Cyberpunk 2077 in der E3-Vorschau: CD Projekt setzt auf Entscheidungsfreiheit

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Special Matthias Dammes - Redakteur Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Cyberpunk 2077 in der E3-Vorschau: CD Projekt setzt auf Entscheidungsfreiheit
Quelle: CD Projekt Red

Cyberpunk 2077 ist das meisterwartete Rollenspiel der diesjährigen E3 - da versteht es sich von selbst, dass wir Entwickler CD Projekt einen Besuch abstatten! Während einer Präsentation haben uns die Entwickler rund 50 Minuten lang eine brandneue Version vorgespielt. Was uns daran beeindruckt hat und warum wir den Release von Cyberpunk 2077 kaum noch erwarten können, verrät euch Redakteur Matthias. UPDATE: Jetzt mit zwei neuen Videos!

Ein Jahr ist es her, dass die Entwickler von CD Projekt Red erstmals Gameplay des heiß erwarteten Cyberpunk 2077 gezeigt haben. Auch in diesem Jahr ist das polnische Entwicklerstudio wieder groß auf der E3-Messe vertreten, um einen Einblick in den derzeitigen Stand des Spiels zu gewähren. Zwar kennen wir inzwischen das Release-Datum für das Rollenspiel, die Macher sind allerdings weiterhin noch nicht bereit, uns den heiß ersehnten Titel selbst anspielen zu lassen. Also mussten wir auch in diesem Jahr wieder mit einer rund 50-minütigen, live vorgespielten Präsentation vorlieb nehmen.

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Der Geist von Johnny Silverhand

Spiele-Releases: Die PC-Highlights für das Jahr 2020. Quelle: CD Projekt Red Keanu Reeves spielt die Rolle von Johnny Silverhand. Wie schon im letzten Jahr war aber schon allein das Zuschauen unheimlich faszinierend. Man spürt in jeder Minute, wie ambitioniert dieses Spiel ist. Die gezeigte Demo stammt ungefähr aus der Mitte des Spiels, wobei es vermutlich schwierig sein dürfte, bei Cyberpunk 2077 (jetzt kaufen )üüberhaupt eine Mitte zu definieren, da sein Umfang einem The Witcher 3 vermutlich in nichts nachstehen wird. Protagonist V hat auf jeden Fall zum Start der Demo bereits die Charakterstufe 18 und schon einige fortgeschrittene Fähigkeiten in seinem Arsenal.Die benötigt er auch, denn er befindet sich in einer prekären Lage. Durch Ereignisse, die außerhalb seiner Kontrolle liegen, bekommt V einen Biochip in seinen Kopf verpflanzt. Dieser soll laut Gerüchten in der Unterwelt unter anderem das Geheimnis zu Unsterblichkeit in sich tragen. Außerdem sorgt der Chip dafür, dass V den digitalen Geist von Johnny Silverhand sieht, dem verstorbenen legendären Rockmusiker und Anführer der Band Samurai.
In der E3-Demo treffen wir glaubwürdige Charaktere. Je nachdem, wie unser Held geskillt ist, stehen uns in Dialogen unterschiedliche Optionen offen. Quelle: CD Projekt Red In der E3-Demo treffen wir glaubwürdige Charaktere. Je nachdem, wie unser Held geskillt ist, stehen uns in Dialogen unterschiedliche Optionen offen. Dabei handelt es sich um den von Keanu Reaves gespielten Charakter, der bereits im Cinematic-Trailer im Rahmen der Xbox-Pressekonferenz enthüllt wurde.Weil er dringend Hilfe im Umgang mit dem unfreiwillig implantierten Chip benötigt, sucht V zu Beginn der Gameplay-Demo den Kontakt zur sogenannten Voodoo-Gang - einer berüchtigten Bande von Netrunnern. Deren Unterstützung ist jedoch nicht so einfach zu bekommen, schließlich sind die Voodoos ziemlich verschlossen und haben nur selten etwas mit Außenstehenden zu tun. Also bietet V im Gegenzug seine Hilfe an: Er lässt sich auf eine Mission ein, die ihn in ein verlassenes Einkaufszentrum führt, das kürzlich von der Animal-Gang in Beschlag genommen wurde. Ein verdächtiges Verhalten, da die Animals eigentlich nicht territorial handeln. Nun soll V herausfinden, was dahinter steckt.

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Dialoge voller Entscheidungen

Die Entwickler wollen mit dieser Mission vor allem demonstrieren, wie sich die Charakterentwicklung von V - die ihr natürlich selbst bestimmt - auf eure Handlungsmöglichkeiten auswirken. Denn wie von CD Projekt Red gewohnt, wird Cyberpunk 2077 ein waschechtes Rollenspiel. Schon zu Beginn legt ihr eine Grundlage für den Pfad, den euer Hauptcharakter beschreiten wird. So verpasst ihr eurem V während der Charaktererstellung beispielsweise eine Hintergrundgeschichte als ehemaliges Mitglied der Corporations, als Straßenkind oder einsamen Nomaden.In Dialogen kann es vorkommen, dass bestimmte Antwortmöglichkeiten nur für eine der drei Hintergrundgeschichten zur Auswahl stehen. Auch die Höhe bestimmter Attribute oder gar die Stärke von einigen Perks können sich auf die zur Verfügung stehenden Dialogmöglichkeiten auswirken. Abseits der Gespräche öffnen sich für euren V abhängig von seinen Eigenschaften, Attributen und Fähigkeiten teils ganz anderen Herangehensweisen an bestimmte Situationen. So starten die Entwickler die Mission im Einkaufszentrum mit einem männlichen V, der sich auf Hacking und Netrunner-Fähigkeiten spezialisiert hat.

V als Pazifist

Völlig unabhängig von der Ausrichtung der Skills gilt es aber zunächst zu entscheiden, ob die Mission lautlos oder mit brachialer Action angegangen werden soll. Und selbst beim Stealth-Ansatz gibt es noch verschiedene Optionen, wie Situationen zu bewältigen sind. Schalten wir Gegner aus oder umgehen sie? Die Entwickler erklären, dass es möglich ist, Cyberpunk 2077 ohne einen einzigen Kill komplett durchzuspielen. Mit dem Netrunner-V machen sich die Entwickler die technologische Umgebung zunutze. Sie dringen per Hacking-Minispiel in die digitale Infrastruktur des Einkaufszentrums ein und bringen so Kameras und Geschütztürme unter ihre Kontrolle. Allerdings machen sie dadurch auch einen feindlichen Netrunner auf sich aufmerksam.
Kämpfen oder schleichen? Cyberpunk 2077 soll uns oft die Wahl lassen. Quelle: CD Projekt Red Kämpfen oder schleichen? Cyberpunk 2077 soll uns oft die Wahl lassen. Wie es anders geht, zeigen die Macher nach dem Wechsel auf eine weibliche Version von V, die zwar kein Hacker ist, aber dafür besondere physische Stärke und Nahkampffähigkeiten besitzt. Mit ihr stemmen die Entwickler eine Tür auf, die einen gänzlich anderen Weg durch das Missionsgebiet eröffnet. Außerdem vermeidet diese Vorgehensweise, dass der feindliche Hacker auf V aufmerksam wird. Selbst in einer ausschweifenden Präsentation von 50 Minuten ist die angepeilte spielerische Freiheit von Cyberpunk 2077 nur schwer zu erfassen. Zehn Monate haben die Entwickler noch Zeit, um das volle Potential ihres schon jetzt beeindruckenden Rollenspiels auszuschöpfen. Am 16. April 2020 soll die Reise nach Night City beginnen.

Meinung

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von Tomrok
        Tja, für mich wird das Spiel halt trotzdem im Regal liegen bleiben, da mir bei Ego-Perspektive schon immer schlecht wird. Ja, daher hätte ich (und vermutlich auch viele andere) gerne eine 3rd Person um dieses Spiel überhaupt spielen zu können.
        Am Besten finde ich es immer, wie es bei den Elder Scrolls Spielen oder Fallout gemacht ist. Da kann man jederzeit zwischen Ego und 3rd Person wechseln und jeder kann dann so spielen, wie er es mag.
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von Tomrok
        Tja, für mich wird das Spiel halt trotzdem im Regal liegen bleiben, da mir bei Ego-Perspektive schon immer schlecht wird. Ja, daher hätte ich (und vermutlich auch viele andere) gerne eine 3rd Person um dieses Spiel überhaupt spielen zu können.
        Am Besten finde ich es immer, wie es bei den Elder Scrolls Spielen oder Fallout gemacht ist. Da kann man jederzeit zwischen Ego und 3rd Person wechseln und jeder kann dann so spielen, wie er es mag.
      • Von Tomrok Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von MichaelG
        Weil es vom Gameplay nicht funktioniert. Wenn Gespräche Dinge beinhalten auf die man schaut funktioniert das in Third Person nicht. Weil da nicht exakt zuordenbar ist wohin man schaut.

        Mal bitte unterscheiden zwischen auf die Fans hören und blind jede Idee umsetzen die gefordert wird. Wenn etwas spielerisch nicht funktioniert oder große Probleme macht macht es CDP nicht. Das Projekt ist auch so schon anspruchsvoll hoch 10.
        Tja, für mich wird das Spiel halt trotzdem im Regal liegen bleiben, da mir bei Ego-Perspektive schon immer schlecht wird. Ja, daher hätte ich (und vermutlich auch viele andere) gerne eine 3rd Person um dieses Spiel überhaupt spielen zu können.
      • Von Gast1661893802 Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Weil es vom Gameplay nicht funktioniert. Wenn Gespräche Dinge beinhalten auf die man schaut funktioniert das in Third Person nicht. Weil da nicht exakt zuordenbar ist wohin man schaut.

        Mal bitte unterscheiden zwischen auf die Fans hören und blind jede Idee umsetzen die gefordert wird. Wenn etwas spielerisch nicht funktioniert oder große Probleme macht macht es CDP nicht. Das Projekt ist auch so schon anspruchsvoll hoch 10.
        Mich persönlich würde mal interessieren woher das "3rd Person Geschreie" herkommt.

        Kommt es von Konsolenspieler ?

        Sicherlich gibt es Spiele die davon profitieren, z.B. ein Tombraider hätte weniger Übersicht (unabhängig davon das hier weniger natürlich realistischer wäre ;-) )
        Wiederum Shooter im 3rd gehen abgesehen vom "ich sehe mal mehr als Du" mal gar nicht, natürlich fallen hier eingebaute Zielhilfen auch nicht so unangenehm auf.
        Extrem zu bemerken bei ArmA, wo die 3rd zwar möglich, im MP aber verpöhnt ist, weil Spieler damit um/über Hindernisse hinweg gucken können und unfaire Vorteile haben.

        Auf dem PC wiederum ist man mit der 1st wiederum aufgewachsen, abgewichen ist man eher selten, nur wenn man dem Spieler mehr Übersicht zugestehen wollte (wie bei z.B. Tombraider), "groß" wurde die 3rd dort erst als es zunehmend Konsolenports gab.
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von Tomrok
        Immer behauptet CD Project Red auf die Community zu hören, aber die 3rd Person Perspektive führen sie nicht ein und schließen damit eine Menge Spieler aus, die Ego-Perspektive nicht wollen oder spielen können. Leider wird sich das bei diesem Hype um das Spiel in den Absatzzahlen aber kaum bemerkbar machen. Schade.
        Weil es vom Gameplay nicht funktioniert. Wenn Gespräche Dinge beinhalten auf die man schaut funktioniert das in Third Person nicht. Weil da nicht exakt zuordenbar ist wohin man schaut.

        Mal bitte unterscheiden zwischen auf die Fans hören und blind jede Idee umsetzen die gefordert wird. Wenn etwas spielerisch nicht funktioniert oder große Probleme macht macht es CDP nicht. Das Projekt ist auch so schon anspruchsvoll hoch 10.
      • Von Tomrok Gelegenheitsspieler/in
        Immer behauptet CD Project Red auf die Community zu hören, aber die 3rd Person Perspektive führen sie nicht ein und schließen damit eine Menge Spieler aus, die Ego-Perspektive nicht wollen oder spielen können. Leider wird sich das bei diesem Hype um das Spiel in den Absatzzahlen aber kaum bemerkbar machen. Schade.
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