CPU-Kauftipps: Xeon-CPUs, Übertakten und Kaufempfehlungen
Grafikkarten sind in Sachen Detailreichtum bei Games der wichtigste Faktor, ohne eine gute CPU fehlt aber die entsprechende Leistungsbasis. Wir klären, welche Prozessoren besonders gut geeignet sind und geben euch auch Kauftipps inklusive einigen Aufrüst-Kits, bestehend aus CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher.
CPU-Kaufberatung
Weiter unten findet ihr als Kauftipps eine Tabelle mit 10 für Gaming-PCs empfehlenswerten Prozessoren, wobei wir Wert auf das Preis-Leistungsverhältnis legen. Außerdem haben wir auch eine Tabelle erstellt, die euch die Gesamtpreise von Aufrüstpaketen aus den genannten CPU sowie passenden Mainboards und Arbeitsspeicher zeigen. Auf der vorigen Seite ging bereits hervor, dass ein Core i5 oder Core i7 für den Sockel 1150 oder 1151 aktuelle die beste Wahl ist. Als kleiner Geheimtipp kommen dabei auch noch einige Modelle der Intel-Xeon-Reihe ins Rennen. Diesen besonderen CPUs wollen wir daher zuerst noch einen eigenen Abschnitt widmen.
In diesem Artikel
Intel Xeon
Traditionell sind die Intel Xeon Prozessoren, die für den Betrieb auf speziellen Server-Mainboards konzipiert sind. Jahrelang waren solche Kombinationen aus Prozessor und Mainboard viel zu teuer, um sie für einen normalen Spiele-PC zu empfehlen, da es auch trotz eines höheren Preises keinen Leistungsvorteil gab.
Quelle: MSI
Sockel 1151, für Übertakter: MSI Z170A Gaming M3, ab 140 Euro
Doch mit dem Sockel 1155 und 1150 änderte sich die Lage: jede Xeon-CPU war technisch gesehen beinah identisch zu einem anderen verfügbaren Desktop-CPU-Modell. Spezielle Server-Mainboards waren nicht nötig, ein durchschnittliches Standard-Mainboard für 60-90 Euro reichte völlig aus. Die meisten Xeon-CPUs waren zwar trotzdem zu teuer, aber einzelne Modelle wurden zu einem kleinen Geheimtipp. So ist auch heute noch der Griff zu einem Xeon E3-1231 v3 für den eigentlich schon veralteten Sockel 1150 ein guter Preis-Leistungs-Tipp, denn die CPU entspricht beinah einem Core i7-4770, der wiederum kaum schwächer als ein nagelneuer Intel Core i7-6700 für den Sockel 1151 ist. Der Xeon ist dabei aber mindestens 50 bis 60 Euro günstiger als eine vollwertige aktuelle Core i7-CPU. Doch was ist mit den Xeon-CPUs für den neuen Sockel 1151, also Skylake-CPUs? Hier wendet sich Blatt leider ein wenig. Denn die neuen Xeon-CPUs benötigen wieder spezielle Mainboards mit anderen Chipsätzen als die Chipsätze, die für Core i5 und Core i7-CPUs geeignet sind. Zwar sind diese Server-Mainboards nicht deutlich teurer als Standardmainboards, aber der Preisunterschied der Mainboards ist groß genug, um den Preisvorteil bei den CPUs quasi wieder auszugleichen, so dass derzeit ein Xeon für den Sockel 1151 keinen Vorteil bietet. Ausnahme: wenn man bei den für Sockel 1151-Xeons passenden Mainboards mit den Chipsätzen C232 oder C236 ein Sonderangebot für unter 100 Euro findet. Als CPU wäre in diesem Falle der Xeon E3-1230 v5 (ab 265 Euro) die beste Wahl. Schnellere Xeons sind am Ende dann so teuer, dass man inklusive Mainboard nichts oder nur wenige Euro im Vergleich zum Core i7-6700 spart. .
Übertakter-CPUs
Eine wichtige Frage, die man sich bei Intel-CPUs vor dem Kauf stellen sollte, ist die Frage einer optionalen Übertaktung der CPU. Denn zum einen ist dafür eine K-CPU wie der Core i7-4790K oder ein Core i5-6600K nötig, zum anderen ist ein Mainboard mit einem Z-Chipsatz zu empfehlen, welches zwischen 120 bis 150 Euro kostet. Ohne Übertaktung reicht ein Mainboard für 60 bis 100 Euro völlig aus.
Quelle: ASRock
Sockel 1151, ohne Übertaktung: ASRock B150 Pro4/3.1, ab 85 Euro
Beim Sockel 1151 ist zudem für ein Übertakter-Mainboard RAM sinnvoll, welches mehr als den Standardtakt (2133 MHz) bietet, dabei aber auch 20 bis 30 Euro mehr kostet als Standard-RAM (bezogen auf 16 Gigabyte Gesamtkapazität). Zu guter Letzt ist zum Übertakten auch ein hochwertigerer CPU-Kühler nötig. Ein Übertakter-Paket kostet somit schnell 100 bis 150 Euro mehr als eine nicht-übertaktbare Variante, die bei Standardtakt ähnlich schnell ist. Intel-CPUs ohne den Zusatz K nach der Modellnummer sind nicht übertaktbar - auch die Xeons sind somit nicht zum Übertakten geeignet. Wer will, kann aber auch ohne Übertaktermainboard zu einer K-CPU greifen, denn auch bei Standardtakt sind die von uns ausgesuchten K-CPUs schneller als die Standard-Core i5/i7-Modelle. Der Core i7-6700K bietet beispielsweise bei nur 10 Prozent Aufpreis auch ohne Übertaktung über 15 Prozent mehr Takt als der Core i7-6700 in der non-K-Version. Allerdings gilt: der Mehrtakt wird so gut wie nie Eins zu Eins auf die Spieleleistung umrechenbar. Es sind also bei 15 Prozent mehr Takt nur maximal bis zu 15 Prozent, meistens aber eher nur etwa fünf bis 10 Prozent mehr Leistung. In einigen Spielen ist teilweise nicht einmal ein Unterschied zu merken, da die Grafikkarte der weitaus größere Faktor ist.
Kaufempfehlungen: CPUs
In der folgenden Tabelle haben wir 10 empfehlenswerte Prozessoren zusammengefasst, die für Spiele-PCs ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und eine Basis für einige Jahre bieten. Dies sind nach derzeitigem Stand ausschließlich Intel-CPUs für die Sockel 1150 und 1151 - wer zum Einstieg weniger ausgeben will, kann zu einer der schon zuvor genannten beiden AMD-CPUs oder auch zu einem aktuellen Core i3 von Intel greifen - die Core i3-CPUs bieten mit ihren zwei Kernen je zwei, also zusammen vier Threads. Ein Thread ist eine Art virtueller Kern, so dass die Core i3-Prozessoren wie Quadcores arbeiten können, ein Core i7 wiederum mit vier Kernen und acht Threads kann wie ein Achtkern-Prozessor werkeln. Es geht uns natürlich auch um eine Vergleichsmöglichkeit zwischen dem Sockel 1150 und 1151 sowie Xeon-CPUs - wir haben die CPUs daher nach ihrem Preis geordnet, was durch unsere Auswahl auch passenderweise gleichzeitig eine Einordnung gemäß der Leistungsfähigkeit darstellt.
| Prozessor | Sockel | K (T) | Takt (Turbo) | TDP | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Core i5-4460 | 1150 | 4 (4) | 3,2 (3,4) GHz | 84 Watt | 175 Euro |
| Core i5-6500 | 1151 | 4 (4) | 3,2 (3,6) GHz | 65 Watt | 190 Euro |
| Core i5-4690K | 1150 | 4 (4) | 3,5 (3,9) GHz | 88 Watt | 230 Euro |
| Core i5-6600K | 1151 | 4 (4) | 3,5 (3,9) GHz | 91 Watt | 235 Euro |
| Xeon E3-1231 v3 | 1150 | 4 (8) | 3,4 (3,8) GHz | 80 Watt | 255 Euro |
| Xeon E3-1230 v5 | 1151 | 4 (8) | 3,4 (3,8) GHz | 80 Watt | 265 Euro |
| Core i7-4790 | 1150 | 4 (8) | 3,6 (4,0) GHz | 84 Watt | 310 Euro |
| Core i7-6700 | 1151 | 4 (8) | 3,4 (4,0) GHz | 65 Watt | 315 Euro |
| Core i7-4790K | 1150 | 4 (8) | 4,0 (4,4) GHz | 88 Watt | 340 Euro |
| Core i7-6700K | 1151 | 4 (8) | 4,0 (4,2) GHz | 91 Watt | 340 Euro |
K (T): Kerne (Threads); TDP: maximale Abwärme laut Intel - nicht zu verwechseln mit dem exakten maximalen Strombedarf
Kaufempfehlungen: Aufrüstpakete
Da auch Mainboard und Arbeitsspeicher eine Rolle dabei spielen können, welches Gesamtpaket sich mehr oder weniger lohnt, haben wir eine zweite Tabelle vorbereitet, die alle in der vorigen Tabelle enthaltenen 10 CPUs erneut aufgreift. Die zweiten Tabelle haben wir so gestaltet, dass ihr anstelle der technischen Daten der CPUs Preise und Details zu passenden Mainboard-Chipsätzen und Arbeitsspeicher sehen könnt, die zur jeweiligen CPU passen.
Bei den Chipsätzen haben wir als Preisangabe Mainboard-Modelle im Sinn, die nicht zu billig sind und alles Nötige bieten, aber gleichzeitig relativ preiswert sind - konkrete Modelle haben wir nicht herausgesucht, denn es gibt enorm viel Auswahl. Wichtiger sind die Eckdaten, in unserem Falle der Chipsatz und die Preisklasse. Achtet nur darauf, dass das Mainboard eurer Wahl genügend Anschlüsse bietet. Manche günstigen Modelle haben nur zwei RAM-Slots oder nur vier SATA-Ports, manchen Modellen fehlt gar ein vollwertiger PCIe x16 3.0-Slot. Beim Sockel 1151 haben - trotz nativem Support seitens der Chipsätze - nicht alle Mainboards eine M.2- oder USB3.1-Schnittstelle. Bilder von einigen empfehlenswerten Mainboards für die Sockel 1150 und Sockel 1151 haben wir in unserem Artikel verteilt, so dass ihr dadurch bereits eine gewisse Auswahl geeigneter Modelle vorfindet. Für den Arbeitsspeicher haben wir für die übertaktbaren Sockel 1151-CPUs schnelleren RAM vorgesehen, da dies bei den passenden Skylake-Mainboards einige Prozent mehr Leistung einbringen kann. Zwingend nötig ist dies aber nicht, so dass ein Aufrüstkit mit einer K-CPU für den Sockel 1151 auch 30 Euro günstiger sein kann, als es aus der Tabelle hervorgeht. Generell gilt, dass ihr am besten zwei gleichgroße Riegel anschaffen solltet, wobei die genaue Marke keine große Rolle spielt.
| Prozessor | Preis ab | Passende Chipsätze | Preis ab | 16GB RAM | Preis ab | Paketpreis | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i5-4460 | 175 Euro | H97, B85 oder Z97 | 70 Euro | DDR3-1600, 60 Euro | 60 Euro | 310 Euro | |||
| Core i5-6500 | 190 Euro | B150, H170 oder Z170 | 70 Euro | DDR3-2133, 60 Euro | 60 Euro | 320 Euro | |||
| Core i5-4690K | 230 Euro | Z97 | 120 Euro | DDR3-1600, 60 Euro | 60 Euro | 410 Euro | |||
| Core i5-6600K | 235 Euro | Z170 | 120 Euro | DDR3-3000, 90 Euro | 90 Euro | 445 Euro | |||
| Xeon E3-1231 v3 | 255 Euro | H97, B85 oder Z97 | 70 Euro | DDR3-1600, 60 Euro | 60 Euro | 385 Euro | |||
| Xeon E3-1230 v5 | 265 Euro | C232 oder C236 | 115 Euro | DDR3-2133, 60 Euro | 60 Euro | 440 Euro | |||
| Core i7-4790 | 310 Euro | H97, B85 oder Z97 | 70 Euro | DDR3-1600, 60 Euro | 60 Euro | 440 Euro | |||
| Core i7-6700 | 315 Euro | B150, H170 oder Z170 | 70 Euro | DDR3-2133, 60 Euro | 60 Euro | 445 Euro | |||
| Core i7-4790K | 340 Euro | Z97 | 120 Euro | DDR3-1600, 60 Euro | 60 Euro | 520 Euro | |||
| Core i7-6700K | 340 Euro | Z170 | 120 Euro | DDR3-3000, 90 Euro | 90 Euro | 550 Euro |

Dann waren meine Infos in der Tat sehr veraltet^^
Bitte ich, mir nachzusehen, da ich nur aus der Not heraus, (Einmal ganz böse von sogenannten Computerspezis über den Tisch gezogen worden), meinen Rechner und den meiner Freundin von Zeit zu Zeit zusammenschraube.
Ich bin sogar zu dämlich um zu kapieren wie RAID funktioniert *schäm*.
Aber oki, ist ja nicht Dein Problem.
Nochmals vielen Dank für Deine schöne "Aufklärung".
MfG, Angel
Dann hast du aber sehr viele falsche Infos ^^ Eine SSD mit 120GB - reicht dicke für Windows und alle "normalen" Anwendungen - kostet nur 40-50€, was bei einem Gesamtpreis des PCs von um die 1000€ an sich ein Klacks ist. Und von der Haltbarkeit von SSDs her sind es zig Jahre, wenn du nicht grad jeden Tag dutzende Gigabyte an neuen Daten kreierst/speicherst. Dass SSDs nicht lange halten ist eine alte und falsche Legende aus einer Zeit, wo SSDs wegen anderer "Kinderkrankheiten" RELATIV oft recht schnell kaputtgingen, was fälschlicherweise der begrenzten Anzahl an Schreibvorgängen zugeschuldetet wurde, die eine SSD hat. Aber bei über 4000-5000 Schreibvorgängen pro Speicherzelle, die eine normale SSD hat, kann man sich leicht ausrechnen: überschreibt man JEDEN Tag die GANZE SSD ein Mal, und die Zellen lassen sich 5000x nutzen, dann sind es 5000 Tage Haltbarkeit, also 8 Jahre, bis die SSD "verbraucht" ist. Schreibt man weniger, ist die Haltbarkeit länger. ;) bei vielen SSDs steht auch zur Vereinfachung ein TBW-Wert dabei, das sollen die Terabyte an Daten sein, die man mindestens draufschreiben kann - 120GB-SSDs haben idR mind 50TB TBW, das wären also 10 Jahre Lebensdauer, wenn man jedes Jahr 5TB schreibt, was ca 14GB jeden Tag bedeuten würde.
Dann waren meine Infos in der Tat sehr veraltet^^
Bitte ich, mir nachzusehen, da ich nur aus der Not heraus, (Einmal ganz böse von sogenannten Computerspezis über den Tisch gezogen worden), meinen Rechner und den meiner Freundin von Zeit zu Zeit zusammenschraube.
Ich bin sogar zu dämlich um zu kapieren wie RAID funktioniert *schäm*.
Aber oki, ist ja nicht Dein Problem.
Nochmals vielen Dank für Deine schöne "Aufklärung".
MfG, Angel
Auch die Haltbarkeit (Überschreibbarkeit des Speichers), überzeugt mich nicht.
Ich hätte aber unbedingt eine SSD mit eingebaut, das macht alles deutlich flotter im Alltag
SSD's sind mir persönlich noch viel zu teuer für die geringe Speichermenge die sie bieten.
Auch die Haltbarkeit (Überschreibbarkeit des Speichers), überzeugt mich nicht.
Aber trotzdem Danke^^
Leider ist mein I7-3770K nicht aufgeführt, welcher zusammen mit einer GTX 980-TI betrieben wird.
The Division spiele ich fast auf max settings, damit sollte die CPU noch ausreichend sein, oder?
LG
Thomas