Feedback: C.S.I. Crime Scene Investigation
Volle 97 Prozent der Umfrage-Teilnehmer würden C.S.I. weiterempfehlen.
Das Adventure-Genre dient hier als Grundlage für die Umsetzung der erfolgreichen TV-Serie von Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer (Bad Boys, Pearl Harbor, Black Hawk Down). Als Mitglied der Spurensicherung lösen Sie fünf Kriminalfälle, indem Sie gesammelte Beweisstücke korrekt analysieren. Genau in diesem Punkt spaltet der Titel die Gemüter - während die trockene Detektivarbeit vor allem Serienfans viel Spaß macht, fühlen sich viele Adventure-Fans unterfordert. Die recht kurze Spieldauer ist ein weiterer Kritikpunkt unserer Leser. Die dichte Serienatmosphäre kam dagegen durchweg gut an.
Vier Fragen an den Hersteller -
PC Games: Weshalb wurde C.S.I. nicht ähnlich dem Akte X-Adventure mit Filmsequenzen realisiert?
Lehmann (ist PR-Manager bei Ubi Soft): "Dem Produzenten des Spiels und seinem Entwicklungsteam schien der eingeschlagene Weg, die Story durch Dialoge des Spielers mit den einzelnen Figuren der Fernsehserie voran zu tragen, stilistisch die beste Form zu sein. Es gibt ja im Spiel ,Cutscenes', die sich voll und ganz an die Machart der TV-Serie anlehnen: Nämlich Rückblicke die Szenen zeigen, was im konkreten Fall wohl passiert sein könnte, oder auch die C.S.I-typischen Kamerafahrten in den Körper des Opfers."
PC Games: Ist C.S.I. mit einer Spielzeit von etwa fünf Stunden nicht etwas kurz geraten?
Lehmann: "Die Spieldauer relativiert sich, wenn man betrachtet, wer C.S.I. eigentlich spielt. Das sind User, die ihren Computer in der Regel nicht zum Spielen, sondern zum Arbeiten benutzen. Das ein oder andere Mal im Jahr wird der Computer dann für die gesamte Familie zum Spielgerät. Diese User wenden für C.S.I. wesentlich mehr Zeit auf, als die genannten fünf Stunden."
PC Games: C.S.I. ist ein lineares Spiel. Wäre die Ermittlungsarbeit nicht die ideale Grundlage für einen dynamischen Handlungsverlauf mit unterschiedlichen Lösungswegen gewesen?
Lehmann: "Für eine PC-Spiel-Umsetzung von C.S.I. gibt es sicherlich verschiedene Möglichkeiten. Einerseits darf man die Zielgruppe nicht vergessen. Andererseits spielt die Erzählstruktur der TV-Vorlage eine große Rolle. Auch wenn es hier um Ermittlungsarbeit geht, in der sich dynamische Handlungsstränge anbieten würden, so passt dies jedoch nicht zur Fernsehserie. Hier werden in einigen Folgen zwar zwei Fälle parallel erzählt, aber selbst wenn das C.S.I.-Team um Gil Grissom bei der Arbeit in eine Sackgasse gerät, so wird die Story immer linear vorangetragen - und das Ermittlerteam macht sich an den nächsten Verdächtigen."
PC Games: Warum wurde auf klassische Kombinationsrätsel verzichtet?
Lehmann: "Zugegeben. C.S.I. bedient sich einiger Elemente, die nicht unbedingt typisch für das Genre sind, die C.S.I. allerdings im positiven Sinne von anderen Adventures abheben. Nehmen wir zum Beispiel das Tutorial: Hier wird der Spieler mit dem Hightech-Equipment der Tatortermittler eingeführt. Dies geschieht auf eine Art und Weise, die es dem Spieler später erlaubt die Fälle - wie ein Teammitglied von C.S.I. - selbstständig zu lösen. Genau diese Umsetzung hat den Geschmack der Spieler in den USA getroffen. Hier ist das PC-Spiel ein Top-5-Charterfolg. Natürlich hat die TV-Serie dort einen sehr hohen Stellenwert."
