Augustus
Am besten geben Sie den Wachen von hinten eins auf die Rübe.
Mit der Lizenz zum mäßig erfolgreichen ZDF-Zweiteiler Mein Vater, der Kaiser haben die Entwickler einen Schleich-Shooter nach dem Vorbild von Splinter Cell und Dark Project geschaffen. Die in kurzen Original-Videosequenzen mehr schlecht als recht erzählte Geschichte folgt nur lose der des Fernsehfilms. Als römischer Geheimagent Titus Gladius befreien Sie Gefangene, spionieren Feinde Ihres Auftraggebers aus und machen Verräter ausfindig. Das funktioniert am besten, indem Sie Ihren Protagonisten auf Zehenspitzen im Schatten an den zahlreichen Patrouillen vorbeiführen. Ein Licht-O-Meter gibt dabei Aufschluss, wie gut Titus getarnt ist. Sollte partout kein Vorbeikommen möglich sein, können Sie die Wächter mit einer geworfenen Münze kurzzeitig von ihrem Posten weglocken, aus dem Hinterhalt mit dem Dolch meucheln oder aus der Distanz mit einem Wurfspeer zu Boden schicken. Nur in Notfällen lässt sich der Profi-Schleicher auf offene Schwertduelle ein. Wenn gerade nicht gekämpft oder geschlichen wird, stehen kleine Schalterrätsel auf dem Programm. Technisch macht Augustus gar keine so schlechte Figur: Die "Far World" getaufte Grafik-Engine glänzt mit netten Licht-und-Schatten-Effekten und die Leveldesigner haben die Gassen des antiken Rom mit Fototexturen recht ansehnlich nachgebaut.
