Metallica: Through the Never - Rezension: Mucke meets Macke

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Special Florian Stangl - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Metallica: Through the Never - Rezension der Blu-ray. (1)
Quelle: Ascot Elite

Der 3D-Kinofilm Metallica: Through the Never ist nun auch als DVD und Blu-ray erhältlich - und es stellt sich die Frage, ob der Streifen daheim besser funktioniert als im Kino, wo er unter den Erwartungen der populären Metal-Band lief. Wir haben den Selbstversuch gemacht.

Ein Live-Konzert von Metallica auf DVD? Gibt's ja schon lange, wo ist das Besondere? Ganz einfach: Zum einen ist Through the Never ein 3D-Film, der mit großem Aufwand aufgezeichnet wurde, und zum anderen ergänzt eine Handlung den reinen Konzertteil. Darin spielt Schauspieler Dane DeHaan den Roadie der Band namens Trip, der auf eine seltsame Mission geschickt wird. Just als die Band mit ihrer Show loslegt, soll er zu einem liegengebliebenen Truck fahren und ihn zurück bringen, weil die Band eine Tasche darin unbedingt braucht. Im Gegensatz zum Zuschauer wundert sich Trip nicht, was das soll, sondern düst mit seinem klapprigen Van los.

Und so wechselt der Film ständig zwischen den mit 24 Kameras aufgenommenen Konzertszenen und Trips Geschichte, wobei es keine wirkliche Verbindung zwischen beiden Elementen gibt. Beim ersten Ansehen fand ich diese Mischung recht ansprechend, zumal der Film schon von Beginn an klarmacht, dass er sich selber nicht so ganz ernst nehmen will. So werden die Metallica-Musiker krass übertrieben vorgestellt und jeder mit seinen Macken porträtiert, so dass Through the Never weniger Dokumentation als Cartoon ist. Ist ja auch in Ordnung, so lange es unterhaltsam ist.

Definitiv unterhaltsam ist das Konzert von Metallica, die auf der Bühne inmitten der Zuschauer eine pompöse, perfekt inszeniert Show auffahren. Die vielen Kamerawinkel, Schwenks und Fahrten gestalten das Konzert extrem dynamisch und bieten Hingucker-Szenen ohne Ende. Für Fans der Band ein Genuss, zumal sich alle Musiker in Bestform präsentierten und James Hetfield endlich mal wieder anständig singt. Der Sound ist gleichermaßen hervorragend, transparent und druckvoll und räumlich sehr gut und authentisch abgemischt, ohne aufdringlich mit Effekten um sich zu werfen.

Nach und nach merkt man dann, dass sich Konzertablauf und die Handlung um Trip annähern. Während die Band immer mehr aufdreht, baut Trip einen Unfall und läuft fortan zu Fuß durch die Stadt, in der sich apokalyptische Szenen abspielen. Und im weiteren Verlauf geht auch auf der Bühne von Metallica immer mehr kaputt (geplant), bis die Band am Ende ohne Show-Elemente auftritt, so wie in ihren Anfangstagen.

Wer Metallica: Through the Never nur ein Mal sehen will, dürfte den Mix aus Konzert und der mysteriösen Handlung ähnlich gelungen finden wie ich. Für einen zweiten Durchgang hätte ich mir aber die Möglichkeit gewünscht, einfach nur das Konzert ohne Unterbrechungen ansehen zu können. Denn die Trip-Szenen lassen sich nicht skippen. Schade. Abgesehen davon ist Metallica: Through the Never, der für echte Metallica-Fans ein Muss ist, und für Metal-Fans eine echte Überlegung (Metallica sind hier wirklich gut!). Wer sich einen spannenden Spielfilm rund um die Metal-Band erwartet, ist hier aber an der falschen Adresse.

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