Cities: Skylines 2 im Test - Miese Performance macht diese Stadt zur Großbaustelle

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Test Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 47,49 €
Cities: Skylines 2 im Test - Miese Performance macht diese Stadt zur Großbaustelle
Quelle: Paradox Interactive

Cities: Skylines 2 soll der nächste Schritt der Entwicklung für den Aufbauhit sein, scheitert aber an schlechter Performance und Design-Entscheidungen.

Mit diesen Upgrades erhöhen wir die Reichweite, Effizienz und Kapazität vieler wichtiger Einrichtungen. Dadurch müssen wir längst nicht mehr so viele von den entsprechenden Gebäuden platzieren, um eine gute Abdeckung zu erreichen. Das funktioniert meist auch wunderbar, wenn man nicht gerade einen Staudamm baut, bei dem die im Beschreibungstext versprochenen Upgrades einfach mal nicht existieren.

Die Verwendung und Abdeckung mit öffentlichen Diensten können wir zudem dadurch steuern, dass sich die entsprechenden Gebäude fest einem Stadtteil zuordnen lassen. Bauen wir also eine große Polizeistation und beschränken deren Wirkungskreis auf ein bestimmtes Stadtgebiet, können wir uns sicher sein, dass die Streifenwagen nur innerhalb des zugewiesenen Areals agieren. Dadurch, dass die Beamten so nicht ihre Zeit mit Einsätzen in weiter entfernten Teilen der Stadt vergeuden, kann unsere Station wesentlich effizienter arbeiten.

Wohnen, Shoppen, Arbeiten

Neben den Dienstleistungsgebäuden besteht unsere Stadt wieder hauptsächlich aus den drei Bebauungszonen für Wohngebiete, Gewerbe und Industrie. Als Alternative zur Industrie kommen im weiteren Spielverlauf dann noch Bürozonen dazu. Für die Zonen gibt es wieder verschiedene Varianten, die sich vor allem in der Dichte der Bebauung unterscheiden. Bei Wohnzonen mit leichter Dichte entstehen vornehmlich Einfamilienhäuser, bei mittlerer Dichte dann bereits größere Wohnkomplexe, während sich bei hoher Dichte mächtige Wolkenkratzer in den Himmel erheben.

Blick entlang einer Straße mit hohen Gebäuden auf beiden Seiten. Quelle: Paradox Interactive Leider haben die Entwickler bei der Bebauung dieser Zonen im Vergleich zum Vorgänger deutlich an den Details gespart. So besteht eine Baustelle nur noch aus einer grauen Fläche, auf der meist ein Kran steht, und das war es. Nach einer bestimmten Zeit ploppt dann einfach das Gebäude auf. Im Vorgänger gab es während des Bauprozesses noch schicke Animationen mit Gerüsten, die langsam hochgezogen werden und weiteren Details, die eine rege Bautätigkeit vermuten ließen.

Erneut können die Gebäude in bis zu fünf Stufen aufsteigen, wenn man die Bedürfnisse der Bewohner erfüllt. Allerdings haben die Entwickler auch hier an der optischen Repräsentation dieses Aufstiegs gespart. Es sind kaum noch Veränderungen an den Gebäuden zu erkennen. Wo sich im ersten Teil noch heruntergekommene Absteigen mit der Zeit zu luxuriösen Anwesen entwickelt haben, lassen sich jetzt allenfalls Detailveränderungen feststellen. Diese tauchen auch einfach so auf. Eine schicke Animation, die einen Umbau verdeutlicht, gibt es nicht mehr.

Ein weiteres Problem der Bauzonen ist die häufig nicht nachvollziehbare Nachfrage nach bestimmten Gebieten. Erneut zeigt uns eine Balkenanzeige, ob die Leute in der Stadt gerade dringend neue Industrie- oder Wohnflächen benötigen. Mit einem Klick auf die Anzeige können wir sogar ein Fenster mit Detailangaben öffnen, in dem uns Hinweise wie die Verfügbarkeit von Arbeitskräften als Begründung für die Nachfrage präsentiert werden. Allerdings stimmen diese Angaben häufig nicht mit dem Überein, was wir in unserer Stadt beobachten. So haben wir eigentlich ständig maximale Nachfrage nach Gewerbe und Industrie. Schauen wir aber unsere Betriebe einmal genauer an, sind häufig bei vielen Industrieunternehmen sehr viele Stellen frei und dem Gewerbe fehlt es an Kunden, obwohl wir sie umgeben von Wohngebieten platziert haben.

Einblick in das Straßenbau-Tool mit Hilfslinien. Quelle: Paradox Interactive

Komplexes Straßenpuzzle

Zwischen all den Zonen und Gebäuden liegen die Adern einer Stadt - die Straßen. Das Spiel bietet in dem Bereich wieder eine breite Auswahl an unterschiedlichsten Typen und Formen. Von der kleinen Gasse, über eine übliche Hauptstraße mit zwei Spuren in jede Richtung, bis hin zu gewaltigen achtspurigen Hauptverkehrsachsen. Dazu kommen noch Schnellstraßen und die dafür benötigten Anschlusskreuze.

Für die effektive Verlegung der Asphaltbänder haben die Entwickler die dazugehörigen Tools noch ein wenig aufgebohrt und verfeinert. So können wir jetzt noch genauer steuern, an welchen Elementen oder Hilfslinien eingerastet werden soll oder wie Kurven verlaufen. Sehr schick ist auch die Möglichkeit, automatisch parallel verlaufende Straßen zu verlegen, was besonders für Autobahnen hilfreich ist. Den größten Komfortzuwachs gibt es aber beim Bau von Kreisverkehren. Während das im ersten Teil noch eine sehr fummelige Angelegenheit war, wählen wir nun einfach die gewünschte Größe und klicken auf eine Kreuzung, die sich dadurch automatisch in einen Kreisverkehr verwandelt.

Damit das rege Treiben auf den Straßen auch besser funktioniert, haben die Entwickler das Verkehrssystem überarbeitet. In der Theorie sollen sich die Fahrzeuge dadurch intelligenter an die Verkehrsverhältnisse anpassen. In der Praxis erzeugt das aber auch unnötig Probleme. Wir hatten während des Aufbaus unserer Stadt eigentlich permanent mit nicht nachvollziehbarem Verhalten des Verkehrs zu kämpfen. So reicht es schon aus, wenn sich ein Auto plötzlich entscheidet, wenden zu wollen, aber aufgrund von Verkehr auf der Gegenspur das Manöver nicht abschließen kann, um einen gewaltigen Stau zu verursachen. Es entstehen auch gerne Staus auf der kompletten Breite einer vierspurigen Straße, nur, weil es in der Rechtsabbiegerspur nicht vorangeht. Das liegt daran, dass sich selbst kurz vor der Kreuzung noch Fahrzeuge in der ganz linken Spur dazu entscheiden rechts abbiegen zu wollen und schon ist die ganze Straße blockiert, auch für alle, die eigentlich nur geradeaus wollen.

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BikeRider Stille/r Leser/in
        Man hätte das Spiel halt besser und ausgiebiger Testen sollen und evtl. sechs oder zwölf Monate Verzögerung in kauf nehmen sollen.
        Gibt aber halt genügend Gamer, die sich zum Release gern zum Beta-Tester machen lassen.
        Jetzt wird wieder nach Release gepacht, bis die Schwarte kracht.
        :-D Danke an allen Beta-Testern. Ich kaufe mir das Spiel evtl. zwölf Monate nach Release zum Sale, wenn die Performance stimmt und die meisten Bugs behoben sind.
      • Von BikeRider Stille/r Leser/in
        Man hätte das Spiel halt besser und ausgiebiger Testen sollen und evtl. sechs oder zwölf Monate Verzögerung in kauf nehmen sollen.
        Gibt aber halt genügend Gamer, die sich zum Release gern zum Beta-Tester machen lassen.
        Jetzt wird wieder nach Release gepacht, bis die Schwarte kracht.
        :-D Danke an allen Beta-Testern. Ich kaufe mir das Spiel evtl. zwölf Monate nach Release zum Sale, wenn die Performance stimmt und die meisten Bugs behoben sind.
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Ich habs trotzdem gerade gekauft, hab noch Urlaub und ein Spieleloch, außer Last Epoch, macht mir gerade nicht viel Spaß und ich will was zum gemütlich nebenher Spielen. Ich glaube aber das Spiele dieser Art generell ein Problem haben je größer die Stadt wird. Bei Highrise City sagte der Entwickler mal, das ab einer bestimmten Größe man halt einen NASA Rechner braucht und das obwohl er auf Grund seines Berufes schon gelernt hat resourcenschonend Programmieren steht an erster Stelle und. CS 1 war und ist ja auch bis heute nicht gerade Top, was die Bildrate angeht. Dieser Umstand das Teil eins auch nie so wirklich optimiert wurde, lässt mich allerdings nicht optimistisch auf Teil zwei schauen, das es hier besser wird. Aber ok, dann darf mal eine Beta bei mir reifen, man hätte ja auch ein EA machen können und keiner hätte was gesagt.
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Das Lustige ist ja. Wie wir im Beitrag schreiben, GAB es während unseres Testzeitraums bereits einen Patch, der noch nicht ganz fertig war, aber laut Hersteller angeblich schon die Richtung in der Performance zeigen sollte.

        Nur hat sich halt so gut wie nichts geändert, als wir den aufgespielt hatten. ^^
        Neben unserem Tester Matthias durfte ich bereits ebenfalls reinspielen.
        Mein privater Rechner werkelt mit einem Ryzen 3600, einer RTX 3060 und 32 GB RAM. Damit befeuere ich einen WQHD-Bildschirm. Das Spiel steht auf mittleren Einstellungen.
        In meiner 25k-Einwohner-Stadt bin ich jetzt in mittlerer Zoomstufe mit Blick auf die Stadt bei 15 FPS mit stetigen Einbrüchen nach unten.
        Gestartet bin ich mit Ach und Krach 30 FPS. Im 20er-Bereich fand ich es durchaus noch spielbar, weil ein Aufbauspiel eben auch gemächlich sein darf. Aber mittlerweile bin ich echt an dem Punkt angekommen, wo ich nicht weiterspielen mag, weil die FPS so keinen Spaß mehr machen.
        Klar, könnte ich die Grafik oder die Auflösung runterdrehen, aber das sehe ich ehrlich gesagt nicht ein. Das rechtfertigt die gezeigte Technik bzw. das Spiel an sich einfach nicht.
        Nachdem ich den Patch aufgespielt habe, hat sich imo auch echt nicht viel verändert. Vielleicht läuft es jetzt etwas flüssiger zum Start einer Stadt. Aber das ist eher gefühlt, als gemessen, so dünn ist der Unterschied.

        Aber wie gesagt: Der Patch war noch nicht final. Schauen wir mal, wie es morgen läuft.
        Viel erwarte ich allerdings nicht wirklich.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von Kristian
        Der Schaden ist aber schon angerichtet. Dann nicht wundern, dass lieber einfache Handy-Hirnlos-Games produziert werden für Leute mit IQ der Zimmertemperatur.
        Was sollen die Tester denn nun tun?

        Wenn sie sagen "wird bestimmt noch gepatched" dann haben wir (und hatten auch schon wiederholt) die Diskussion dass sie viel zu gnädig sind, denn zu bewerten ist das, was vom Publisher freigegeben worden ist und fertig.

        Jetzt ist es auch nicht recht...
      • Von MidlifeGamer NPC
        Zitat von michinebel
        Ich werde mir auch erstmal die GamePass Version anschauen wies läuft, wollte es mir eigentlich schon kaufen aber die kritischen Stimmen gerade in Bezug auf Details und Performance schrecken dann doch eher ab.
        So sehe ich das auch. Hatte mir sogar die Premium Version vorbestellt und jetzt doch noch mal storniert. Vorerst bleibe ich bei Teil 1.
      Direkt zum Diskussionsende
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