Batman: Arkham City im Test - Das hat uns gefallen - Seite 2
Batman: Arkham City im Test - Rocksteady zweites Batman-Abenteuer verbindet eine clevere Story und großartige Inszenierung mit toller Spielbarkeit und bietet noch dazu reichlich Umfang. Das Ergebnis beeindruckt: Arkham City ist eines der besten Spiele des Jahres.
Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment
Wie schon im gelungenen Vorgänger sind die Kämpfe auch in Batman: Arkham City wieder grandios inszeniert.
Klasse inszenierte Kämpfe
Kämpfe in Arkham City laufen ebenso flüssig und sehenswert ab wie im Vorgänger: Batman kann es problemlos mit einem Dutzend Gegner aufnehmen, wirbelt fein animiert durch die Gangsterreihen, kontert Schläge und Tritte mit teils abenteuerlichen Verrenkungen und setzt mit brutalen Kombo-Attacken nach. Diesmal kann Batman seine Gadgets aktiv im Kampf einsetzen, etwa das Explosivgel, das hier als eine Art Tretmine funktioniert. Prima: Der Schwierigkeitsgrad fällt ein wenig höher aus als im Vorgängerspiel, da die Gegner mit der Zeit bessere Ausrüstung ins Gefecht bringen – gegen Spielende können sie mit Messern und Schusswaffen, aber auch mit schweren Rüstungen und Elektroschockern auf Batman losgehen, besonders hier ist dann der Einsatz der Gadgets gefragt.
Catwoman als gelungene Ergänzung
Mehrmals in der Haupthandlung darf man auch als Catwoman durch Arkham City streifen. Rocksteady hat die Dame ähnlich gut umgesetzt wie Batman selbst: Catwoman besitzt ein ganz eigenes Bewegungsrepertoire, nutzt eine Peitsche anstelle von Greifhaken, flitzt lässig an Decken entlang, geht in Kämpfen sogar eleganter und schneller zu Werke als Batman selbst. Schön: Nachdem man die Hauptgeschichte durchgespielt hat, darf man frei zwischen Batman und Catwoman wechseln und sich so mit beiden Helden noch weiter in Arkham City umsehen – beispielsweise gibt es einige spezielle Riddler-Trophäen, die nur Catwoman einsacken kann.
Quelle: Warner Bros.
Auch ohne DX11 hinterlässt die PC-Grafik von Batman: Arkham City einen rundum gelungenen Eindruck.
Tolle Grafik
Auch wenn der DX11-Modus noch fehlerbehaftet ist, brauchen PC-Spieler den Kauf nicht scheuen - Arkham City sieht auch unter DX9 exzellent aus. Die Animationen des Helden sind gewohnt erstklassig, die Gestaltung der Charaktere detailverliebt und die Stadt selbt überrascht mit vielen abwechslungsreichen Verzierungen. Kleine Schönheitsfehler, etwa hier und da mal eine leicht unscharfe Textur, fallen dabei kaum noch auf – das Gesamtbild wirkt enorm stimmig. Auf nVidia-Grafikkarten können Spieler zusätzlich PhysX-Effekte hinzuschalten, die dem Spiel beispielsweise neue Partikel- und Rauchsysteme hinzufügen. Diese Effekte kommen zwar der Atmosphäre zugute und sehen hübsch aus, sind aber kein Muss, um das Spiel zu genießen – Besitzer von Radeon-Grafikkarten dürfen also ebenfalls ruhig zuschlagen.
Hervorragender Sound
Die deutschen Sprecher sind – wie schon im Vorgänger – meist gut gewählt und vertonen ihre Rollen mit Sorgfalt. Trotzdem kommt die gute deutsche Fassung nicht an das englische Original heran: Hier sind namhafte und vielfach ausgezeichnete Sprecher (etwa Kevin Conroy als Batman und Mark Hamill als Joker) zu hören, die wieder fantastische Leistungen vollbringen: Egal ob Batman oder Joker, ob Alfred oder Two-Face, alle Charaktere sind auf den Punkt getroffen und sorgen für ein dickes Atmosphäre-Plus. Toll: In der englischen Fassung sprechen die Charaktere lippensynchron, das macht die Figuren noch glaubhafter.
Die PC-Fassung lässt sich sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch installieren. Wer das Spiel über Steam gekauft hat, kann die Sprache einfach über Steam umstellen.
Tadellose PC-Umsetzung
Technisch wurde Arkham City gut für den PC angepasst. Grafikfehler konnten wir nicht beobachten, das Bild wirkt insgesamt schärfer als auf den Konsolen und die Performance hinterlässt einen ordentlichen Eindruck.
Die Steuerung funktioniert auch mit Maus und Tastatur sehr gut. Die Tastenbelegung könnte ungeübte Spieler aber zunächst überfordern, da viele Gadgets, Manöver und Spezialattacken verwaltet werden müssen. Ungewohnt ist der Schnelleinsatz bestimmter Gadgets – wer etwa flink einen Batarang werfen will, muss dazu standardmäßig zwei Mal die Taste 1 drücken. Rocksteady erlaubt es allerdings, auch diese Tastenbelegung zu verändern – sehr löblich, auch wenn man dazu das Spiel erst verlassen und ins Optionsmenü wechseln muss.
Alles in allem erfordert die Steuerung per Maus und Tastatur ein wenig Einarbeitung, funktioniert dann aber tadellos. Auch hier ist spürbar, dass Rocksteady keine lieblose Konsolenportierung gemacht hat. Und wem die vielen Tasten zuviel Mühe machen, der kann auch ein Gamepad (idealerweise das Xbox-360-Pad) anschließen. Die Gamepad-Steuerung ist zwar auch ein wenig überladen, geht manchen Spielern aber vielleicht angenehmer von der Hand.
Viele Upgrades und freischaltbare Extras
Für gewonnenene Kämpfe und gelöste Rätsel erhält Batman Erfahrungspunkte, dank denen er im Level aufsteigt. So darf er mit der Zeit eine stattliche Auswahl an Upgrades freischalten, die ihm etwa bessere Panzerung oder neue Spezialattacken gewähren. Bestimmte Spielfortschritte – sowohl in der Haupthandlung als auch in den Nebenaufgaben – schalten zudem Bonusmaterial wie Artworks, Charaktergalerien und Hintergrundinformationen frei, außerdem erhält man so mit der Zeit Zugang zu Bonuskarten und Herausforderungsmissionen, die aber vollständig aus dem Hauptspiel ausgegliedert sind. Auf diesen Karten, in denen es in erster Linie um Punktejagd geht, kann man aus mehreren Charakteren wählen, per kostenpflichtiger DLC-Erweiterung sind hier beispielsweise auch Robin oder Nightwing spielbar. Wer darauf aber ohnehin keine Lust hat, kann diese ganzen Zusatzkarten einfach ignorieren – sie sind kein Teil des Hauptspiels und fügen der Geschichte nichts hinzu.
In diesem Artikel
- Seite 1 Batman: Arkham City im Test - Informationen zur PC-Version
- Seite 2 Batman: Arkham City im Test - Das hat uns gefallen - Seite 1
- Seite 3 Batman: Arkham City im Test - Das hat uns gefallen - Seite 2
- Seite 4 Batman: Arkham City im Test - Das hat uns nicht gefallen + Wertung
- Seite 5 Bildergalerie

Noch mal ne andere Frage: ich hab die steelbook-variante, die mit dem robin-dlc ausgeliefert wurde. Ist auch installiert... im Menü kann ich das aber nirgendwo entdecken. Wird das erst später freigeschaltet, wenn man die kampagne durch hat? Oder bin ich blind?