USA heisste es ja TOCA2 glaub ich, aber nicht DTM2.
Nur für mein Geschmack war der eigentliche Storymodus viel zu kurz, die 100% haben bei mir nach zwei verregneten Wochenenden schon auf dem Bildschirm geblinkt.
Was mich jetzt allerdings stört, dass man nicht mit jedem Auto auf jeder Strecke fahren kann. Sondern nur auf den vorgesehen Meisterschaftsstrecken. Sowas würde imo die Langzeitmotivation doch nochmal deutlich strecken.