Rennen hautnah erleben? Unmöglich bei dieser Simulation!
Vor allem in den ersten Runden sind Karambolagen und darauf folgende Abflüge unvermeidlich.
Funkferngesteuerte Rennwagen im Maßstab 1:5 sind die Stars in Big Scale Racing. Das in den USA seit Oktober erhältliche Spiel simuliert zehn Fahrzeugtypen, die auf insgesamt sechs realistisch nachgebildeten Strecken um die Klassenmeisterschaften fahren. In den unteren Klassen ist das Fahrzeugverhalten völlig neutral: Die gut zehn Kilogramm schweren Wagen gleiten wie auf Schienen über die meist sehr verschlungenen Strecken. Selbst bei höchsten Geschwindigkeiten bleiben sie stabil, der Fahrer muss lediglich einen größeren Kurvenradius in Kauf nehmen. Erst in den obersten Fahrzeugklassen finden sich über- und untersteuernde Fahrzeuge, die nervös auf jede Gegnerberührung oder Bodenwelle reagieren. Nun werden auch die Rennen spannend, da die Computergegner endlich mithalten können und spannende Kopf-an-Kopf-Rennen entstehen.
Richtig schwierig wird es aber erst bei Regen, da in Pfützen die Bodenhaftung sofort verloren geht. Leider sind die nassen Stellen kaum zu erkennen, da die Grafik-Engine nur sehr kraftlose Farben produziert und niemals eine ausreichende Fernsicht bietet. Überhaupt ist Big Scale Racing nicht gerade ein optischer Leckerbissen: Von den monotonen Strecken und kantigen Hintergrundgrafiken können die übermäßig spiegelnden Fahrzeugmodelle nur kurzzeitig ablenken.
Immerhin ist das in jeder Klasse unterschiedliche Fahrzeugverhalten sehr eingängig. Bereits nach wenigen Minuten weiß man, wie die Fantasie-Rennwagen reagieren, und kann eine Rekordrunde nach der anderen auf den Asphalt legen - sofern man es sich einfach macht und eine am Fahrzeug montierte Kamera wählt. Denn in der Realität stehen die Piloten funkferngesteuerter Rennwagen in einem Turm am Streckenrand; und diese feststehende Kameraeinstellung macht das exakte Steuern nahezu unmöglich.
