Call of Duty WW2 im Test: War-Modus, Mehrspielergefechte, Fazit und Wertung

55
Test Matti Sandqvist Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Call of Duty WW2 im Test: War-Modus, Mehrspielergefechte, Fazit und Wertung
Quelle: Activision

Call of Duty WW2: In unserem Test sagen wir euch, wie gut uns die Kampagne, der Mehr- und der Zombie-Modus auf der PS4 gefallen haben.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Doch wie die anderen Ableger der Reihe, hat CoD: WW2 noch viel mehr in petto - allen voran seinen prall gefüllten und gelungenen Mehrspielerpart, der dank des neuen War-Modus unheimlich viel Spaß macht. Insgesamt gibt es zum Start aber leider nur drei Karten für die teambasierten Kriegs-Gefechte, die für 12 Spieler ausgelegt sind. Die Partien sind stets in drei Phasen aufgeteilt, in denen die Angreifer bestimmte Aufgaben innerhalb einer festgelegten Zeit erfüllen müssen. Wenn die Verteidiger dies verhindern, ist der Kampf vorbei. Tickets oder andere Siegesbedingungen, wie etwa in der Battlefield-Reihe, gibt es hier hingegen nicht. Auf einer der Karten namens Operation Griffin müssen wir etwa aufseiten der Angreifer in der ersten Phase drei Tiger-Panzer zu einem Ziel eskortieren. Dabei sollte man beachten, dass die Stahlkolosse zwar nicht zerstört werden können, aber sich nur dann fortbewegen, wenn Teammitglieder in ihrer Nähe sind. Hier kann man natürlich als Team gut taktieren, indem man sich aufteilt und so mehrere Panzer zeitgleich eskortiert. Sobald die Panzer das erste Ziel erreicht haben, geht es darum, für einen der Tiger Benzin zu beschaffen. Den Treibstoff müssen wir allerdings aus dem feindlichen Lager stibitzen und anschließend die vollen Kanister zum Panzer bringen. Man merkt: Die zweite Phase hat eine gewisse Ähnlichkeit mit klassischen Capture-the-Flag-Gefechten. In der letzten Phase müssen wir als Angreifer unseren letzten Tiger zu einer Brücke begleiten. Hier funktioniert die Spielmechanik identisch zur ersten Phase: Erst wenn wir oder einer unserer Teamkameraden in der Nähe des Stahlkolosses steht, bewegt er sich weiter. Da die Schießereien in der letzten Phase so gut wie immer an einer Stelle stattfinden, könnten sie mitunter etwas chaotisch wirken. Doch wer selbst mal eine Runde gespielt hat, wird erstaunt sein, wie weit man mit einer vernünftigen Teamtaktik kommt - auch in Phase 3.

Call of Duty WW2 im Test: Divisionshauptquartier

Die zweite große Neuerung für den Mehrspielermodus sind die Divisionen. Die Entwickler haben für den neuen Ableger das Pick-10-Fortschrittssystem abgeschafft und lassen uns nun stattdessen zwischen fünf unterschiedlichen Waffengattungen auswählen. Dadurch entscheiden wir uns für bestimmte Boni und bevorzugte Waffen in den Mehrspielerpartien. So bekommt die Infanterie zum Beispiel Vorteile für den Einsatz von Karabinern, aber ebenso Perks, die uns etwa vor Gefahren warnen oder das Sammeln von Punkten für einen Killstreak nicht durch einen Bildschirmtod abbrechen lassen. Die Gebirgsjäger sind hingegen Sniper-Spezialisten, die von ihren Tarnfähigkeiten profitieren. In den Partien selbst verdienen wir durch Stufenaufstiege Tokens, mit denen wir diese Talente bekommen, aber ebenso neue Waffen oder gar eine zusätzliche Division freischalten können. Insgesamt verändert sich das Balancing im Vergleich zu den Vorgängern durch die Umstellung auf das Divisions-System kaum, aber unserer Meinung nach passt die Veränderung hervorragend zum Setting.
Das Hauptquartier ist der neue Social-Bereich im Mehrspielermodus. Quelle: PC Games Das Hauptquartier ist der neue Social-Bereich im Mehrspielermodus.

Ähnlich verhält es sich auch mit den neuen Headquarters. Der frisch für CoD: WW2 eingeführte soziale Bereich hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Turm von Destiny, in dem man zwischen den Einsätzen auf andere Spielercharaktere trifft. Zudem wählen wir in den Headquarters auch besondere Herausforderungen für die Partien aus, wodurch wir schlussendlich neue Skins für unsere Waffen freischalten können. Ebenso können wir hier Lootboxen öffnen, die unserer bisherigen Erfahrung nach nur kosmetische Veränderungen für die Mehrspielerpartien bringen. Obendrein gibt es noch einen Übungsbereich, wo wir unsere Killstreaks ausprobieren können. Insgesamt bringt der soziale Bereich unserer Meinung nach aber nicht viel mehr als ein wenig mehr Atmosphäre für den Mehrspielermodus.

Call of Duty WW2 im Test: Zu Fuß gegen Zombies

Die neun Mehrspielerkarten für die Standard-Modi sehen gut aus und bieten viel Abwechslung. Quelle: PC Games Die neun Mehrspielerkarten für die Standard-Modi sehen gut aus und bieten viel Abwechslung. Sonst unterscheidet sich der Mehrspielermodus von den Zukunftsablegern durch das Motto "Boots on the Ground". Für Mehrspielergefechte, die im Zweiten Weltkrieg angesiedelt sind, passt es unserer Meinung nach auch, dass unsere Füße stets auf den Boden bleiben (natürlich von kurzen Sprüngen abgesehen). Die insgesamt neun Karten und acht altbekannten Spielmodi wie Team Deathmatch, Kill Confirmed oder Hardpoint funktionieren richtig gut dank des Old-School-Ansatzes und sorgen am Ende dafür, dass es wieder verstärkt auf die Schießkünste der Spieler ankommt. Auch vom Aufbau und vor allem Aussehen der Maps waren wir begeistert und so würden wir ebenfalls den kompetitiven Mehrspielermodus von Call of Duty: WW2 zu den besten der renommierten Reihe zählen. Schlussendlich hat es uns lediglich gestört, dass der frische War-Mode zum Start nur drei unterschiedliche Maps bietet - hier müssen DLCs nach dem Release-Termin unbedingt für Nachschub sorgen!

Das dritte schlagkräftige Verkaufsargument für CoD: WW2 ist wie schon bei den letzten Vorgängern der Zombie-Koop-Modus für bis zu vier Spieler. Dieses Mal kämpfen wir - wer hätte es gedacht - gegen Nazi-Untote und müssen zudem mal wieder viele Rätsel lösen. Thematisch ist die erste spielbare Karte "The Final Reich" in einem verlassenen Dorf angesiedelt, in der es einen mysteriösen Bunker gibt. Damit wir überhaupt in die Betonhöhle gelangen, gilt es erst einmal für die nötige Energie zum Aufmachen des elektrischen Tores zu sorgen. Im Bunker angelangt, erwartet uns ein Forschungszentrum eines verrückten Nazi-Wissenschaftlers, in dem wir zahlreiche Rätsel zwischen den beinharten Nazi-Zombie-Wellen lösen müssen. Während des Test-Events konnten wir insgesamt lediglich etwa einen Viertel der Karte absolvieren, entsprechend gehen wir von einer effektiven Spielzeit von deutlich mehr als fünf Stunden für den Koop-Modus aus.
Im Zombie-Modus kämpfen wir dieses Mal gegen Nazi-Untote und müssen zudem knackige Rätsel lösen. Quelle: PC Games Im Zombie-Modus kämpfen wir dieses Mal gegen Nazi-Untote und müssen zudem knackige Rätsel lösen.

Call of Duty WW2 im Test: Fazit, Meinung und Wertung

Insgesamt haben die Entwickler wieder einmal ein riesiges Paket für alle Ego-Shooter-Fans zusammengeschnürt, das dank der leichten Gameplay-Neuerungen in allen Bereichen so richtig Laune macht. Sowohl Singleplayer- als auch Multiplayer-Enthusiasten kommen mit Call of Duty: WW2 voll auf ihre Kosten. Schlussendlich bleibt einzig die Frage, ob man als Einzelspieler für die hervorragende, aber eben auch relativ kurze Kampagne so viel Geld ausgeben möchte. Wer aber ebenso viel Spaß an spannenden Mehrspielerpartien hat, muss sich die Frage gar nicht stellen.

Call of Duty WW2 im Test: Ersteindruck der PC-Version

In den vergangenen Jahren hatte die Call of Duty-Reihe mit so einigen technischen Problemen auf dem Windows-PC zu kämpfen. Daher waren wir mit Blick auf Ableger wie Modern Warfare 2 oder Advanced Warfare sehr gespannt darauf, wie nun die Performance von Call of Duty: WW2 auf unseren Gaming-Rechnern ausfällt. Und was sollen wir sagen: Auch hier wurden wir positiv überrascht! Auf einem i7-4790 @ 3,6 GHz mit 16 GB RAM sowie einer GTX 980 (4GB) konnten wir das Spiel in 1080p mit allen eingeschalteten Details ruckelfrei spielen (bereits im Bericht zur Beta gibt es Infos zu den minimalen Systemanforderungen). Ebenso haben wir in den Kampagnenmissionen bisher keinerlei schwerwiegende Bugs oder Abstürze erlebt und würden somit CoD: WW2 auf dem PC technisch eine sehr gute Note aussprechen. Wer sich genauer über die Performance der PC-Fassung informieren möchten, dem raten wir einen Besuch unserer Schwesternseite PC Games Hardware. Dort haben die Kollegen Philipp Reuther und Raffael Vötter sich ausgiebig mit der Technik für den Weltkriegs-Shooter beschäftigt und auch Benchmarks auf unterschiedlichen Hardware-Konfigurationen, auch zu Arbeitsspeicher oder Grafikkarten und Besonderheiten bei AMD Radeon bzw. Nvidia GTX, durchgeführt.
Screenshot aus der PC-Version von Call of Duty: WW2. (4) Quelle: PC Games Screenshot aus der PC-Version von Call of Duty: WW2. (4) Grafisch macht der Einzelspielermodus jedenfalls dank zusätzlicher Filter einen etwas besseren Eindruck als die Konsolenversion, jedoch würden wir nicht soweit gehen und sagen, dass der Spielspaß sich wegen der Optik deutlich erhöht. Auf eine endgültige Wertung wollen wir trotzdem noch verzichten, da wir uns den Mehrspielermodus auf dem PC noch nicht ausführlich haben anschauen können. Hier gab es bereits Meldungen über mögliche Cheater und ebenso beklagten sich manche Spieler über Verbindungsprobleme. Sobald wir selbst genug Erfahrung mit dem PC-Multiplayer-Partien gesammelt haben, werden wir eine finale Wertung für alle Plattformen aussprechen. (Call of Duty: WW2 in der Wikipedia.)

Meinung

Wertung zu Call of Duty: WW2 (PS4)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Abwechslungsreiche und grandios inszenierte KampagneOld-School-Spielmechaniken sorgen für neue HerausforderungenEinige besondere Missionen für SerienverhältnisseDie Charaktere der Kampagne lernt man gut kennenFahrzeugpassagen sorgen für AbwechslungGute HandlungUmfangreicher MehrspielerpartHerausfordender Zombie-ModusWar-Gefechte machen unglaublich viel SpaßSchön gestaltete Multiplayer-MapsSehr viele unterschiedliche WaffenStarke Tonkulisse
Einzelspielerkampagne wie immer etwas kurz geratenLineares Missionsdesign in der KampagneSchwache KI-GegnerGrafisch nicht immer auf der Höhe der ZeitZu wenige Karten für den neuen War-Modus
55
  1. Seite 1 Call of Duty WW2 im Test: Kampagne und Gameplay-Neuerungen
  2. Seite 2 Call of Duty WW2 im Test: War-Modus, Mehrspielergefechte, Fazit und Wertung
    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Celerex Mitglied
        Zitat von USA911
        Mir fällt da Spontan Aachen ein, die von der Wehrmacht zurück erobert wurde und dann wieder befreit werden musste, sowas könnte man doch auch mal verwenden, statt immer nur das selbe Szenario.
        Aachen ist ein Schauplatz in einer Mission im neuen COD. ;-)
      • Von Celerex Mitglied
        Zitat von USA911
        Mir fällt da Spontan Aachen ein, die von der Wehrmacht zurück erobert wurde und dann wieder befreit werden musste, sowas könnte man doch auch mal verwenden, statt immer nur das selbe Szenario.
        Aachen ist ein Schauplatz in einer Mission im neuen COD. ;-)
      • Von USA911 Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Er meint vermutlich Missionen. D-Day dabei, Rheinüberquerung oder Brücke von Arnheim ?

        Meistens beschränken sich die Missionen bei einem WW2-Spiel, bei einer US-Firma die auf US-/Weltmarkt schaut auf die für die westlichen Allierten glorreichere Etappen und weniger auf den Kriegsverlauf auf russischer Seite (vielleicht mal Stalingrad dabei) und so gut wie gar nicht auf die Phase wo die Allierten nicht so gut dastanden (Blitzkriegsphase, Ardennenoffensive). Das ist aber normal und legitim. Das ganze beschränkt aber die Optionen zur Missionsauswahl. Ist aber wohl auch aus dem Grund so, um eventuelle Glorifizierungen der Wehrmacht zu vermeiden.

        Mich freut erst einmal daß man von der unsäglichen Autohealfunktion weggegangen ist und zum klassischen, realistischeren Sanipacksystem (ja die gab es liebe Kinder) zurückgekehrt ist.
        Mir fällt da Spontan Aachen ein, die von der Wehrmacht zurück erobert wurde und dann wieder befreit werden musste, sowas könnte man doch auch mal verwenden, statt immer nur das selbe Szenario.
        Ne keine Sanitöter! ;-P (Wie wurde uns damals beigebracht: Verwundet jemand und tötet ihn nicht, das bindet direkt weitere Soldaten und setzt so mehr Leute ausser gefecht)
      • Von Shadow_Man Mitglied
        Zitat von Bonkic
        ach, würde acti doch endlich sp-kampagne und mp-teil getrennt anbieten...
        Selbst in der Spielebibliothek auf Steam gibt's ja einen extra Eintrag für SP und einen für MP. Warum man das dann auch nicht einzeln verkauft, das weiß wohl nur Activision ;-)
      • Von Zybba Mitglied
        Guter Post. Kann leider nicht groß was schreiben. Ein Kater blockiert meinen Arm.
      • Von Murdoc85 Spiele-Novize/Novizin
        @Zybba Entschuldige das ich dich so angefahren bin, war leider in der Emotion wirklich nicht sehr reflektiert von mir.

        Auf deine Frage, nein ich unterstütze schon AAA Spiele, sofern sie ein Faires System von Lootboxen/Mikrotransaktionen haben. Ich finde es nur momentan sehr bedenklich, dass einige AAA Spiele eines implementieren um eines zu haben. Für mich sollte es als Konsument einen Mehrwert haben bzw. sollte mir vorher präsentiert werden zB a.) nur Kosmetik oder b.) sieh her du zahlst €60 aber wir verkaufen zB auch Waffen die "besser" als der Standard sind.

        Jetzt gerade wird mir das, dem Anschein nach, zuviel über sehr fragwürdige Praktiken versucht einzuführen. Die Patente von Activision stellen bei mir die Nackenhaare auf, wenn da versucht wird mich unterbewusst zu manipulieren. Ich bin sehr für faire Modelle und unterstütze diese auch gerne, nur so wie es momentan von den drei Großen Publishern betrieben wird finde ich es nicht ok. Aber diese Spiele sind leider der Mainstream, daher wäre es schon wenn denen mal von irgendwo her Gegenwind entgegenbläst anstatt sie " in Watte" zu packen.

        Das was mich bei CoD halt so dermaßen geärgert hat, ist halt, dass ich die Serie seit CoD 1 sehr gerne hatte. Aber mit der Zeit würde es immer mehr wie Unreal Tournament bzw Fische in einem Fass abzuschießen. CoD stagniert auf mittelmäßigen Niveau mmn, die Engine wurde nie gewechselt (jedes Jahr Cheater on Maß!) und die Verfolgungsjagden im Jeep, Stealth, ratatata schieß Missionen und Quicktime events hab ich leider halt schon bei CoD, Medal of Honor, Brothers in Arms etc. in ausreichendem Maße gesehen.

        Mmn wäre eine ehrliche Wertung eine +70% mehr aber auch nicht. (Habe es selber nicht gespielt). Was ich jedem ans Herz legen würde sofern es jemanden interessiert Monster Hunter World. Kurzer Auszug warum sich gegen Lootboxen entschieden wurde:

        "I think that Monster Hunter has already built that kind of randomized, item reward into the gameplay”, Tsujimoto told them. “You’ve already kind of got loot as a core gameplay aspect without having to shove a microtransaction version of it in”. He also does not like the idea of players paying to skip through portions of the game. “”We want people to have the experience that we’ve made for them rather than the option to skip the experience”.

        Unter genau solchen Aspekten sollten Lootboxen eingeführt werden, dann würde jeder Gewinnen mmn.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk