DTM Race Driver 2
Fett, fetter, DTM Race Driver 2
Die trägen Supertrucks über die Piste zu manövrieren ist alles andere als ein leichtes Unterfangen.
Im Laufe Ihrer Karriere erwarten Sie 33 Meisterschaften mit 125 Rennen und somit ein deutlich umfangreicheres Angebot als noch beim ersten Teil. Mit Erfolgen im Karrieremodus schalten Sie neue Strecken und Fahrzeuge für Einzelrennen und Zeitfahren frei. Neben der bekannten Sportwagen- und Formel-Klasse stehen diesmal auch Rallye-, Stock-Car- und sogar Supertruck-Meisterschaften auf dem Programm. Wahnsinn! Der Fuhrpark ist mit 38 Original-Fahrzeugen ebenfalls erstklassig bestückt und lässt Auto-Liebhaber mit der Zunge schnalzen. So können Sie den 450-PS-starken Edel-Sportflitzer Aston Martin DB9 über die Strecken prügeln oder mit dem James-Bond-erprobten Vorgängermodell DB7 Gas geben. Des Weiteren mit am Start: der Hubraum-Riese Ford GT, ein pfeilschneller Koenig C62, der Nissan Skyline GT-R, ein Jaguar XJ220 oder der Land Rover Bowler Wildcat. Wer auf ältere Semester steht, kann auch mit einem 70 Jahre alten Ford Hot Rod Coupe oder einem 68er Ford Mustang seine Runden drehen.
Die Mischung macht's!
Der Seat Leon sieht etwas mitgenommen aus. Am Tacho erkennen wir, wie schwer Aufhängung oder Reifen beschädigt sind.
Obwohl der zweite Teil von Codemasters Referenz-Raser ein souveränes "Ultimate Racing Simulation" im Untertitel trägt, hat DTM Race Driver 2 mit lupenreinen Renn-Simulationen à la Grand Prix 4 oder Colin McRae 4 nicht viel gemein. Das Fahrmodell ist nach wie vor ein gelungener Mix aus Simulation und Arcade und verzeiht kleinere Fahrfehler durchaus. Gröbere Schnitzer hingegen werden knallhart bestraft: Wer mit 200 Sachen über das saftige Grün kachelt oder zu schnell aus einer Kurve heraus beschleunigt, legt garantiert einen rundenrekordvernichtenden Dreher hin. Eine Musteranleitung für unfallfreies Fahren gibt es
jedoch nicht - schließlich steuert sich jedes der 38 Fahr- zeuge anders. Dafür haben die Entwickler Unmengen an Fahrzeug- und Telemetriedaten ausgewertet und ins Spiel übertragen. Dass sich ein Ford9000-Supertruck träger als ein flotter Subaru Impreza WRX lenkt, dürfte klar sein. Aber auch die Unterschiede zwischen fast baugleichen Autos wie der mit anderen PS-Zahlen und Motoren bestückten DB-Klasse von Aston Martin werden deutlich. Hinzu kommen die Nehmerqualitäten der einzelnen Wagen. Während Sie mit einem Seat Leon gefahrlos einen Konkurrenten aus der Kurve drängen können, kann eine Feindberührung im Formel-1-Plagiat "Master Grand Prix" aufgrund der fehlenden Kotflügel schon mal ein Vorderrad kosten und somit das Aus bedeuten.
Schaden-Freude
Wenn man den richtigen Bremspunkt verpasst, bricht der Wagen aus. Da hilft auch kein hektisches Gegensteuern mehr.
Bei Unfällen jeglicher Art kommt das nigelnagelneue Schadensmodell ins Spiel, von Codemasters liebevoll "Terminal Damage Engine" getauft. Um Karambolagen und Crashs möglichst realistisch darzustellen, haben die Entwickler jedes Auto in Schadenszonen aufgeteilt und die Bereiche mit knapp 70 einzelnen Einschlag-Messpunkten versehen. Melden diese Sensoren eine Kollision, wird der Schaden anhand von Richtung und Geschwindigkeit in Echtzeit berechnet. Klingt gut und belohnt die Spieler in der Praxis tatsächlich mit noch spektakuläreren Unfällen. Gab es beim ersten Teil nur kleinere Kratzer und Beulen, zerreißt es nun bei härteren Zusammenstößen die komplette Frontpartie, Glasscheiben zerbersten und Fahrertüren lösen sich aus der Verankerung. Abgefallene Teile bleiben zudem auf der Strecke liegen und behindern den nachfolgenden Verkehr. Die äußerlichen Schäden haben genauso Einfluss auf die Wagenleistung wie Defekte an Motor, Getriebe, Schaltung oder Lenkung. Neu sind auch Totalschäden: Wer seinen Wagen mit mehr als 200 Kilometern pro Stunde gegen eine Wand jagt, riskiert entweder einen Achsenbruch oder einen Motorplatzer - beides ist gleichbedeutend mit dem Ende des Rennens. Ärgerlich: Wie in unserer Preview-Version ist es nach wie vor möglich, auf einer Felge fahrend Geschwindigkeiten von 150 und mehr Stundenkilometern zu erreichen.

- hinter,
- über ,
- im wagen (keine direkte cockpitsicht),
- eine an der Motorhaube,
- Frontansicht (ohne Auto).
Ich finde DTM2 auch total geil. In den USA heisste es ja TOCA2 glaub ich, aber nicht DTM2.
Nur für mein Geschmack war der eigentliche Storymodus viel zu kurz, die 100% haben bei mir nach zwei verregneten Wochenenden schon auf dem Bildschirm geblinkt.
Was mich jetzt allerdings stört, dass man nicht mit jedem Auto auf jeder Strecke fahren kann. Sondern nur auf den vorgesehen Meisterschaftsstrecken. Sowas würde imo die Langzeitmotivation doch nochmal deutlich strecken.