Keine Marktmacht
Wohngebäude und Dienstleistungsunternehmen sind vorgegeben, nur die Produktionsbetriebe werden selbst gebaut.
Die Programmierer von Capitalism 2 haben es sich nicht leicht gemacht. Das Ziel war, die komplette Wirtschaft mehrerer Städte zu simulieren, also zahlreiche Wirtschaftszweige mit all ihren Roh- und Endprodukten, ihren Verkaufsstätten und Dienstleistern, dazu den Finanzsektor und den privaten Konsum. In diesem System soll der Spieler beispielsweise Monopole in einem Wirtschaftszweig errichten, an der Börse sein Glück machen oder als Einzelhändler seine Lieferanten erpressen. Dass sich bislang kein Softwarehaus ernsthaft an ein solches Produkt gewagt hat, liegt weniger an der komplexen Mathematik, denn die ist in jedem Volkswirtschaftsbuch nachzulesen. Vielmehr scheitern solche Spiele an der Benutzeroberfläche: Wenn diese nicht mit wenigen Mausklicks Fragen beantworten kann, wo ein Rohstoff am kostengünstigsten zu kaufen sei, ob man ihn besser selbst produzieren solle und welches Werk noch freie Kapazitäten hätte, dann machen auch die durchdachtesten Missionen keinen Spaß. Genau daran scheitert Capitalism 2: Die Oberfläche zeigt zwar riesige bunte Knöpfe und eine belebte Stadt, die wirklich wichtigen Informationen verbergen sich aber (wenn überhaupt) an viel zu schwer zu findenden Menüpunkten.

Na, einer liests ja anscheinend ;P
EDIT:
Was mir grad noch aufgefallen ist... andere Gamesportale bewerten das Spiel auch _deutlich_ besser. IGN.com mit 9,0/10, dort als Leserbewertung auch 9,5.
Es kommt drauf an, wie man bewertet, und nach welchen Kriterien. Ich finds "schön komplex", der Tester hier fands wohl "zu komplex".
Ich finde Capitalism zeigt BWL/VWL at it's best! Keine andere Simulation kommt so gut an die Realität ran! Für mich die ungekrönte #1
Ich finde Capitalism zeigt BWL/VWL at it's best! Keine andere Simulation kommt so gut an die Realität ran! Für mich die ungekrönte #1