Child of Light im Test: Simples Spielprinzip; PC-Umsetzung
Im Test zu Child of Light begaben wir uns auf die Reise durch eine malerisch gestaltete Rollenspielwelt. Kaum ein Abschnitt des Spiels gleicht dem anderen, und die handgezeichneten Hintergründe sprühen nur so vor Charme. Ob Child of Light auch spielerisch überzeugt, lest ihr in unserem ausführlichen Test.
Simples Spielprinzip
Ebenfalls etwas simpel geraten ist das rundenbasierte Kampfsystem, bei dem stets zwei eurer Mitstreiter auf einmal in die Schlacht ziehen: Jede Aktion benötigt eine andere Zeitspanne auf der Leiste am unteren Bildschirmrand, die sich anschließend erst wieder füllen muss. Ihr müsst also zum Beispiel abwägen, ob ihr lieber schnell, aber schwach, oder langsam und dafür stark angreifen wollt. Zusätzlich steht euch euer blauer Begleiter Igniculus auch in den Schlachten bei: Wie im freien Feld scheucht ihr ihn unabhängig vom restlichen Kampfgeschehen über den Bildschirm, sammelt in Büschen verborgene Energie ein und könnt eure Feinde mit seiner Hilfe sogar verlangsamen. Diese Aktion benötigt jedoch spezielle Energie, die sich anschließend erst wieder langsam aufladen muss.
Das Kampfsystem funktioniert, die Gefechte sind aber durch die Bank sehr einfach geraten - inklusive der einander im Aufbau sehr ähnelnden Bosskämpfe. Hier müsst ihr stets zuerst die zwei Helferlein des Obermotzes auf die Birne hauen, bevor ihr dem Fiesling selbst Saures gebt. Jedoch: Man merkt dem Spiel an, dass es nicht den Anspruch an sich stellt, ein komplexes Spielerlebnis zu bieten. Stattdessen wird bewusst auf Zugänglichkeit und die Vermittlung einer ansprechenden Atmosphäre gesetzt. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet macht Child of Light alles richtig. Übrigens ist das Spiel auf allen Plattformen in einer Standard- und einer Special Edition erhältlich: Die normale Fassung schlägt mit knapp 15 Euro zu Buche und kann rein digital erstanden werden. Die Special Edition ist um 20 Euro im Laden erhältlich und enthält neben dem Download-Code für das Spiel einige Goodies wie ein Poster, ein Artbook, einen Schlüsselring und digitale Bonus-Inhalte. Für nur fünf Euro mehr eine lohnenswerte Anschaffung!
Die PC-Umsetzung: Steuerung, Grafik und Kopierschutz
Quelle: PC Games
Child of Light - Bilder der PC-Fassung des 2D-Rollenspiels
Steuerung: Auch auf dem PC spielt sich Child of Light sehr angenehm. Ihr steuert Aurora mit den Tasten W, A, S und D, während Igniculus bequem mit der Maus bewegt wird - das ist zunächst ungewohnt, klappt aber nach ein paar Minuten problemlos. Gerade in den Rundenkämpfen ist man durch die Maus-Steuerung sogar etwas flotter als mit dem Gamepad. Die Tastenbelegung lässt sich zudem frei ändern. Wer mag, kann aber natürlich trotzdem ein Xbox-360-Pad (oder vergleichbares Modell) anschließen. Angenehm: Wenn ihr im lokalen Koop-Modus spielen möchtet, könnt ihr die bevorzugte Eingabemethode für Aurora und Igniculus einzeln bestimmen - beispielsweise wird die Heldin mit dem Xbox-360-Pad gesteuert und der leuchtende Begleiter mit der Maus.
Einziger Nachteil am PC: Die Menüs (u.a. das Mini-Inventar, in dem man Upgrade-Steinchen einsetzt) sind mit Maus und Tastatur etwas umständlich zu bedienen.
Grafikoptionen sind rar gesät: Ihr könnt die Auflösung umstellen und die Helligkeit bestimmen, zwischen Vollbild und Fenstermodus wechseln, außerdem lässt sich auf schwächeren System die Flüssigkeitssimulation abschalten. Mehr ist aber auch nicht nötig - das Spiel läuft flüssig, Tearing oder pixelige Kanten sind uns im Test überhaupt nicht aufgefallen.
Als Kopierschutz kommt entweder Steam oder Uplay zum Einsatz. Laut Ubisoft ist man also nicht gezwungen, den umstrittenen Uplay-Dienst zu nutzen, wenn man Steam bevorzugt. Da wir die Steam-Version aber noch nicht testen konnten, werden wir das nochmal zum Release von Child of Light überprüfen.
UPDATE: Gut, dass wir nochmal nachgeschaut haben! Mittlerweile konnten wir auch die Steam-Version spielen - entgegen früherer Aussagen benötigt auch diese Fassung einen Uplay-Account. Ebenso muss Uplay stets zum Spielen gestartet werden. Eine PC-Fassung ohne Uplay-Bindung gibt es also nicht.
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das würde mich vermutlich ich auch mit m/t und 2 analogsticks leicht überfordern.
im video wirkt das eher so, als wäre das nur in ausnahmefällen mal so.
vielleicht könnt man das igniculus auch einfach ein wenig mehr automatisieren? so wirklich viel scheint das vieh ja eh nicht zu machen.
ich bin immer noch der meinung, dass ubi das irgendwie hinbekommen hätte.
Von daher hat man in der Regel sogar genug Zeit das Kind vom Schoss zu nehmen und neben sich zu stellen um dann via Maus Igniculus zu steuern oder halt via Tastatur Aurora. Aber eigentlich ist das gar nicht nötig, da Aurora mit WASD vom Papa ODER den Pfeiltasten vom Kind gesteuert werden kann während die Mama wenn sie Lust hat zur Maus greift um zu helfen.
Fast alles ist auch rein über Tastatur (also mit Aurora) zu schaffen. Nur wenige Kisten/Rätsel erfordern zwingend Igniculus.
Und mit Aurora allein kann man vielen Kämpfen nicht aus dem Wege gehen.
Noch mehr Automatisieren würde ihn höchstens überflüssig machen.
Doch er soll ja dem Kind den Weg zeigen bzw. Aurora die Richtung weisen. Oder er findet Gegenstände und hilft manchmal versehentlich während Papa/Mama spielt. (Wenn das Kind mit der Maus umgehen kann, was Mädchen in der Regel etwas schwerer fällt als Jungs.)
Andererseits machen die Kämpfe den Kindern aber auch Spaß beim Zusehen, weil sie a) mitfiebern wer als nächstes dran ist, b) das Spiel dann auch pausiert und sie so c) mit überlegen/entscheiden können wer jetzt wie/womit angegriffen werden soll(te). Außerdem hagelt es immer wieder danach Stufenaufstiege der verschiedenen Partymitglieder (Schon sehr schnell, ich glaube im 2. oder 3. Level, hat man eine Gruppe aus 6 Mitgliedern.) Und der Erfahrungsbaum bietet in der Regel "nur" 3 Wege die leicht verständlich sind. Was auch 4-jährige selten überfordert).
Wie ich bereits vorhin schrieb, ist das Spiel für Klein- und Grundschulkinder gedacht. Wobei erstere natürlich Eltern haben sollten die nicht nur ihre Ruhe vor dem Balg haben wollen... Erwachsene (und da wohl eher Frauen) finden den Zeichenstil und die detailverliebte Machart entweder ansprechend und werden dann auch das leicht von der Hand gehende Spiel / interaktive Märchen genießen ODER ABER können damit gar nix anfangen. Im zweiten Fall sollte man einfach die Finger von Child of Light lassen.
Auf einem 3DS würden viele Details nicht zur Geltung kommen, doch via Button (z.Bsp. Portrait) zum Umschalten zwischen der Steuerung Auroras und Igniculus' würde es sicher auch dort "funktionieren". Aber es wäre schade um ein so schönes Spiel es auf Mini-Auflösungen zusammenzustauchen.
Von daher: Viel Spaß damit. Wir haben ihn seit sich meine Tochter das Spiel zum 5. Geburtstag gewünscht hat, nach dem wir die Demo gespielt haben...
Diese ganzen Feinheiten machen Child of Light zum optimalen Eltern-Kind-Erlebnis. Ich denke idealerweise wenn das Kind so zwischen 3 und 6 Jahren alt ist. Und ältere Kinder freuen sich über die zahllosen Details wie Krähen von denen jede bereits in der Demo etwas anderes kräht ("Kra.", "Krah krah." etc.) oder Auroras Haare die nicht nur der Wind durcheinander weht, sondern auch Igniculus oder Aurora selbst wenn sie sich bewegt.
Ich denke diese Themen kamen hier im Test viel zu kurz und dem Spiel wird mit der Formulierung "wenig Tiefgang" unrecht getan. Denn solch durchdachte Steuerung und die Vielzahl der Details stellt Programmierer und Designer vor nicht wenige Herausforderungen. Atmosphäre ist dann "nur" das Endergebnis all dieser Tiefe die das Spiel ausmacht.
An vielen Erwachsenen geht das nur aufgrund ihrer Lebensweise vorbei... Schade eigentlich.
Oder was meint ihr?
jaja, als ösi in deutschland hat mans nicht leicht. kann ich mir vorstellen.
mein ehrlich empfundenes beileid. :-|:-D
ach ja - willkommen bei pcgames (du bist doch neu, oder?)
Klar - und du solltest mich erstmal hören, wenn ich Mathematik sage! Ich verständige mich in der Redaktion mittels Zeichensprache mit den Kollegen. Anders geht's nicht.