Avatar: Aufbruch nach Pandora - Review/Filmkritik

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Avatar: Aufbruch nach Pandora
Quelle: 20th Century Fox

Traumartige Welten, erstaunliche Technik: Bei der Präsentation der Rohschnittfassung von James Camerons Sci-Fi-Spektakel in den USA erweist sich Avatar als fantastisches Epos.

Avatar ist die Geschichte eines querschnittsgelähmten Ex-Soldaten, Jake Sully (Sam Worhtington), dem eine zweite Chance geboten wird. Er soll auf den weit entfernten Planeten Pandora reisen und seine DNA für einen dubiosen Zweck zur Verfügung stellen: Auf Pandora werden von der Menschheit ungemein wertvolle Ressourcen abgebaut. Doch immer wieder gibt es Konflikte mit den blauhäutigen, katzenartigen Eingeborenen, den Na'vi, die verständlicherweise gereizt reagieren, dass ihr Planet zunehmend zerstört wird. Da die Menschen in der Atmosphäre Pandoras nicht überleben können, werden sogenannte Avatare gezüchtet, Hybriden zwischen Mensch und Na'vi. Auch von Jakes DNA wird ein solcher Avatar erschaffen. Jakes Bewusstsein - seine Gedanken und Gefühle - werden mit seinem Avatar verschmolzen. In der Haut seines Avatars kann Jake auf Pandora endlich wieder gehen, muss nicht nicht mehr im Rollstuhl zu sitzen. Dafür soll er die Na'vi infiltrieren. Als er mit seinem Team auf Pandora landet, ist er von dem fremden, exotischen Planeten fasziniert. Pandora ist eine grausame Welt, aber sie birgt auch viel ungeahnte, natürliche Schönheit. Das Na'vi-Mädchen Neytiri (Zoe Saldana) will den Eindringling mit Pfeil und Bogen töten, doch im letzten Moment hat sie eine Offenbarung: Sie meint, in Jake einen Auserwählten zu sehen, der ihr Volk retten soll. Sie nimmt ihn mit zu ihrem Stamm, wo er sich harten Prüfungen unterziehen soll. Unter anderem muss er einen in den Wolken schwebenden Berg erklimmen, um dort eine Art Flugsaurier zu zähmen und zu reiten. Zunehmend verliebt sich Jake in Neytiri und die Kultur der Na'vi. Ihm wird klar, dass ihm in seinem Leben immer eines gefehlt hat: etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Doch als ein Krieg zwischen den Menschen und den Na'vi unausweichlich scheint, muss Jake eine Entscheidung treffen ...

Avatar bietet, wie nicht anders zu erwarten, großes Kino und ganz große Bilder. Es ist Cameron gelungen, eine traumartige und überzeugende Welt zu erschaffen. Es sind sicherlich die schönsten Fantasy-Landschaften seit Herr der Ringe. Erstaunlich auch die Motion-Capture-Technologie: Jakes Avatar und die Na'vi haben ein komplexes, subtiles und weitgehend überzeugendes Mienenspiel, das anderen Filmen dieser Art überlegen ist und das Schauspiel und die Eigenarten der Schauspieler deutlich durchscheinen lässt. Auch an Action mangelt es nicht. Jakes nächtlicher Überlebenskampf gegen ein Rudel wolfsartiger Alien-Wesen und seine Flucht vor diversen Sauriern sind enorm spannend und überzeugend inszeniert.

Noch ist es nicht möglich, ein abschließendes Urteil zu fällen, aber wenn die Handlung solide konstruiert ist und die Liebesgeschichte tatsächlich ans Herz geht, könnte Avatar schon jetzt als Klassiker des Genres in die Filmgeschichte eingehen.

(Emanuel Bergmann)

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