Castlevania: Rondo of Blood - Der erste Auftritt von Richter Belmont im Rückblick!

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Special Christopher Holler - Autor Stefan Wilhelm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Castlevania: Rondo of Blood - Der erste Auftritt von Richter Belmont im Rückblick!
Quelle: PC Games

Um uns auf Castlevania Nocturne einzustimmen, werfen wir einen Blick auf das erste Abenteuer von Richter Belmont. Die Netflixserie basiert nämlich auf einem über 30 Jahre alten Spiel! Wie sich Rondo of Blood heute anfühlt und welche Version die beste ist, klären wir in diesem Retro-Special.

Im Jahr 2021 endete die beliebte Netflixanimationsserie Castlevania, die auf Konamis beliebter Spielereihe basiert. Die Geschichte um Vampirjäger Trevor Belmont, Halbvampir Alucard und Magierin Sypha Belnades überzeugte jedoch nicht nur als gelungene Gaming-Adapation. Vielmehr zeichnete sich die Serie mit interessanten Figuren, hoher Brutalität, vulgärem Humor und massenhaft epischen Momenten aus. Nach vier Staffeln fand Castlevania auf dem Streaminganbieter somit ein Ende. Umso größer war daraufhin die Freude der Fans, als wenig später ein Spin-Off der Serie mit Richter Belmont, einem Nachfahren von Trevor, angekündigt wurde.

Somit erscheint Castlevania Nocturne am 28. September auf Netflix.. Die Serie beschäftigt sich erstmals mit der Ursprungsgeschichte von Richter Belmont. Der Vampirjäger in Blau erfreut sich unter Fans der Spielereihe großer Beliebtheit. Doch woher kommt diese Beliebtheit? Um das herauszufinden, schauen wir uns seinen ersten Auftritt nochmal an. Richter debütierte nämlich 1993 in Castlevania: Rondo of Blood, das damals Japan-exklusiv für die PC-Engine-Konsole erschien. Inzwischen kann man es, wie wir für diesen Rückblick, allerdings auch auf der Playstation 4 und 5 spielen. Dort erschien es als Castlevania Requiem im Bundle mit dem Kult-Klassiker Symphony of the Night. (Hier gibt's ein ausführliches Retro-Special zu Castlevania: Symphony of the Night)

Worum genau geht es bei Castlevania eigentlich? Seit 1986 bahnen sich Spieler in dieser Reihe von Entwickler Konami den Weg durch das Schloss von Vampirfürst Dracula. Dieser ist in der Regel auch der Endgegner. Der Plot entnimmt daher lose Elemente aus dem Buch von Bram Stoker, aber implementiert auch Elemente aus der griechischen Mythologie in das in der Regel mittelalterliche Setting. Meistens ist der Protagonist ein Mitglied des Belmont-Clans, der mit einer Morgenstern-artigen Peitsche aus Familienbesitz ausgerüstet ist. Diese erweist sich als äußerst hilfreich beim Abwehren von Monstern und Vampiren.

Der Anfang von Castlevania auf dem NES, bei dem Simon Belmont das Schlossgelände betritt Quelle: PC Games Neben dieser Peitsche stehen auch sogenannte Subweapons zur Verfügung. Das sind in der Regel Projektile wie beispielsweise das Bumerang-artige Kreuz, die in hohem Bogen fliegende Axt oder das Weihwasser, das auf dem Boden Flammen verursacht. Diese können anders als die Peitsche nur begrenzt genutzt werden. Mit dem Einsammeln von Herzen sammelt man in Castlevania nämlich keine Lebensenergie, sondern Munition für die Subweapons. Die Heilungsitems in Form von Fleisch verstecken sich hingegen oft in bestimmen Wänden, die sich mit der Peitsche zerstören lassen.

Rondo of Blood wird von Fans oft als der beste 2D-Platformer der Reihe angesehen, in dem man sich von Level zu Level kämpft. In späteren Teilen der Reihe, wie Symphony of the Night, das 1997 für die PS1 erschien, wurde die Welt offener und regte mehr zum Erkunden an, was heutzutage als Metroidvania bekannt ist. Auch das Implementieren von Rollenspielelementen ist bezeichnend für die Metroidvanias von Konami. Das klassische Level-zu-Level-System wie in Rondo of Blood wird häufig als Classicvania bezeichnet. Es sollte auch das eines der letzten dieser Art sein, da sich Konami angesichts des Erfolgs von Symphony of the Night danach mehr auf Metroidvanias fokussieren würde.

Ein geheimer Weg in Castlevania: Harmony of Dissonance öffnet sich Quelle: PC Games Die Ereignisse von Rondo of Blood finden im Jahr 1792 statt, als Dracula mithilfe eines Kults um den Priester Shaft wiederbelebt wird. Daraufhin werden einige junge Frauen auf sein Geheiß entführt, um dem Vampir als Nahrungsquelle zu dienen. Darunter ist auch Annette. Je nach Version des Spiels ist sie Richters Freundin oder Verlobte, doch unabhängig davon motiviert ihre Entführung den 19-Jährigen Belmont, in den Kampf gegen die Schrecken der Nacht zu ziehen. So kämpft sich Richter mithilfe seiner Peitsche namens Vampire Killer durch Draculas Schloss, um letzten Endes Annette zu befreien und dem Blutsauger entgegenzutreten.

Der hohe Produktionsaufwand, der in Rondo of Blood geflossen ist, fällt bereits in den ersten Minuten des Spiels auf. Das Setting wird mithilfe einer vorgerenderten Sequenz gesetzt und auch die Sprachausgabe weiß zu überzeugen. Die Zwischensequenzen in Rondo of Blood sind auch noch heute ansehnlich, obwohl die Dialoge hin und wieder etwas cheesy sind.

Mit 14 individuellen Leveln ist es eines der umfangreichsten Classicvanias, nachdem Castlevania für das NES im Jahr 1986 nur sechs Level zu bieten hatte. Einige Level haben zudem mehr als einen Ausgang, wodurch sich die Route zum Schloss des Grafen drastisch ändern kann. Diese sind mal mehr und mal weniger gut versteckt, was zum genauen Erkunden der Level anregt. Richter kämpft sich unter anderem durch eine Stadt in Flammen, den Schlossgarten, den Friedhof, die Eingangshalle, das Verließ, den Uhrturm und sogar ein Geisterschiff, bis er im Thronsaal dem Schlossherrn gegenübertritt.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Munque Anfänger/in
        Ich habs auf der PC Engine Mini( jap).Was für mich die jap Original Version zur interesanntesten macht ist das komplett deutsch eingesprochene Intro auf einem Jap Engine der hier ja nicht für Deutschland raus kam ?Mindblowing?Und das Intro ist sehr cool?
      • Von Munque Anfänger/in
        Ich habs auf der PC Engine Mini( jap).Was für mich die jap Original Version zur interesanntesten macht ist das komplett deutsch eingesprochene Intro auf einem Jap Engine der hier ja nicht für Deutschland raus kam ?Mindblowing?Und das Intro ist sehr cool?
      • Von christopher-holler Autor
        Der SNES-Teil ist auch nicht wirklich schlecht. Es sieht genauso gut aus wie sein Vorbild und bietet eine ähnliche Experience. Im Vergleich zu RoB ist er aber in ziemlich jedem Punkt unterlegen. Es sind nicht nur weniger Level, sondern auch mehr frustrierende Passagen enthalten. Die Musikstücke sind zwar fast die gleichen, aber halt in SNES-Quali. Auch die Zwischensequenzen sind eher meh.
        Das Gameplay beim PSP-Remake ist auch wirklich gut. (Ist ja auch praktisch genauso wie beim Vorbild) Vor allem viele der Neuerungen waren eine starke Herausforderung. (z.B. Dracula Phase 3) Leider fand ich Musik und manche Entscheidungen beim Grafikstil enttäuschend.
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Großartiger Serienteil auf dem Turbografx. Mir gefällt aber auch die alternative Version, Vampires Kiss sehr gut, welche mMn komplett zuunrecht als halbgarer Port verunglimpft wird. Mehr ist es mit seinen komplett anderen Levels ein komplett anderes Spiel, halt mit derselben Geschichte.
        Auch das Remake auf PSP fand ich sehr gelungen, vA, dass SotN und das aOriginal als freischaltbare Boni drauf waren, war klasse, aber auch, dass man dann mit den Mädels zocken konnte, fand ich gelungen.
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