CES 2016 - Gaminghardware, Monitor, externe SSD und mehr

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OLED TV E6 des in Sachen OLED-TVs besonders aktiven Herstellers LG Electronics
Quelle: LG Electronics

Die diesjährige Consumer Electronics Show in Las Vegas, auch bekannt als CES, ging vor wenigen Tagen zu Ende. Wir haben uns vor allem mit Blick auf Hardware die Highlights und Trends der Consumermesse angeschaut.

All-in-One-PC und Notebook von MSI

Mit dem Gaming 27XT AiO wird MSI einen All-in-One-PC anbieten, der auch für Gamer interessant sein soll. All-In-One-PCs sind von außen betrachtet dickere Monitore, in denen auf engstem Raum auch CPU und Laufwerke untergebracht werden. Anstatt einen separaten PC in einem Gehäuse zu nutzen, handelt es sich also quasi um einen Monitor mit PC-Hardware im Inneren.

Oder anders betrachtet: Es ist ein flacher PC für den Schreibtisch, der an der Vorderseite zudem ein Display besitzt. Für Gamer ist ein solcher PC eigentlich uninteressant, da es keinen Platz zum Einbau und zur Kühlung einer halbwegs spieletauglichen Grafikkarte gibt.

MSI All in One-PC Gaming 27XT AiO mit rückseitiger Grafikkarten-Box Quelle: MSI MSI All in One-PC Gaming 27XT AiO mit rückseitiger Grafikkarten-Box Doch dank einer ähnlichen Besonderheit wie beim zuvor genannten Razer Blade Stealth-Notebook wird der MSI 27XT AiO auch für Gamer interessant: Eine gängige Desktop-Grafikkarte soll in einer Box hinten am PC angebracht werden können. Technisch ist bisher zumindest bekannt, dass das Display des PCs 144 Hertz Bildwiederholfrequenz unterstützen wird, was für Spieler ein Vorteil im Vergleich zu den bei Monitoren üblichen 60 Hertz ist. Ein anderes interessantes Produkt von MSI ist das Notebook GT72S Tobii - der kurios anmutende Namenszusatz Tobii steht dabei für die Tobii Tech Xperience. Dies ist eine Technik, die eure Augenbewegungen erfassen kann. Einige Spiele unterstützen dieses System, so dass sich über die Augenbewegungen auch gewisse Dinge steuern lassen - hier erfahrt Ihr mehr zu passenden Spielen und zur Technik. Das Notebook wird allerdings kein Schnäppchen: Die bereits erhältlichen Modelle der GT72S-Serie gibt es derzeit nicht unter 1.700 Euro - dafür sind aber ein Core i7-Quadcore sowie eine GTX 980M verbaut, was für Notebooks eine sehr starke Gamingleistung bedeutet.

Gebogener Gaming-Monitor von Lenovo

Lenovo, bisher nicht gerade bekannt für Gamingmonitore, wird bald einen gebogenen (Curved) Monitor für Gamer auf den Markt bringen. Der Lenovo Y27 soll in zwei Varianten zu haben sein, einmal mit AMDs Feeesync und einmal mit Nvidias G-Sync.

Lenovo Y27 Gaming Monitor mit 144 Hertz und Free- oder G-Sync-Variante Quelle: Lenovo Lenovo Y27 Gaming Monitor mit 144 Hertz und Free- oder G-Sync-Variante Die Sync-Technologien, die auch bei anderen bereits erhältlichen Gamermonitoren sehr beliebt sind, sorgen dafür, dass das so genannte Tearing (vereinfacht gesagt: ein leichtes Zerreißen des Bildes bei schnellen Bewegungen) noch besser in den Griff zu bekommen ist als mit der schon seit vielen Jahren bekannten softwarebasierten V-Sync-Technik. Bei Free- und G-Sync wird das Bildsignal der Grafikkarte genau auf die Bildwiederholfrequenz des Monitors abgestimmt, beziehungsweise umgekehrt. Wenn der PC beispielsweise 75 FPS (Bilder pro Sekunde) schafft, wird der Monitor ebenfalls 75 mal pro Sekunde das Bild aktualisieren - und zwar stets zeitgleich mit der Erstellung des Bildes. Tearing entsteht nämlich dadurch, dass die FPS-Werte, die der PC liefert, nicht zur aktuellen Bildwiederholfrequenz passen, also asynchron sind. Der Lenovo Y27 wird dabei bis zu 144 Hertz unterstützen, was auch abseits von Gaming für ein angenehmeres Bild sorgt.

AMD Polaris

Mit Polaris will AMD Mitte des Jahres neue Grafikchips und somit auch neue Grafikkarten anbieten. Dabei soll die Effizienz im Vergleich zu den aktuellen AMD 300er-Modellen deutlich erhöht werden, was natürlich auch Spielern zugute kommen sollte, obgleich sich AMD Virtual Reality im Visier hat. Denn die neuen VR-Brillen benötigen durch den kurzen Abstand zu den Augen mehr Bilder pro Sekunde für ein gutes Spieleerlebnis als ein Monitor mit einigem Abstand. Auf die Aussichten zu Grafikchips und CPUs mit aktuellen Roadmaps von AMD und Intel werden wir übrigens nächstes Wochenende in einem eigenen Special näher eingehen.

Externe SSDs

Samsung kündigte eine neue Modellreihe mit externen SSDs und der schnellen Schnittstelle USB3.1 an, die Portable SSD T3-Reihe. Preise sind noch nicht bekannt, aber es werden Speicherkapazitäten von 250 bis zu für SSDs erstaunlichen 2.000 Gigabyte erhältlich sein.

Besonders robuste externe SSD mit 480 Gigabyte Kapazität: SanDisk Extreme 510 SSD Quelle: SanDisk Besonders robuste externe SSD mit 480 Gigabyte Kapazität: SanDisk Extreme 510 SSD Vorteil im Vergleich zu einer externen Festplatte: Eine SSD ist grundsätzlich resistent gegen Stöße, wie sie für Stürze von einem Tisch oder ein Anstoßen mit dem Knie typisch sind, und das Gewicht einer Samsung SSD T3 soll zudem bei nur knapp über 50 Gramm liegen. Auch ein weiterer für SSDs bekannter Hersteller wird eine externe SSD auf den Markt bringen, allerdings mit einem völlig anderen Konzept: Wem es noch nicht ausreicht, dass das externe Laufwerk durch kleine Stürze nicht nennenswert beschädigt wird, der kann zur SanDisk Extreme 510 portable SSD greifen. Das Gehäuse ist wasser- und staubresistent und zusätzlich mit einem Gummischutz versehen, so dass die Kräfte, die für eine echte Gefährdung der SSD nötig sind, erst durch einen massiven Sturz aus großer Höhe oder starke äußerlich Gewalt aufgebracht werden können. Die Extreme 510 portable SSD wird es (zumindest zunächst) nur als Variante mit 480 Gigabyte geben, als Preis sind aktuell 270 Euro angekündigt.

Die Rückkehr der Schallplatten

Auch wenn es nichts mit dem Thema PC-Hardware zu tun hat und es sich noch nicht mal um eine digitale, sondern analoge Technik handelt, möchten wir hier noch eine interessante Neuerung der CES behandeln, die an sich gar keine ist: Schallplattenspieler. Gerade in Zeiten von überall per Stream verfügbarer Musik gibt es immer mehr Menschen, die bewusst wieder zu Vinyl, also zur Schallplatte greifen, auch um Musik ganz bewusst weniger leicht austauschbar zu machen. Die Fans von Vinyl sind nicht nur Leute aus der gehobenen Altersklasse.

Ein Klassiker neu aufgelegt zum neu Auflegen: Technics Grand Class SL-1200G Quelle: Technics Ein Klassiker neu aufgelegt zum neu Auflegen: Technics Grand Class SL-1200G Vielmehr greifen auch viele sehr junge Musikinteressierte immer häufiger zu Vinyl anstatt zu Speicherchips. Dabei wird neben dem oft anderen, gerne als wärmer beschriebenen Klang auch das pure Ritual geschätzt: eine Platte heraussuchen, herausnehmen, auflegen, den Plattenspieler und Verstärker starten, den Tonabnehmer auflegen und sich dann zurücklehnen und zuhören, oft auch mit der großen Schallplattenhülle in der Hand, die für viele schon ein eigenes kleines Kunstwerk ist. Diesen Trend hat auch der Konzern Panasonic erkannt und lässt über seine Marke Technics einen Klassiker in überarbeiteter Fassung herausbringen: den Technics Grand Class SL-1200G. Im Sommer wird das Gerät in einer limitierten Version SL-1200GEA erscheinen - sicherlich wird dies kein Schnäppchen werden angesichts der Vorab-Info, dass weltweit nur 1.200 Stück in den Handel kommen. Die Standardversion soll erst Ende des Jahres zu haben sein. Sony präsentierte übrigens ebenfalls einen Schallplattenspieler, und zwar mit USB zum direkten Digitalisieren am PC: Der Sony PS-HX500 soll ab Mai für knapp 500 Euro auf dem Markt erhältlich sein.

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