Batman: Arkham City im Test - Das hat uns gefallen - Seite 1
Batman: Arkham City im Test - Rocksteady zweites Batman-Abenteuer verbindet eine clevere Story und großartige Inszenierung mit toller Spielbarkeit und bietet noch dazu reichlich Umfang. Das Ergebnis beeindruckt: Arkham City ist eines der besten Spiele des Jahres.
Quelle: Warner Bros.
Die Gefängnis-Stadt aus Batman: Arkham City ist riesig. Dennoch verlauft ihr euch nicht in der Spielwelt.
PRO
Atmosphärische, vollgepackte Spielwelt
Arkham City wurde mit der gleichen Sorgfalt gestaltet wie das Arkham Asylum aus dem gleichnamigen Vorgängerspiel. Die Kulisse ist groß und weitläufig, bleibt dabei aber für den Spieler überschaubar genug, um sich nicht darin zu verirren. Die Straßen und Häuser wurden mit viel Liebe zum Detail entworfen, hinzu kommen noch mehrere Gebäude, die Batman nach und nach betreten und erforschen darf. Während man sich in dem Außengebiet vor allem elegant gleitend durch die Lüfte bewegt und dabei totale Bewegungsfreiheit genießt, erinnern die Innenlevels mit ihrem ausgewogenenen Verhältnis aus Schleich- und Kampfpassagen eher an das Vorgängerspiel, in dem es deutlich beengter zuging.
Die Atmosphäre ist Rocksteady sogar noch einen Tick besser gelungen als in Arkham Asylum: Auf den Straßen kommentieren Gangster den aktuellen Stand der Story, am Himmel ziehen Helikopter ihre Kreise und suchen die Straßenschluchten mit Scheinwerfern ab, Schneeflocken wirbeln durch die Luft und bleiben sogar am Körper des Helden kleben – Rocksteady hat an nahezu alles gedacht.
Für ein Action-Adventure ist Arkham City erfreulich umfangreich: Die Hauptquest beschäftigt etwa 8 bis 10 Stunden; wer zusätzlich die vielen Nebenaufgaben und Riddler-Herausforderungen lösen will, ist aber eher 30 bis 35 Stunden beschäftigt.
Quelle: Warner Bros.
Die Charaktere sind in Batman: Arkham City wieder großartig gezeichnet. Allerdings kommen manche etwas zu kurz.
Gute Story und großartige Charaktere
In Arkham City wimmelt es nur so von interessanten, großartig vertonten Figuren und Schurken aus dem Batman-Universum: Joker, Pinguin, Catwoman, Robin, Mr. Freeze und noch viele mehr feiern hier gelungene Auftritte. Einige Charaktere kommen dabei allerdings zu kurz weg, etwa Two-Face, der nach einem klasse gemachten Einstieg kaum noch eine Rolle in der Story spielt. Ein paar Figuren weniger hätten es vermutlich auch getan.
Dafür bietet die ernste Geschichte einige spannende Wendungen, selbst eingefleischte Batman-Fans dürften angesichts mancher Szenen (positiv) überrascht sein. Die Entwickler inszenieren die Story auf durchweg hohem Niveau, mit gut gemachten Cutscenes, erstklassigen Sprechern (vor allem in der englischen Fassung) und stimmungsvoller Musik. Rocksteadys Respekt vor der Materie ist jederzeit spürbar – Arkham City darf sich zweifellos zu den besten Superheldenspielen aller Zeiten zählen.
Geschliffener Gameplay-Mix
Einen Großteil der Spielzeit verbringt man auf und über den Dächern von Arkham City; Batman gleitet durch die Lüfte, nimmt auf Vorsprüngen Platz, stürzt sich in Straßenschluchten hinab – schon allein diese neue Bewegungsfreiheit hebt das Spiel spürbar von seinem Vorgänger ab. Das Leveldesign der Innenräume fällt zudem etwas übersichtlicher aus als in Arkham Asylum - so ist es beispielsweise nur noch selten nötig, durch Luftschächte zu klettern, das Ziel ist meistens klar vor Augen.
Ob unter freiem Himmel oder in Innenräumen - Arkham City ist jederzeit sehr gut spielbar und gibt dem Spieler viele Möglichkeiten zur Hand. In Kämpfen wie auch beim Lösen der Rätsel kommen etwa Gadgets zum Einsatz, zum Beispiel ein Elektroschocker, ein Greifhaken, ein ferngesteuerter Bumerang oder ein Seilwerfer, mit dem Batman sich blitzschnell eine praktische Brücke bastelt. Auch Batmans Bewegungsrepertoire wurde erweitert: Der maskierte Held kann sich nun etwa per Seilkanone an Hauswänden emporziehen, sich an Hubschrauber hängen oder zwei Gegner gleichzeitig lautlos ausschalten.
Am unterhaltsamsten ist Arkham City immer dann, wenn all diese Gadgets und Fähigkeiten zusammenkommen: Wenn Batman etwa einen schwer bewaffneten Schlägertrupp ausschalten soll, kann er verschiedenste Vorgehensweisen wählen: Sich lautlos durch Gitterschächte anschleichen oder elegant aus der Luft angreifen, Gegner an Vorsprüngen festbinden oder mit dem Baterang betäuben, Feinde per Seilhaken entwaffnen oder einfach frontal in den Nahkampf gehen – nur einige der vielen Möglichkeiten, die der Spieler in Arkham City hat.
Auch die Gegner-KI hinterlässt einen guten Eindruck: Sobald Batman beginnt, Feinde aus einer Gegnergruppe herauszupicken und nach und nach auszuschalten, werden die Schläger aktiv nach dem Helden suchen, sich zu kleinen Trupps zusammenschließen, Granaten werfen oder mögliche Verstecke kontrollieren. Frustrierende Trial-and-Error-Szenen gibt es dabei nicht, die Schleichelemente fallen stets fair aus.
Quelle: Warner Bros.
Mit den zahlreichen Riddler-Rätseln habt ihr auch in Batman: Arkham City wieder reichlich zu tun.
Motivierende Nebenaufgaben
Arkham City ist vollgepackt mit Nebenaufgaben: Mit der Zeit werden mehrere Aufträge freigeschaltet, in denen Batman beispielsweise einen Scharfschützen jagt, eine Mordserie untersucht, Hinweise sammelt oder Geiseln befreit – allesamt gelungene Quests, die zwar nicht immer auf dem Niveau der Hauptgeschichte inszeniert sind, aber trotzdem für Stimmung sorgen.
Ein Highlight der Nebenbeschäftigungen ist der Riddler: Der Rätselgauner hält stolze 440 Aufgaben, Kopfnüsse und Herausforderungen für Batman bereit - allein das dürfte geübte Spieler bis zu zehn Stunden beschäftigen. Tatsächlich ist die Fülle an Aufgaben anfangs sogar etwas überwältigend - man fragt sich, wie man all das nur schaffen soll. Mit der Zeit lichtet sich aber das Chaos und man beginnt, die Ziele immer gezielter abzuarbeiten. Und das lohnt sich! Denn nur wer alle Riddler-Aufgaben löst, schaltet so nach und nach interessante Tonband-Mitschnitte frei, in denen Drahtzieher Hugo Strange sich mit einigen von Batmans größten Rivalen anlegt. Die spannenden Gspräche fügen der Geschichte ein paar wichtige Details hinzu – also eine tolle Belohnung für interessierte Spieler, die wirklich alles aus Arkham City rausholen wollen.
Trotz der Fülle an Nebenaufgaben leidet die Übersicht praktisch nie, denn die Kartenfunktion des Spiels ist gut gelöst. Haupt- und Nebenquests lassen sich einzeln anwählen, ein individueller Marker ist ebenfalls möglich und mit der Zeit werden auch sämtliche Riddler-Rätsel übersichtlich verzeichnet.
In diesem Artikel
- Seite 1 Batman: Arkham City im Test - Informationen zur PC-Version
- Seite 2 Batman: Arkham City im Test - Das hat uns gefallen - Seite 1
- Seite 3 Batman: Arkham City im Test - Das hat uns gefallen - Seite 2
- Seite 4 Batman: Arkham City im Test - Das hat uns nicht gefallen + Wertung
- Seite 5 Bildergalerie

Noch mal ne andere Frage: ich hab die steelbook-variante, die mit dem robin-dlc ausgeliefert wurde. Ist auch installiert... im Menü kann ich das aber nirgendwo entdecken. Wird das erst später freigeschaltet, wenn man die kampagne durch hat? Oder bin ich blind?