Todlangweilige Sportsimulation mit Uralt-Design.
Wenn Sie nicht im richtigen Winkel an den Schießstand anfahren, müssen Sie einen großen Bogen zurück laufen.
Wenn Sie sich Biathlon 2002 zulegen - und das sollten Sie tunlichst vermeiden -, dann können Sie auch gleich noch zwei weitere Einkäufe auf Ihre Liste setzen: Ein künstliches Handgelenk und ein neues Keyboard. Um die Athleten nämlich über Ihren Bildschirm wackeln zu lassen, müssen Sie wie blöd auf die Steuerungs-Taste prügeln, und da dieser Vorgang nach jedem Schießstand fünf Minuten dauert, dürfte Ihre biologische Greif-Extremität nach zwei "Rennen" den Geist aufgeben. Schade um die Hand, gut für Ihre Nerven. Die Strecken sind langweiliger, als eine Eistanz-Live-Übertragung, die Animationen der Biathleten wirken, als hätte ihnen jemand einen Zitteraal in den Anzug gesteckt und das Fadenkreuz zuckelt am Schießstand so hemmungslos über den Bildschirm, dass jeder Treffer ein echter Sonntagsschuss ist. Richtig witzlos - oder amüsant, je nach Betrachtungsweise - wird das Ganze dadurch, dass Sie einen Konkurrenten nicht touchieren dürfen, ohne zu Fall zu kommen, die tolldreisten Kerle aber problemlos über Sie hinwegbrettern können. Wenn Sie unbedingt eine Biathlon-Simulation haben müssen, entmotten Sie lieber den C64 und zocken Winter Games.

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