Black & White 2-Entwicklertagebuch Teil 3: Dorfleben und Kriegsführung

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Black & White 2-Entwicklertagebuch Teil 3: Dorfleben und Kriegsführung Glen fiel noch ein weiterer Bug zum Vorführen ein, auch wenn der nicht direkt etwas damit zu tun hat. Mit ein paar Klicks stellte er ein Rekrutierungszelt in einem Wohngebiet auf und begann Kinder in die Armee einzuziehen. Möglicherweise etwas politisch inkorrekt, aber sicher nicht unrealistisch. Glen hatte schon längst eine Lösung für das "Kinder-Rekrutierungs"-Problem parat und wollte sie gerade umsetzen - zunächst sollte er uns aber zeigen, wie unsere Kindersoldaten von ein paar Elite-Samurai vermöbelt würden. Ahhh... wenn es bloß schon Soundeffekte gegeben hätte. Diese Szene hat in jedem Fall eine interessante Frage aufgeworfen: In Black & White geht es um den freien Willen - sollten wir also Spielern erlauben, Kinder in ihre Armee zu berufen, wenn das ihr Wille ist? Jetzt zieht das Spiel keine Kinder mehr automatisch ein, aber wenn ein Jugendlicher alt genug ist, um sich ein Schwert zu nehmen, und wenn der Spieler teuflisch genug ist... möglicherweise sollten wir es erlauben.

Da wir schon bei den Schrecken des Krieges sind (wie das vorige Szenario so treffend verdeutlichte): Wenn Sie verschiedenen KI-Götter andauernd Krieg erklären, wird sich das schnell auf die gesamte Welt auswirken, und die Gegner werden ihre Strategie dementsprechend ändern. Außerdem werden viele Charaktere anders reagieren, als wenn Sie ein freundlicher Gott wären.

Ich persönlich plane, alles und jeden zu bekriegen, besonders, wenn wir das Spiel gegeneinander testen. Ich denke, das liegt vor allen Dingen an Jontys ständiger Unterstellung, dass ich den fiesesten Gott überhaupt spielen würde, aber auch, weil ich ein kleines Schlupfloch ausnutzen will, solange es noch nicht gestopft ist. Sehen Sie, Jontys Kreatur ist in so ekelerregender Weise mitfühlend, dass sie noch nicht begriffen hat, nicht jeden Verletzten zu heilen - das schließt angreifende Armeen mit ein. Meine eigene Kreatur wird keine so dämlichen Fehler machen, sondern beängstigende, Fleisch-schmelzende Zaubersprüche loslassen. Sie wird Jontys Kreatur auch am Boden liegend treten, meine Armeen mit komplexen Militärmanövern, die im Übrigen auf echten Kriegsstrategien aus der Zeit basieren, zum Sieg führen und einfach ein echtes Schwein sein. Jonty behauptet, er hätte konkrete Pläne mit meinen Leuten. Ich finde das etwas bedenklich.

Natürlich bedeutet das nicht, dass ich nicht auch meine Stadt ausbauen werde, um meine Leute daran zu hindern, in ein freundlicheres, prunkvolleres Land auszuwandern. Wenn Sie als Gott die Zügel schleifen lassen, werden Ihre Bürger immer unzufriedener und fangen an, vor Ihrer Kathedrale zu streiken. Möglicherweise artet das sogar in Aufstände aus. Meine liebenswerten Gegner pflanzen zweifelsohne idyllische Gärten, meißeln großartige Statuen, legen Straßen an, um den Bewohnern das Reisen zu vereinfachen, bauen Tavernen, in denen die Städter ihre Freizeit verbringen können, und machen alles, was eine herausragende Stadt erfordert. Mir reichen stattdessen Bars (die mag ich wirklich) und Folterkammern, wo immer ich Unruhen bemerke. Ich brauche nicht die Liebe meiner Leute, sondern nur ihren blinden Gehorsam und eine gesunde Portion Angst.

Wie immer läuft alles auf eine finale Entscheidung hinaus: Seien Sie nett und die Welt wird in Scharen zu Ihrer Tür kommen. Seien Sie böse und Sie werden die Türen der anderen eintreten. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Alle Ihre Taten haben direkte Konsequenzen, also bereiten Sie sich vor, Gott zu spielen, denn Ihre Leute sehen zu.

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