Banishers: Ghosts of New Eden:

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Test Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Cover-Artwork von Banishers mit Red & Antea
Quelle: Don't Nod Entertainment

Mit Banishers: Ghosts of New Eden liefern die Macher von Life-is-Strange-Macher eines ihrer besten Spiele ab, das uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Das hat natürlich auch mit der Charakterzeichnung zu tun. Waren wir anfangs noch enttäuscht bezüglich des Prologs, wuchsen uns Antea und Red mit der Zeit richtig ans Herz. In Gesprächen mit Geistern verfügen beide über Dialogoptionen.

Die Lebenden hingegen können Antea meistens nicht sehen, aber dann kommentiert sie zumindest das Geschehen. Beide Protagonisten sprechen auch miteinander über das Geschehene und wir können stellenweise in kurzen Dialogoptionen die Antworten des jeweils Anderen bestimmen.

Das Zusammenspiel zwischen Red und Antea ist hervorragend gelungen und irgendwann haben wir unseren Schwur sogar ernsthaft hinterfragt und mit dem Gedanken gespielt, sie doch noch zurückzuholen. Die Möglichkeit dazu ist wie zuvor erwähnt da. Es ist ein ganz besonderes Prädikat, wenn es ein Spiel schafft, solche Gefühle in uns auszulösen und Banishers: Ghosts of New Eden gelingt dieses Kunststück.

Red McWraith in Nahaufnahme Quelle: Don't Nod Entertainment

Stimmige Dialoge ...

Die Identifikation mit den Protagonisten gelingt natürlich auch deswegen, weil die Atmosphäre des Spiels so gut umgesetzt wurde. Alle Dialoge mit NPCs werden mit zahlreichen stimmigen Kameraeinstellungen eingefangen. Außerdem setzen die Entwickler einen schicken Bokeh-Effekt ein, der die Umgebung leicht unscharf macht. So werden selbst Nebenquests und schlichter Small Talk mit einfachen Mitteln toll in Szene gesetzt.

Obendrein sind die Gespräche immer nachvollziehbar und stimmig geschrieben. Man merkt, dass hinter Red und Antea zwei gestandene Charaktere stehen. Gerade im Englischen sitzt auch die Vertonung. Red ist ein eher zurückhaltender Mann, der gerne mal imit schottischem Akzent n seinen Bart murmelt, während Antea mit ihrer rauchigen Stimme Erfahrung ausstrahlt.

Die deutsche Synchro überzeugt ebenfalls mit guter Übersetzung und passenden Sprechern. Allerdings verliert man hier die stimmigen Akzente, manchmal sitzt die Betonung nicht ganz und die Lippensynchronität geht stellenweise flöten.

... und atmosphärische Spielwelt

Die Atmosphäre wird zusätzlich stark von der Spielwelt selbst getragen. Es liegt stets etwas Mystisches über New Eden. Das wird vom Setting unterstützt, denn die tiefen Wälder im Amerika des 17. Jahrhunderts bringen von Haus aus etwas Unheimliches mit sich. Zudem ist das Design der Welt schön düster gehalten und das Sounddesign überzeugt ebenfalls.

Man kauft der Welt ab, dass hier Geister, Hexen und mehr im Unterholz lauern. Das hat auch seine Schattenseiten, denn man ist dadurch einen Großteil der Spielzeit im Wald unterwegs. Aber Banishers gibt sich zumindest Mühe, Abwechslung zu bieten, etwa in Form von Sümpfen und schneebedeckten Bergen.

Eine Windmühle an einem Hang Quelle: Don't Nod Entertainment Ausdrücklich loben wollen wir, dass Banishers Backtracking belohnt. Einerseits weben die Entwickler Metroidvania-Elemente ein. Manche Wege können wir nämlich erst freiräumen, wenn wir die nötigen Fähigkeiten haben. Andererseits ploppen auch in bereits besuchten Gebieten ganz neue Quests auf, wenn man bestimmte Fortschritte in der Story gemacht hat. Das zieht sich bis ins Endgame.

Banishers strotzt dadurch nur so vor Inhalten abseits der Hauptstory. Für unseren ersten Durchgang haben wir ca. 30 bis 35 Stunden benötigt. Dabei haben wir allerdings auch eine Menge Nebenquests und Sammelkram liegen gelassen.

Wer also alles mitnehmen möchte, der kann sicherlich noch einmal gut und gerne 20 Stunden draufschlagen. Nach größeren Entwicklungen in der Hauptstory verändert sich außerdem sogar punktuell die Spielwelt und NPCs gehen in Dialogen auf die Geschehnisse ein, an denen wir beteiligt waren. Das gibt uns wirklich das Gefühl, dass wir die Welt und ihre Bewohner mit unseren Entscheidungen beeinflussen.

Doppelpack-Menü

Jetzt haben wir in epischer Breite über Story und Atmosphäre referiert, aber diese Bestandteile sind eben die absoluten Stärken von Banishers: Ghosts of New Eden. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Gameplay hinterherhinkt. Wir steuern die meiste Zeit Red aus einer recht nahen Third-Person-Perspektive, die ein wenig an die Kamera aus God of War erinnert. So sind wir wie beim Griechengott sehr nah am Geschehen.

Der Clou ist, dass wir auf Knopfdruck zu Antea wechseln können. Mit ihr sehen wir verborgene Dinge und als Geist hat sie auch sehr mächtige Fähigkeiten. Die Metroidvania-Anleihen haben wir ja bereits angesprochen. Doch auch im Kampf unterstützen und ergänzen sich beide Charaktere. Grundsätzlich geht es immer gegen verschiedene Formen von Geistern.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Garfield1980 Mitglied
        Zitat von Sophie81
        Dieses Spiel hat eine sehr schlechte Grafische Qualität + die Steuerung ist auch mies.
        Knapp 60 Euro, no go
        Ich weiß nicht was an der Grafik schlecht sein soll, für ein AA Spiel sieht es ziemlich gut aus. Hatte auch mit der Controller Steueurng, bis auf die leicht hakeligen Kämpfe, keine Probleme.
      • Von Garfield1980 Mitglied
        Zitat von Sophie81
        Dieses Spiel hat eine sehr schlechte Grafische Qualität + die Steuerung ist auch mies.
        Knapp 60 Euro, no go
        Ich weiß nicht was an der Grafik schlecht sein soll, für ein AA Spiel sieht es ziemlich gut aus. Hatte auch mit der Controller Steueurng, bis auf die leicht hakeligen Kämpfe, keine Probleme.
      • Von Sophie81 NPC
        Dieses Spiel hat eine sehr schlechte Grafische Qualität + die Steuerung ist auch mies.
        Knapp 60 Euro, no go
      • Von General-Lee Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Carlo Siebenhuener
        Naja thats Spiele-Reviews for you.
        Die sind am Ende zu großen Teilen subjektiv, bis auf rein technische Sachen, wie Bugs oder Grafik.
        Als Beispiel: Ich fand das Kampfsystem stets unterhaltsam und nicht nur zweckmäßig. Ich hatte stellenweise auch sehr spannende Kämpfe mit schwitzigen Händen. (The Beast)

        Die Quests sind stellenweise zwar recht gleichförmig, das habe ich im Test erwähnt. Aber sie sind stets toll geschrieben und das wiegt es für mich am Ende wieder weit auf. Matthias wird mir da zustimmen.
        Die Story hat mich mitgenommen und mich noch lange nach dem Abspann beschäftigt. Das macht viele Dinge für mich wett. Und alle anderen Parts sind für mich bei weitem nicht so schlecht, wie du sie beschreibst.

        Ich glaube am Ende kannst du aber zumindest das mitnehmen: Unser Geschmack deckt sich offenbar nicht. Unterschiedliche Geschmäcker sind ja auch gut, sonst wäre es langweilig. ^^Aber vielleicht ist das hilfreich, um zukünftige Tests von mir für dich besser einordnen zu können. :)
        Ja, Geschmäcker sind verschieden, haben aber in einem Spieletest möglichst wenig zu suchen.
        Ein Test hat so objektiv zu sein, wie es nur irgendwie geht.
        Wenn es so ist wie du schreibst, dass Spiele sogar zu großen Teilen subjektiv sind, dann nehme ich tatsächlich eine Sache mit, nämlich dass die Tests dann für mich nahezu wertlos sind.
        Da würde mir vielleicht auch der ein oder andere zustimmen.

        Du schreibst außerdem, dass gewisse Dinge andere Sachen wieder aufwiegen. Also gibt es doch Defizite?
        Warum werden die nicht in der Form geschildert?
        Und warum reicht eine Aussage wie: Also mir hat’s ganz gut gefallen für eine 9 von 10. Sowas kann ich doch nicht ernst nehmen.
        Ich habe ganz konkrete Dinge benannt und alles was kommt ist sinngemäß: Na da übertreibst du aber. Das denke ich bei der Wertung übrigens auch.
        Außer dieses „Na mir hat’s aber besser gefallen“, kamen leider keine validen Punkte, woran man das hätte festmachen können, wieso, weshalb warum genau.
        Was genau sind in Banishers lobenswert, wofür man andere Spiele abstrafen würde und warum?
        Wie genau kommt es zu der 9 von 10 und wie ist diese 9 im Vergleich um anderen 9er Titeln einzuordnen.
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von General-Lee
        Doch ein wichtiger Punkt ist, eine 9/10 ist eine ganz klare Kaufempfehlung…nun ja…
        Die Zahl betrachtend, spielt es demnach in einer Liga mit anderen Spielen, wie Spiderman, GoT, GoW, Horizon, und so weiter, die auch alles Dinge tun, die man in Banishers auch tun kann. Nur machen die anderen Spiele das um Längen besser.
        Naja thats Spiele-Reviews for you.
        Die sind am Ende zu großen Teilen subjektiv, bis auf rein technische Sachen, wie Bugs oder Grafik.
        Als Beispiel: Ich fand das Kampfsystem stets unterhaltsam und nicht nur zweckmäßig. Ich hatte stellenweise auch sehr spannende Kämpfe mit schwitzigen Händen. (The Beast)

        Die Quests sind stellenweise zwar recht gleichförmig, das habe ich im Test erwähnt. Aber sie sind stets toll geschrieben und das wiegt es für mich am Ende wieder weit auf. Matthias wird mir da zustimmen.
        Die Story hat mich mitgenommen und mich noch lange nach dem Abspann beschäftigt. Das macht viele Dinge für mich wett. Und alle anderen Parts sind für mich bei weitem nicht so schlecht, wie du sie beschreibst.

        Ich glaube am Ende kannst du aber zumindest das mitnehmen: Unser Geschmack deckt sich offenbar nicht. Unterschiedliche Geschmäcker sind ja auch gut, sonst wäre es langweilig. ^^Aber vielleicht ist das hilfreich, um zukünftige Tests von mir für dich besser einordnen zu können. :)
      • Von General-Lee Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Carlo Siebenhuener
        Das Backtracking war für mich sehr belohnend, die Welt sehr schick und stimmig und das Kampfsystem an sich auch gut.
        Hier noch ein Beispiel für ganz ganz schlechtes Quest-Design.
        Sammelaufgabe…ok, kommt ja wohl kein Spiel ohne aus, aaaber, großes AAAABER, wieso schickt mich das Spiel eine Stunde lang nach Hintertupfing um 5 Dinge zu holen, von denen ich schon hunderte im Inventar habe???
        Aber nur wenn ich genau DIE 5 besorgt habe, wird die Quest fortgeführt, die anderen zweihundert waren wohl nicht gut genug.
        Sowas habe ich echt noch nie erlebt.
        Aber ja, sowas machen halt 9/10 Spiele mal gerne…
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