BlackkKlansman: Filmrezension zum satirischen Drama
Als Regisseur Spike Lee den Film beim Cannes Film Festival vorstellte begeisterte er die Zuschauer, welche das Werk mit einer sechsminütigen Standing Ovation würdigten. In der Hauptrolle sehen wir John David Washington, welcher der Sohn von Denzel Washington ist. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.
Anfang der 1970er-Jahre ist der Afroamerikaner Ron Stallworth als Cop im Colorado Police Department eine absolute Ausnahmeerscheinung. Nicht weniger ungewöhnlich ist seine Mission: Er will dem örtlichen Ku-Klux-Klan das Handwerk legen. Weil er als Schwarzer innerhalb der Rassistenvereinigung schlecht verdeckt ermitteln kann, springt sein jüdischer Kollege Zimmerman als Double ein ...
So kurios und komisch die Geschichte klingt, so wahr ist sie. Spike Lee zeigt mit der Story aus den 70ern, wie absurd es ist, Menschen nach Hautfarbe und Religion zu kategorisieren. Nebenbei spielt er gekonnt auf die politischen Verhältnisse der Gegenwart an und gibt einen geschichtlichen Abriss des Rassismus in den USA. Weil er das weitgehend humorvoll und unterhaltsam macht, ist der Wechsel zu den Schlussbildern ziemlich abrupt. Sie dokumentieren rassistische Ausschreitungen in jüngster Vergangenheit und machen deutlich, wie ernst Lee das Ganze tatsächlich ist.
FAZIT:
Die Botschaft ist wichtig und aktuell, auch wenn Lee sich nicht ganz entscheiden kann, was die Tonalität des Films angeht.
