Crazy Machines 3: Der schräge Physik-Rätsel-Simulator im Test

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Test Viktor Eippert - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Viele der Rätsel erfordern das Lösen verschiedener Teilabschnitte einer Maschine.
Quelle: PC Games

Rätsel-Spaß für Tüftler trifft auf die Grundlagen der physikalischen Gesetze. Für unseren Test haben wir uns die Erfinder-Kappe aufgesetzt und allerhand verrückte Maschinen zusammengebastelt.

Möglichst realistische Physikeffekte spielen in immer mehr modernen Spielen eine wichtige Rolle, um die Glaubwürdigkeit zu steigern. In der ungewöhnlichen Simulations-Reihe Crazy Machines stehen Physik­effekte und deren Auswirkungen hingegen sogar im Mittelpunkt. Mit allerhand hauptsächlich aus dem Alltag genommenen Gegenständen tüftelt ihr darin an verrückten Maschinen, um die gestellten Rätsel zu lösen und euch an den Abläufen der Maschine zu erfreuen. Die werden in Crazy Machines 3 nämlich mittels einer gut umgesetzten Physik-Engine berechnet und recht schick in Szene gesetzt.

In 80 Rätseln werden eure grauen Zellen auf die verschiedensten Arten auf die Probe gestellt, wobei ihr stets eine unfertige Maschine vorgesetzt bekommt und diese mit vorgegebenen Bauteilen korrekt komplettieren müsst. Euer einziger Anhaltspunkt ist dabei ein knapper Text, der euch das Ziel vorgibt; eine Tippfunktion gibt es in Crazy Machines 3 nicht. Solltet ihr also mal nicht weiterwissen, hilft leider nur stumpfes Rumprobieren. Ob ein von euch erdachter Lösungsansatz hinhaut, könnt ihr jederzeit ausprobieren, indem ihr die Maschinensimulation mittels großem Play-Knopf am unteren Bildrand startet. Die Simulation könnt ihr dann jederzeit in einen Zeitlupenmodus schalten oder ganz pausieren. Auf eine Beschleunigungsfunktion haben die Entwickler seltsamerweise verzichtet, wodurch es immer wieder mal zu unnötigen Wartezeiten kommt, wenn man nur noch den hinteren Maschinenteil lösen muss, bei jedem Versuch aber zunächst zusehen darf, wie der bereits gelöste vordere Maschinenteil erst in Schwung kommt.

Im Weltall-Abschnitt der Kampagne geht es in erster Linie um Schwerkraftspielereien und Funkwellen. Quelle: PC Games Im Weltall-Abschnitt der Kampagne geht es in erster Linie um Schwerkraftspielereien und Funkwellen.

Abwechslung wird geboten

Aufgeteilt sind die Rätsel in unterschiedliche Kategorien, die nicht nur im Schwierigkeitsgrad zulegen, sondern auch thematisch sortiert sind. Die Einleitung sowie die verschiedenen Kategorien der leichten Schwierigkeitsstufe dienen in erster Linie dazu, den Spieler mit den zahlreichen Konzepten und Bauteilen vertraut zu machen. Um in den Rätseln zu bestehen, braucht man zwar keinen Doktortitel der Physik, dennoch helfen physikalische Grundkenntnisse sehr wohl beim Lösen der Kopfnüsse. Von simplen Schalter- und Hebelrätseln über Elektrizität, Laservorrichtungen und Lichtbrechung bis hin zu Gravitation und Funk umfassen die Apparaturen in Crazy Machines 3 eine gute Bandbreite. In den gehobenen Levels geht es dann darum, die zuvor kennengelernten Teile im Verbund miteinander zu kombinieren, um die schrägen Maschinen in Gang zu bekommen. Dabei bieten die Rätsel sowohl inhaltlich und optisch als auch im Umfang eine gute Abwechslung. Mal sollt ihr einen Laserstrahl umlenken, um mehrere Ufos zu vernichten, dabei aber die Satelliten nicht berühren. Mit dem Editor erstellt ihr eigene Bauteile oder Maschinen und teilt diese dann per Steam Workshop mit der Community. Quelle: PC Games Mit dem Editor erstellt ihr eigene Bauteile oder Maschinen und teilt diese dann per Steam Workshop mit der Community. Ein anderes Mal gilt es, eine Medusa daran zu hindern, ein Clumsycorn (eine Mischung aus Schwein und Einhorn) zu versteinern. Oder ihr sollt eine Apparatur bauen, um Müllfässer mit einer Bombe aus dem Bild zu sprengen - frei nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Die Kampagne ist so strukturiert, dass ihr stets nur eine bestimmte Menge ans Rätseln der leichteren Kategorien lösen müsst, bevor die jeweils nächstschwierigere Kategorie freigeschaltet wird. Auf diese Weise könnt ihr Rätsel, mit denen ihr partout nicht zurechtkommt, zunächst zurückstellen und eine andere Herausforderung angehen.

Selbst ist der Hobbytüftler

Für Rätselnachschub abseits der Kampagne wollen nicht nur die Entwickler in den kommenden Monaten mit Updates sorgen, die Community kann sich dank integriertem und mit dem Steam Workshop verknüpften Editor selbst versorgen. Der Editor bietet über 200 verschiedene Gegenstände für den Bau von eigenen Apparaturen, darunter auch einige Logik-Chips für komplexere Aufgaben. Die gewünschten Bauteile werden einfach per Drag and Drop auf die Arbeitsfläche gezogen und können dann auf Wunsch noch in ihrer Größe und Ausrichtung angepasst werden. Zudem könnt ihr das Material eines Gegenstands ändern und so seine Eigenschaften beeinflussen. Eine Kugel aus Metall leitet etwa Strom, während eine Glaskugel Laserstrahlen hindurchlässt. Neben der Erstellung von ganzen Maschinen ist auch das Design von eigenen Bauteilen möglich, die ihr entweder für eure Rätsel nutzen oder mit anderen Spielern online teilen könnt. Selbst Maschinen im 3D-Raum sind mit dem mächtigen Editor möglich, jedoch auch deutlich komplizierter in ihrer Umsetzung. Schmerzlich vermisst haben wir in unserer Testfassung jedoch ein Tutorial für die Bedienung des Editors. Lediglich auf der Steam-Hauptseite des Spiels waren ein paar Erklärungsvideos versteckt.

Meinung

Wertung zu Crazy Machines 3 (PC)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreiche Kampagne mit 80 Rätseln verschiedenster ArtWenn man in der Kampagne an einer heftigen Kopfnuss hängen bleibt, kann man eine andere Kategorie angehen.Die zugrundeliegene Physik-Engine macht ihre Sache gut.Mächtiger Editor mit ordentlicher Auswahl an Bauteilen und recht simpler BedienungLangzeitmotivation dank Community-
Kein Editor-Tutorial im SpielDer Kampagne fehlt eine TippfunktionDas Fehlen einer Beschleunigungsfunktion bei der Maschinensimulation sorgt für unnötige Wartezeiten.Zuordnung des Schwierigkeitsgrads der Rätsel mitunter seltsam

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