Bad Company 2-Vorschau: Eisiger Einsatz in Alaska und Story-Schwächen
Gute Neuigkeiten: Die Bad Company kehrt in Battlefield: Bad Company 2, dem neuen Ego-Shooter von Dice, wieder zurück! Diesmal wird neben der Xbox 360 und der PS3 auch auf dem PC in den Krieg gezogen. Ab 4. März gibt es das Wiedersehen mit der verrückten Truppe in Battlefield: Bad Company 2.
Marlow, der Protagonist und Spieler, wurde vom Squad getrennt und muss jetzt mitten in einem Schneesturm der grausamsten, weil kältesten Sorte um das eigene Überleben kämpfen. Ganz ohne Waffengewalt. Also kämpft man sich von Feuer zu Feuer vorwärts, immer auf der Suche nach den Kollegen. Und im gleichzeitigen Kampf gegen die russischen Soldaten, die sich in den Weg stellen und sich selbst vor dem Erfrieren schützen wollen. Ein Kampf um Feuer entsteht. Intensiv und beklemmend, obwohl es immer wieder nur ein paar hundert Meter zu sprinten sind und ein brennendes Fass oder wärmendes Haus in Sichtweite stehen, beginnt der Bildschirm sofort virtuell zuzufrieren und die Sicht einzuschränken. Die Bewegungen werden langsamer und unkoordinierter, man stolpert mitten in zwei russische Soldaten hinein und kann sich nur mit Mühe und Not wehren, während der Bildschirm immer weiter zufriert und Marlow schmerzerfüllt jammert. Das ist gut gemacht und leider, muss man fast sagen, etwas kurz geraten. Es ist wirklich spannend und wäre es sogar noch weiter geworden, hätte man auf die Schusseinlagen während des Kampfes gegen die Kälte verzichtet. Wirklich gebraucht werden sie nämlich nicht.
Es sind diese Szenen, die die Einzelspielerkampagne wenigstens ein bisschen über den Durchschnitt heben und sich auch wirklich lohnen gespielt zu werden. Der Rest ist größtenteils durchschnittliche Shooter-Kost. Es gibt wenig, dass man nicht schon woanders gesehen hat. Es gibt die typischen Flucht-Szenen mit einem Armeetruck und einem MG, das die Verfolger zerbröselt. Es gibt immer wieder Hubschrauberkämpfe, mal aus der verteidigenden Perspektive mit Panzerfaust auf der Schulter und ständiger Flucht vor den Raketen des Helis, mal aus angreifender Sicht an einem MG die unter einem vorbeiziehende Landschaft samt russischer Trucks zerstörend. Es gibt sogar die obligatorische Drohnen-Mission. Selbst der kurze Geschichtsrückblick zu Beginn, als sich ein Sonderkommando im zweiten Weltkrieg auf einer japanischen Insel im Pazifik durchschlägt und damit sogar verdächtig Nahe an Clint Eastwoods Film "Flags of our Fathers" kommt, wirkt wie ein Déjà-vu. Aber: Das muss nicht heißen, dass es keinen Spaß macht. Gerade in den Fällen, wenn es gut umgesetzt ist, wie die Häuserkampfszene oder die Flussfahrt, macht das Spiel enorm Laune. Nur dazwischen setzt es eben auf Bewährtes, das einen nicht mehr aus dem Sessel hebt. Und das ist schade, beweisen die Jungs von DICE doch, dass sie es in bestimmten Fällen sehr gut können.
Quelle: DICE/EA
In Bad Company 2 sind Sie auch in tropischen Gefilden unterwegs.
Grafisch schlägt sich Bad Company 2 gut genug um schön auszusehen und viel Action auf dem Bildschirm abzuladen. Wenn links und rechts die Raketen einschlagen, Häuser zusammengeschossen werden, von vorne ein Panzer kommt und eine Gegnerwelle nach der anderen reinschwappt, wünscht man sich da irgendwie rauszukommen. Geht aber nicht: War is serious business. Die Abwechslung der Kriegsorte ist bis auf die sehr lineare Gestaltung der einzelnen Abschnitte angenehm. Vom kalten Alaska geht es in das tropische, moskitoverseuchte Südamerika mit Regenwaldeinlagen, die aber kaum der Rede wert sind, da sie so unglaublich linear sind, dass man kaum von einem Wald sprechen mag. Wenigstens ist die Soundkulisse detailverliebt: Immer wieder hört man das Surren eines Moskitos direkt am Ohr, gefolgt von Flüchen des Texaners Haggard. Gerade die kurzen Zwischendialoge und Streiteren der Mitglieder des Squads sind witzig und gelungen. Weniger ihre KI. Obwohl Marlowe der Neuling im Squad ist, geht er größtenteils vorne weg, nicht der Sarge. Und wirkliche Hilfen im Kampf gegen Gegner sind unsere Kollegen auch nicht, ihre Trefferquote ist nicht allzu berauschend. Immerhin versuchen sie zu unterstützen. Da zählt wohl mehr der Wille.
Ganz an Modern Warfare 2 kommt Bad Company 2 gafisch aber nicht heran - auch wenn man fast alles zerstören kann. Letzteres ist dafür taktisch immer noch sehr interessant: Einem Scharfschützen nimmt man dann doch besser die Argumente aus der Hand, wenn man seinen erhöhten Schussplatz einfach waffengewaltig zum Einstürzen bringt. Und Waffengewalt hat man genügend, aus 46 Waffen lässt sich genug Durchschlagskraft herausholen, wobei nur zwei Waffen gleichzeitig transportiert werden können. An strategisch wichtigen Punkten in der Mission liegen aber immer genügend Waffenversorgungskisten herum, um sich die richtige Kombination aus Nah- und Fernkampfwaffen zusammenzustellen. Reicht die Handwaffendurchschlagskraft nicht mehr aus, kann auf größeres umgestiegen werden: Jeeps mit MGs, vollgetankte und bis an die Spitzen mit Munition bepackte Panzer oder ein Helikopter. Letzteren darf man aber zumindest in der Einzelspielerkampagne nicht selbst fliegen, der wird von einem schrägen, pazifistischen Hippie-Piloten der US-Armee geflogen...
Ja, Charaktere erschaffen können sie.
Der erste Teil erschien im Jahr 2008 nur als Konsolenversion für PS3 und Xbox 360, der zweite Teil kommt jetzt auch als PC-Version. Das tut dem Spiel auch nur gut, zwar war Bad Company als reiner Konsolen-Shooter geplant, den Komfort von Maus und Tastatur als Steuerung können die Controller der beiden Konsolen aber einfach nicht bieten. Wobei am Ende des Tages sowieso der Skill entscheidet und da hilft nur stupides üben, am Besten im weiten Multiplayerpart von Bad Company 2, der - natürlich - verspricht das spaßigste Feature des Spiels zu sein... Wir werden es sehen, ab 4. März.
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Sehe ich auch so.
Die Grafik der Beta gefällt mir - obwohl es sich um eine triste Schnee-Map handelt - jetzt schon besser als die MW2-Grafik (in der Beta alles auf max. @ 1680x1050). Dabei fehlen in der BC2-Beta noch hohe Texturen, DX 11, ...
Soundtechnisch ist BC2 mit entsprechender Hardware/Boxen ebenfalls ein Knüller.
Aber wir vergleichen hier auf sehr hoher Ebene.
Aber egal, MW2 ist ein absolutes Top-Spiel (mal vom "Serversystem" abgesehen) und BC2 wird uns wohl auch nicht enttäuschen.
Die GS hat BF-BC2 übrigens 90% verpasst + Gold-Award für MP:
Edit:
Wertungen:
PCG: 86% SP, MP: -
GS: 76%(!) SP, MP 90%
by the way: Ich finde das ganze Gejammere über die Grafik echt unglaublich. Finds schön, dass es hier bei PCGames scheinbar etwas anders aussieht.
Du meinst HBAO: Horizon Based Ambient Occlusion, bietet wesentlich schönere Schatten, fällt aber im Tümmel des Gefechts so gut wie nicht auf.
Die meisten kaufen sich das Spiel wars. sowieso nur wegen dem MP Teil, weil sie auf ein BF3 warten und dieses Spiel dem am nächsten kommt.
Trotzdem freue ich mich auf den SP Teil, weil ich einfach mal sehen will was die Jungs von Dice in Sachen Story erzählen draufhaben, und natürlich der Humor. Bin gespannt!
Klar hat MW2 die besseren Texturen etc., dafür muss es aber nich annähernd so große Maps und so gut wie keine Physik berechenen; und dafür läuft BC2 (zumindest bei mir) erstanlicht gut.
(alles max; AA. 2x; HABQ (?) aus; 1680x1050) ca um die 70 FPS
Wer mehr wissen will: im offizielen BF:BC2 Blog git es nen Umfangreichen Eintrag zur PC Grafik.
blogs.battlefield.ea.com/ Für alle die Englisch können :P ;]