Hennen flennen
Sneaky: Die Henne tastet sich unauffällig am Haus entlang, um eine bessere Sicht auf den Verbleib der bissigen Köter zu erhaschen.
Wenn Hennen rennen, ist das Kinopublikum verzückt und der PC-Spieler bestürzt. Die Flucht aus dem Hühner-Knast verkommt zur freudlosen Hatz nach Gegenständen, die ein McGyver-Verschnitt zu Ausbruchsutensilien verwurstet. Wer sich beim Sammeln des Krams von den herumstreunenden Kötern beißen lässt, wird schnurstracks zum Levelanfang teleportiert und steht mit leeren Händen da. Aufgrund einer unberechenbaren KI und unglücklicher Kameraperspektiven verkommen die Ausreißmanöver aber zum Glücksspiel. Aus der Vogelperspektive bleibt der Überblick wegen der geringen Auflösung von 640x480 Pixel nämlich zumeist auf der Strecke. Die Henne muss sich also zwangsläufig auf ihren Kompass stützen, der die Kläffer als Punkte kennzeichnet und deren Sichtkegel darstellt. Alternativ schleicht man sich an den Ställen entlang und lugt um Ecken, um einen Blick auf die Kontrahenten zu werfen. Wer entdeckt wird, flüchtet sich als letzte Rettung rasch in einen Hühnerstall. Dort halten Sie Smalltalk mit anderen Leidensgenossen, vertreiben sich die Zeit mit Minispielchen oder speichern das Spiel.
