Atomic Heart im Test: Ein roter Stern am Shooter-Himmel

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Test Stefan Wilhelm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 53,99 €
Atomic Heart im Test: Ein roter Stern am Shooter-Himmel
Quelle: PC Games

Wir haben den wohl interessantesten Shooter des Jahres getestet und klären ein für alle Mal, ob das Spiel seinen luftigen Ambitionen gerecht wird.

Das Gameplay: Ein irre spaßiger Mix

Da ist es umso besser, dass Atomic Heart auch spielerisch mit mutigen Ideen an den Start geht und weit mehr auf dem Kasten hat als die übliche Deckungs-Ballerbude. Geballert wird nämlich in den ersten Stunden kaum, stattdessen setzt das Spiel auf Munitionsknappheit, Nahkampf, überlegtes Vorgehen und ein flexibles Upgrade-System mit vielen sammelbaren Ressourcen. Mit zwölf verschiedenen Schießeisen und Nahkampfwaffen ballert und kloppt ihr den Robotern die Schrauben aus dem Gehäuse. Neben gelungenem Gunplay bekommt der Shooter tatsächlich auch befriedigende Melee-Auseinandersetzungen hin, was vor allem dem brachialen Trefferfeedback und großzügigen Hitboxen zu verdanken ist.

Nett: freigeschaltete Upgrades sind am Waffenmodell sichtbar und wirken sich spürbar aus. Weniger nett: Weil euch nicht erklärt wird, wie und wo ihr die Baupläne für neue Waffen und Gadgets bekommt, ist es möglich, einen großen Teil davon zu verpassen. Ihr solltet also jeden Container looten und auch mal abseits des Hauptpfades auf Erkundungstour gehen.

Dabei kommt euch euer geschwätziger Handschuh Charles zugute, der unter anderem über eine Telekinese-Fähigkeit verfügt: Ihr müsst einfach nur eure Hand in die Richtung von Kisten, Schubladen und zerstörten Feinden ausstrecken, und schon werden die Einzelteile filigran animiert in euren Rucksack gesaugt.

Das ist genauso befriedigend, wie es klingt, und füttert euer Gamer-Hirn auch nach zwanzig Stunden noch zuverlässig mit Glückshormonen. Liebe Spieleentwickler, bitte klaut dieses Feature!

Atomic Heart Quelle: Mundfish Atomic Heart

Direkt aus der Bioshock-Trickkiste kommen die Polymer-Kräfte, die ihr mit Charles abfeuern könnt. Von diesen Kräften gibt es fünf Stück, jede mit separatem Skillbaum, und sie lassen euch etwa Gegner einfrieren, schocken oder in die Luft heben. Grundsätzlich dienen die Skills vor allem dazu, Feinde kurz wehrlos zu machen, damit ihr mit euren regulären Waffen leichter Treffer platzieren könnt.

Viele Kombinationsmöglichkeiten habt ihr leider nicht, und besonders die harten Bossgegner sind meistens immun gegen die Kräfte. Da wäre mehr drin gewesen. Zumindest kommen Schock und Telekinese aber in den vielen Rätselräumen des Spiels ausgiebig zum Einsatz und eine spaßige und hübsche Bereicherung zum Prügeln und Schießen sind sie allemal.

Atomic Heart Quelle: Mundfish Atomic Heart

Der Schwierigkeitsgrad: Überraschend knackig

Im Kampf ist es wichtig, die Angriffsmuster der abwechslungsreich gestalteten Feinde zu kennen, im richtigen Moment aus dem Weg zu hüpfen, sich nicht umzingeln zu lassen und die recht trägen Spezialangriffe zu timen. Schon auf dem zweiten von drei Schwierigkeitsgraden könnt ihr euch planloses Draufhauen und -schießen nicht mehr leisten und gebt in größeren Gegnergruppen sowie Bosskämpfen schneller den Löffel ab, als euch lieb ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass euer Spielstand nur selten automatisch gesichert wird. Überseht ihr einen der recht großzügig verteilten Speicherräume, können euch beim Tod schon mal zwanzig Minuten Fortschritt verloren gehen. Dem im Marketing versprochenen Prädikat "Hardcore-Shooter" wird Atomic Heart also gerecht.

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pineappletastic Gelegenheitsspieler/in
        Alles in allem würde ich das Spiel im 75er Wertungsbereich einordnen. Es hat definitiv Spaß gemacht. Den Schwierigkeitsgrad empfand ich nicht als zu schwierig. Im Gegenteil, man kann das Respawnsystem so leicht exploiten und in kürzester Zeit so viele Neuropolymere einsammeln und aufleveln, dass man lächerlich stark ist. War ja bei Bioshock auch nicht anders mit den immer wieder neu auftauchenden Big Daddys.

        Richtig enttäuschend war das Waffendesign. Ich verstehe nicht, wieso man so uninspiriert sein kann? Da können Anlagen fliegen, aber die Waffenvielfalt ist Standardkost. Verschenktes Potential. Dasselbe gilt für die Fertigkeiten. Massentelekinese und der Polymerschilld sind so op. Bei Bosskämpfen konnte man teilweise die Animationen unterbrechen und hatte leichtes Spiel.

        Highlights waren definitiv die ganzen Testanlagen und der eingestreute Lore dazu sowie das Gespann P-3 und Charles. Das Spiel ist edgy af, das Ende kann man lieben oder hassen, aber ich finde es gut wie es ist. Ich hätte mir noch ein drittes Ende gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Für ein Erstlingswerk war das schon in Ordnung. Wenn man jetzt auf die Stärken aufbaut, kann das nächste Spiel durchaus etwas Gutes werden.
      • Von pineappletastic Gelegenheitsspieler/in
        Alles in allem würde ich das Spiel im 75er Wertungsbereich einordnen. Es hat definitiv Spaß gemacht. Den Schwierigkeitsgrad empfand ich nicht als zu schwierig. Im Gegenteil, man kann das Respawnsystem so leicht exploiten und in kürzester Zeit so viele Neuropolymere einsammeln und aufleveln, dass man lächerlich stark ist. War ja bei Bioshock auch nicht anders mit den immer wieder neu auftauchenden Big Daddys.

        Richtig enttäuschend war das Waffendesign. Ich verstehe nicht, wieso man so uninspiriert sein kann? Da können Anlagen fliegen, aber die Waffenvielfalt ist Standardkost. Verschenktes Potential. Dasselbe gilt für die Fertigkeiten. Massentelekinese und der Polymerschilld sind so op. Bei Bosskämpfen konnte man teilweise die Animationen unterbrechen und hatte leichtes Spiel.

        Highlights waren definitiv die ganzen Testanlagen und der eingestreute Lore dazu sowie das Gespann P-3 und Charles. Das Spiel ist edgy af, das Ende kann man lieben oder hassen, aber ich finde es gut wie es ist. Ich hätte mir noch ein drittes Ende gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Für ein Erstlingswerk war das schon in Ordnung. Wenn man jetzt auf die Stärken aufbaut, kann das nächste Spiel durchaus etwas Gutes werden.
      • Von Athrun Gelegenheitsspieler/in
        Ich bin noch nicht so weit im Spiel aber ganz ehrlich beim "roten Kühlschrank" mußt ich laut lachen. Und ich hab den Eindruck, das manche Sprecher bei der Vertonung viel Spaß hatten (hier mal ein Vergleich zwischen den einzelnen verfügbaren Sprachen, ist nur etwas lang geworden)
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      • Von Klauzzi Spiele-Novize/Novizin
        Ich kann keinem raten in dieses Spiel auch nur eine Minute zu investieren. Auch nicht im Game Pass. Tut euch das nicht an. Eigentlich hätte das Spiel richtig gut werden können. Leider haben die Entwickler zu maximal Spielspaß zerstörenden Maßnahmen gegriffen und ihr eigenes Werk zerstört. Das die Roboter in der Open World die ganze Zeit von Reparatur Drohnen repariert werden hört sich auf dem Papier nach einer gelungenen Gameplay Mechanik an. In der Realität ist das dass nervigste was ich je in einem Videospiel erlebt habe. Du kannst quasi an einer Stelle stehen bleiben und 10 Stunden am Stück ankommende Drohnen zerstören. Häuser kannst du nicht in Ruhe erkunden weil die von dir zerstörten Roboter nach kurzer Zeit alle wieder da sind. Das nimmt mir jeglichen Erkundungswillen. Gebiete lassen sich dadurch nicht dauerhaft säubern und selbst die zahlreichen Kameras werden repariert. Es schwirrt die ganze Zeit um die rum, und ruck zuck bis du in Stufe 2 und es kommen noch extra Roboter die dann auch wieder repariert werden. Eigentlich kannst du dann aufhören und es noch mal versuchen. Die beschissenste Gameplay Entscheidung aller Zeiten. Das kotzt mich sowas von an das ich die Viecher nicht zerstören kann, das glaubt kein Schwein. Was ein FRUST !!! Ansonsten Grafik gut, Story, Waffen okay, aber das ein No go.
      • Von Bonkic Mitglied
        Zitat von Rabowke
        ja, es fällt da zumindest auf den ersten blick schon schwer da nichts reinzuinterpretieren. zufall oder auch "nur" gedankenlosigkeit kann das ja fast nicht sein. auch dass der release just auf den jahrestag der (quasi-) kriegserklärung fällt...puh. aber mal weitere berichte abwarten.
      • Von Rabowke Klugscheißer
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        Hmhmhmmmm ... what?! :-S
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