Blitzkrieg 2: Das letzte Gefecht
Die kleinen grünen Panzer unterscheiden sich kaum von der Landschaft.
Bläst Nival Interactive wirklich zum letzten Gefecht oder lässt sich das Schlachtenglück noch einmal wenden? Wir erinnern uns: Mit Blitzkrieg 2 hatte sich der russische Entwickler unter den Fans des ersten Teils nicht viele Freunde gemacht. Zu actionreich und wenig taktisch sei der Nachfolger. Mit dem ersten offiziellen Add-on wird nun eine spürbare Kurskorrektur vorgenommen.
Der Schwierigkeitsgrad ist von Beginn an höher, was vorsichtiges Vorgehen fordert. Sie greifen in zwei Kampagnen auf deutscher oder sowjetischer Seite in die Kämpfe an der bereits wankenden Osftfront ein. Das Dritte Reich hat im Jahr 1944 endgültig die Initiative verloren und so jagt ein Rückzugsgefecht das nächste, während die Rote Armee scheinbar unaufhaltbar vorwärts marschiert. Und dabei kommen massenhaft Panzer allerhöchster Güte zum Einsatz: Tiger, Panther, T34/85 und IS-2 walzen durch Ostpreußen, Polen und Pommern.
Die Kampagnen sind wie aus Blitzkrieg 2 gewohnt aufgebaut: Sie müssen erst einige kleinere Gefechte bestreiten, wodurch Sie neue Einheiten freigeschaltet bekommen. Am Schluss jedes Feldzuges steht ein großes Finale, in dem Sie Ihre ganze Armee ins Gefecht werfen. Verluste während der Kämpfe fallen auch im Add-on nicht extrem schwer ins Gewicht, da Sie aus einem - im Vergleich zum Hauptspiel - relativ bescheidenen Nachschub-Pool neue Einheiten anfordern dürfen. Grafik und Sound haben sich nicht verändert und wirken im Jahr 2006 noch retromäßiger als Anfang 2005.
