Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg - Das Ende des Krieges und Schauplätze für das Spiel

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Special Sebastian Thöing Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Call of Duty 7, offiziell noch ohne Untertitel und Setting, soll laut Gerüchten im Vietnamkrieg spielen. Doch was war der Vietnamkrieg eigentlich und welche Schlachten könnten im Spiel behandelt werden?

Generalleutnant Do Cao Tri beim Einfall in Kambodscha im Jahr 1970. Quelle: US-Regierung - gemeinfrei / public domain Generalleutnant Do Cao Tri beim Einfall in Kambodscha im Jahr 1970. Mittlerweile wurde in den USA neu gewählt und Richard Nixon gelang an die Macht. Der Antikommunist wollte mithilfe eines Geheimplans einen Ausweg aus der Vietnam-Misere finden – allerdings nicht, indem er den Krieg aufgab. Ansonsten wäre er als erster amerikanischer Kriegsverlierer in die Geschichte der US-Präsidenten eingegangen. Mit der sogenannten Nixon-Doktrin sollte die US-Armee nur noch in Sonderfällen eingreifen und ein schrittweiser Abzug der US-Truppen erfolgen. Gleichzeitig sollte die ARVN gestärkt und geschult werden. Darüber hinaus wurde die Drohkulisse Madman theory eingeführt, die Hanoi zur Aufgabe zwingen sollte. Die Taktik sah im äußersten Fall sogar einen Atomwaffen-Einsatz vor und sollte den US-Präsidenten als nicht einschätzbaren Machthaber aussehen lassen. In diesem Sinne wurde die Operation MENU eingeleitet. Das Nachbarland Kambodscha wurde massiv mit Bomben belegt, um den Ho Chi Minh Pfad endgültig zu zerstören. Doch Hanoi gab nicht nach und auch die Nordvietnam-Unterstützer China und Russland halfen dem bedrohten Staat weiterhin. Also griffen die Bodentruppen Kambodscha an, um die Rückzugsmöglichkeiten des Vietcong einzuschränken. Auch diese Mission scheiterte. In den USA wuchs der Widerstand erneut und Nixon musste nach der Erschießung von vier US-Demonstranten durch die Nationalgarde die Invasion beenden. Weitere Operationen wie Kingpin - eine Befreiungsaktion – oder Lam Son 719 scheiterten. Vor allem durch den weiteren Abzug von US-Truppen und die Unerfahrenheit der ARVN waren zukünftige Aktionen bedroht und die Kommunisten konnten sich nach der Tet-Offensive wieder sammeln und waren zu neuen Schlägen bereit. Der NVA gelang es 1972 in den Süden einzumarschieren und große Teile einzunehmen. Erst Mitte des Jahres konnte die Offensive zurückgeschlagen werden. 100.000 Tote aufseiten der NVA standen rund 25.000 Toten aufseiten der US-Verbündeten gegenüber. Erst im Herbst 1972 gelang es dem US-Sicherheitsberater Henry Kissinger eine Übereinkunft mit den Kommunisten zu schließen. Diese sah unter anderem das Ende der Angriffe auf den Nordvietnam sowie einen Abzug der US-Truppen vor, so dass Anfang September 1972 nur noch rund 40.000 Soldaten in Südvietnam stationiert waren. Die letzte Operation seitens der USA war die Operation Linebacker II – elf Tage lang bombardierten die USA die Städte Haiphong und Hanoi, da der nordvietnamesische Präsident Thieu sich zuerst nicht für die Friedensbemühungen interessierte. Schlussendlich willigte er allerdings ein und alle Parteien unterschrieben am 27. Januar 1973 das Friedensabkommen. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten Verluste in Höhe von 58.193 Mann. Es folgten mehr als 60.000 weitere US-Opfer, die zum Beispiel aufgrund traumatischer Erfahrungen Selbstmord begangen. Letzte Zahlen besagen, dass insgesamt eine Million vietnamesische Kämpfer und vier Millionen Zivilisten starben. Erst am 2. September 1976 wurde die Sozialistische Republik Vietnam gegründet.

Mögliche Schauplätze für Call of Duty 7
Vor diesem kriegerischen Hintergrund spielt höchstwahrscheinlich Call of Duty 7. Doch welche Schlachten wären möglich? Sollte sich das Szenario bestätigen, dürfte der Fokus sicher auf der amerikanischen Phase liegen und die Tet-Offensive wäre so gut wie gesetzt, schließlich zählt sie zu den bedeutendsten Auseinandersetzungen während des Vietnamkrieges. Hier böte es sich an, die Geschichte – ähnlich wie in den Zweiter Weltkriegs-Filmen Flags of our Fathers und Letters from Iwo Jima – aus zwei Perspektiven zu zeigen. Einmal den Angriff des Vietcong aufseiten Nordvietnams und einmal den Gegenangriff der Amerikaner aufseiten der US-Streitkräfte. Da die letzten Teile der Serie immer auf besonders harte Szenen setzten, ist auch ein Einsatz im Phönix Programm denkbar. Das wiederum könnte zu einem Verbot in Deutschland führen – je nach Gewaltgrad der Darstellungen. Darüber hinaus sind Luftangriffe auf den Ho Chi Minh Pfad ebenso denkbar wie das virtuelle Bombardement Kambodschas. Zwar sind Szenen aus der französischen Phase nicht zwingend wahrscheinlich, Geschichtsinteressierte Spieler könnten aber beispielsweise mit dem französischen Angriff auf Hau Phong im Jahre 1946 zufriedengestellt werden. Doch offiziell ist Call of Duty ja noch ohne Untertitel. Und vor allem ohne Setting.

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  1. Seite 1 Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg - Einleitung und französische Phase
  2. Seite 2 Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg - Die amerikanische Phase bis zur Nixon-Ära
  3. Seite 3 Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg - Das Ende des Krieges und Schauplätze für das Spiel
    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sybo NPC
        AW: Special - Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg und mögliche Schauplätze - Eine Exkursion in die Geschichte

        Klasse Artikel,

        wenn es so wie bei MW2 ist werde ich es nicht kaufen!!!

        Gruss Sybo
      • Von Sybo NPC
        AW: Special - Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg und mögliche Schauplätze - Eine Exkursion in die Geschichte

        Klasse Artikel,

        wenn es so wie bei MW2 ist werde ich es nicht kaufen!!!

        Gruss Sybo
      • Von spw Mitglied
        AW: Special - Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg und mögliche Schauplätze - Eine Exkursion in die Geschichte

        Zitat von DentonJC
        Zitat von "coony, post: 8523802, member: 2351249"
        dann aber bitte aus Vietnam Perspektive, nicht USA... es reicht langsam.

        Zitat von RedDragon20
        Ich seh schon, wie die USA (wieder mal) als DIE Helden dargestellt werden, wobei die Vietnamesen gleichzeitig als die Teufel selbst herhalten müssen.
        Nun das Spiel will man ja in den USA verkaufen, selbstverständlich wird man es auf Seiten der Amerikaner Spielen können. Wenn man sich MW2 und ähnliches ansieht scheint man aber leider tatsächlich der Meinung zu sein, Kriegsspiele mit einer gehörigen Portion amerikanischen Patriotismus anbieten zu müssen. :-(

        Zum Thema:
        Dabei gibt es meiner Meinung nach sehr wohl einige Ansatzpunkt in der Kriegsgeschichte die zu einer gehaltvoll erzählten Story dienen könnten:
        Zum Beispiel würde ich die französische Phase tatsächlich in das Spiel einbauen. Die Schlacht von "Dien Bien Phu" bietet sich doch geradezu als Aufhänger zu Beginn des Spiels an. Die größte Schlacht im ersten Indochinakrieg und die Niederlage der Franzosen, die das Ende der Kolonialzeit besiegelt. Da gibt es auch mindestens eine gute Hollywood-Vorlage. Zudem gibt es da noch den interessanten historischen Fakt, dass die Fremdenlegion zu einem großen Teil aus ehemaligen Waffen SS-Soldaten bestand und diese nach Augenzeugen berichten den erbittertsten Widerstand gegen die drohende Niederlage geliefert hatten... Da kann man doch etwas daraus machen.


        Zum Artikel:
        Schöner Artikel, um einen diese in unserer Gesellschaft weitgehend vergessene und wohl kaum verstandene Geschichte näher zu bringen. Was mich immer wieder erstaunt: Diese Kriege sind noch nicht lange her und gemessen an dem unglaublichen Leid das sie verursacht haben, sind sie heute politisch und gesellschaftlich kaum noch im Bewustsein oder das Thema von größerem Interesse, obwohl der Konflikt im Grunde bis heute noch nicht gelöst ist...

        Ein Verwandter meinerseits diente bei den Fallschirmjägern ,wurde in Tunesien,als das DAK kapitulieren musste, gefangengenommen,meldete sich zur Legion und hatte in Vietnam ein einschneidendes erlebnis....

        dunkle nacht,dschungel: er war der letzte überlebende seiner guppe,floh vor den ihn verfolgenden vietcong,als ein affe mit ihm "zusammenstiess"....der affe hat es nicht überlebt aber mein verwandter hat bis an sein lebensende JEDE nacht von diesem erlebnis geträumt...........erzählt hat er es nur,als er alkoholisiert war.........
      • Von Sprudelmax Gelegenheitsspieler/in
        AW: Special - Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg und mögliche Schauplätze - Eine Exkursion in die Geschichte

        @homeboy: Man sollte schon wissen, dass Vietnam in den 60ern war. Da war auch die Hippie-Antikrieg-Welle, erinnerst du dich? ;)

        Ach ja, gerade bei Vietnam wird der Ami 100%ig als Held dargestellt, Vietnam ist ja heute noch ein heikles Thema in den USA.
      • Von DestinysHand Mitglied
        AW: Special - Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg und mögliche Schauplätze - Eine Exkursion in die Geschichte

        Also wenn das Spiel auch vom IW-NET
        abhängig sein wird werde ich einen Teufel tun
        es zu kaufen!!!
        IW-NET ist wohl in der Geschichte des
        Shootergenres die mit schlechteste Lösung
        ,Spiele übers Internet zu Managen !!!
        Das angekündigte Update lässt ja uch noch auf
        sich warten ! Ausserdem glaube ich kaum das
        es jeh ein wirklich rundum stabil laufendes IW-
        NET geben wird !
      • Von Pokegreis Anwärter/in
        AW: Special - Call of Duty 7: Der Vietnamkrieg und mögliche Schauplätze - Eine Exkursion in die Geschichte

        Vietnam...Oh Mann...Dann werde ich den Titel wohl genauso überspringen wie WaW....Hat mich auch nich wirklich gereizt!
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