Uninspirierter 'Weltraum'-Shooter in beschämender Optik inklusive schlechter Steuerung
Dieser braune Klumpen ist ein Virus. Er schießt farbige Strahlen auf unseren Raumer.
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Beharrlichkeit immer wieder neue, absurde Hintergrundgeschichten auftauchen. Aktuellstes Beispiel ist die Story von Bacteria: Weil ein Virus das Leben eines Wissenschaftlers bedroht, reisen Sie mit einem mikroskopisch kleinen Raumer in seinen Körper. Per Plasmakanone sollen Sie die Krankheitserreger - schwebende, bunte Gebilde - abschießen. Klingt total abgefahren und würde sich ähnlich wie Descent spielen, gäbe es dreidimensionale Labyrinthe zum Durchforsten, unterschiedliche Waffen zum Ausprobieren oder einen spaßigen Multiplayer-Modus. Gibt"s aber nicht. Ach ja, eine Sache haben die Entwickler (das sind drei, vier Leute, wie die Credits offenbaren) eingebaut: Trägheitseffekte, ähnlich wie in I-War 2, nur nicht ausbalanciert. In Bacteria erhöht diese Art des Fliegens folglich nicht den Realismus, nein, sie macht die Steuerung kaputt. Ganz und gar. Es ist einfach nicht möglich, Ausweichmanöver zu starten. Wer das versucht, wirbelt unweigerlich durch die rote Brühe, die sich Grafik nennt. Gibt"s eigentlich auch was Positives? Nö.
