Atlas Fallen im Test: Wüstenspektakel mit Sand im Getriebe
Deck 13 hat Lust auf etwas Neues: Das neue Werk der Frankfurter ist ein sehenswertes Wüstenspektakel, das lässiges Sand-Surfen mit wuchtigen Kämpfen verbindet - ganz ohne Souls-like. Doch schnell zeigen sich Schwächen, die an der Wertung nagen - im Test zu Atlas Fallen klären wir, was euch erwartet. Update: Jetzt auch mit Video-Review.
Das muss man Deck 13 wirklich lassen: Die Frankfurter überraschen immer wieder aufs Neue! Spätestens nach The Surge 2, das im Test richtig gut abschneiden konnte, hatten viele schon mit dem nächsten Souls-like gerechnet. Doch Atlas Fallen will davon nichts wissen. Hier erwartet euch ein zugänglicheres, gewöhnlicheres Action-Abenteuer, das aber mit satt inszenierten Kämpfen, schicker Wüstenwelt, coolem Sandsurfen und Koop-Modus punkten will. Wir haben es durchgespielt und verraten euch, wo Atlas Fallen seine Stärken hat - und warum es trotzdem nur mittelmäßige Wertungen einfahren kann.
Bevor sich jemand wundert: Atlas Fallen (jetzt kaufen 22,03 € ) hat nichts mit Lords of the Fallen zu tun. Das merkt man schon an der neuen, sandigen Fantasy-Spielwelt, die wirkt auf den ersten Blick nämlich regelrecht einladend. Doch der schöne Schein trügt, denn viele Menschen sind hier dem strengen Gott Thelos unterworfen, für den sie sich tagein, tagaus abschuften müssen. Auch das Land hat schwer unter der Tyrannei von Thelos gelitten, große Teile der Natur sind einer Wüste gewichen, riesige Monster treiben sich im Sand herum und von den meisten Ortschaften sind nur noch Ruinen übrig. In diese Welt werdet ihr als namenloser Held hineingeboren - euer Geschlecht und Aussehen könnt ihr in einem Editor selbst bestimmen, doch alles Weitere ist streng vorgegeben: Gleich zu Beginn erhaltet ihr einen magischen Handschuh, der in der deutschen Fassung nur der "Gauntlet" genannt wird. (Soll wohl cooler klingen als "Panzerhandschuh".) Dadurch erhaltet ihr mächtige Götterkräfte und den geisterhaften Begleiter Nyaal, der euch ab hier durch das gesamte Abenteuer begleitet und dabei regelmäßig zutextet.
Update: Jetzt mit Test-Video.
Durchkämmt die Wüste!
Der Ersteindruck fällt enttäuschend aus: In der ersten halben Stunde ist man nur in einem optisch langweiligen Tutorial-Abschnitt unterwegs, vollgepackt mit ausgedehnten Dialogen, die noch dazu altbacken inszeniert sind. Hat man den zähen Prolog erst mal hinter sich, bessert sich die Laune, denn dann werdet ihr endlich in die schicke Spielwelt entlassen, die aus vier sehr großen Maps besteht. Vor allem der dritte Level fällt dabei so wunderbar weitläufig aus, dass fast schon richtiges Open-World-Feeling aufkommt.
Während ihr versucht, das Geheimnis um den Gauntlet zu entschlüssen und Thelos das Handwerk zu legen, bekommt ihr sehr, sehr viel Wüste zu sehen. Umso besser! Denn in Atlas Fallen dürft ihr lässig über den Sandboden surfen und gelangt so in Windeseile von A nach B. Das Feature bleibt zwar bis zum Spielende gleich und kommt leider auch nie in Kämpfen zum Einsatz, aber immerhin: Uns wurde es nie langweilig, geschmeidig durch die Wüste zu zischen.
Quelle: PC Games
Spaßig: Anstatt zu rennen, surft ihr lässig über den Wüstensand.
Höher, schneller, weiter
Atlas Fallen will auch mit hoher Bewegungsfreiheit und vertikalem Leveldesign punkten. Wenn ihr in der Ferne eine zerborstene Gebirgsformation, einen abgelegenen Tempel oder einen Wachturm entdeckt, dürft ihr auch wirklich dorthin. Fast von Anfang an dürft ihr einen praktischen Doppelsprung und einen Dash in der Luft nutzen, mit denen ihr riesige Distanzen überbrückt und schwindelerregende Höhen erreicht. Das ist vor allem in den ersten Stunden toll, nutzt sich mit der Zeit aber auch ab: Das ständige Springen und Dashen entwickelt sich nie mehr weiter und bietet nach einer Weile keinerlei Herausforderung mehr, zumal Fallschaden praktisch nie ein Problem ist.
Überhaupt gibt es im gesamten Spiel nur sehr wenige neue Fähigkeiten entdecken, die wichtigsten Features erhaltet ihr schon nach wenigen Stunden. Man kann zum Beispiel alte Bauwerke aus dem Wüstensand anheben und sie so als Kletterhilfe nutzen. Und man lernt, bestimmte Schalter zu aktivieren, dadurch werden dann magische Treppenstufen und Plattformen erschaffen, mit denen ihr weitere Bereiche erkunden könnt. Leider machen die Entwickler zu wenig daraus: Clevere Puzzles oder kreative Geschicklichkeitsaufgaben, die etwas Abwechslung ins Abenteuer bringen könnten, ergeben sich daraus leider nicht.
Quelle: PC Games
Riesige Weitsicht und hohe Bewegungsfreiheit: Atlas Fallen spielt sich ganz anders als The Surge.
Action ohne Souls-Allüren
Stattdessen konzentriert sich Deck 13 lieber auf die Kämpfe gegen Phantome, die an festgelegten Orten in der Spielwelt spawnen. Die Wüstenmonster gibt's in zwei Geschmacksrichtungen: Da sind einmal kleine Standard-Feinde, die so harmlos sind, dass man sie nach einer Weile kaum noch beachtet. Und dann gibt es noch eindrucksvolle Elite-Gegner, die oft auch als Bossgegner zum Einsatz kommen: Riesige Skorpione und Krebsmonster, bissige Vierbeiner, fliegende Bestien - sie alle sind toll animiert und setzen uns mit blitzschnellen Attacken zu. Ihr könnt die meisten Angriffe zwar blocken oder ihnen mit einem Dash ausweichen, doch das kann schnell hektisch werden - da sind gute Reaktionen gefragt. Übertrieben knifflig wird's aber nie und von einem Souls-like ist das Spiel meilenweit entfernt. Auf normaler Schwierigkeitsstufe kam uns Atlas Fallen im letzten Spieldrittel sogar zu leicht vor. Tode werden außerdem nicht bestraft, ihr landet dann einfach wieder an eurem letzten Speicherpunkt und könnt den Kampf nochmal probieren.

Hab jetzt ca. acht bis neun Stunden im Spiel verbracht und bisher ist es für mich eine 8 von 10. Deck 13 hat hier großartige Arbeit mit einem sehr schönen AA-Titel abgeliefert. Optisch ist es in diesem Sinne ein Brett, ich spiele mit maximalen Details in nativem 4K60 (RX 6950 XT). Doch gerade auch stilistisch gefällt mir das alles sehr gut, wie es auch schon ein Lords of the Fallen vermochte. Allein das Rüstungsdesign ist wieder eine wahre Freude und erinnert mich erneut wohlig an die Spawn Comics. Die deutsche Synchro ist großartig, nicht nur, aber auch gerade auch wegen der Stimmen von Ben Stiller, Julia Roberst oder Nicolas Cage.
Der Gameplay-Loop weiß bislang prächtig bei Laune zu halten. Überall gibt es etwas zu entdecken. Für mich fühlt es sich wie ein BotW an, nur für Berufstätige :D Soll heißen, die Spielwelt hat genau die richtige Größe ohne Längen, Füller oder sonstwie unnötigem Kram. Die Kämpfe sind wuchtig und bieten ein richtig derbes Trefferfeedback, das es nur so schmatzt und latzt!
Feiner Titel, den sich kein Action-Adventure Freund entgehen lassen sollte und mich jedenfalls besser als so manch verhunzter AAA-Titel der letzten Monate unterhält.
Das hier ist ein Old-School Forum, da kommen nicht mehr so viele Junge dazu... die sind auf anderen Medien unterwegs.
Generell sagt man, Forensysteme sind eher so für die Leute ab 40 aufwärts, zumindest mitte 30.
Insofern ist man in Foren dann in dem Alter doch eher unter Gleichgesinnten.. äh... gleich.. "Jungen". Ja, jung wollte ich sagen. :P
Wir hatten glaube ich mal ne informelle Umfrage hier für das Alter, ist aber ewig hier und viele sind ja auch seitdem weg, keine Ahnung wie sich das jetzt gestaltet, aber schon damals war das Durchschnittsalter eher höher. Viele waren ja auch wirklich schon viele Jahre hier.
Ja, umso besser, ich kann mit Social Media Gedöns einfach nichts anfangen. War schon immer der Forenmensch und bin ja froh, dass es noch so kleine, aber feine Ecken wie hier gibt. Bin auch im englischsprachigen Resetera Forum (und davor im zuletzt unrühmlichen NeoGAF) unterwegs und wenn da das Alter zur Sprache kommt, ist es ganz ähnlich. In der Regel sind die Leute auf jeden Fall über die 30, eher Mitte 30 und nach oben dann Open End sozusagen.
Generell sagt man, Forensysteme sind eher so für die Leute ab 40 aufwärts, zumindest mitte 30.
Insofern ist man in Foren dann in dem Alter doch eher unter Gleichgesinnten.. äh... gleich.. "Jungen". Ja, jung wollte ich sagen. :P
Wir hatten glaube ich mal ne informelle Umfrage hier für das Alter, ist aber ewig hier und viele sind ja auch seitdem weg, keine Ahnung wie sich das jetzt gestaltet, aber schon damals war das Durchschnittsalter eher höher. Viele waren ja auch wirklich schon viele Jahre hier.
Was soll ich dann machen.. mich sofort selbst kompostieren?
Keine Ahnung, wie das Durchschnittsalter der PCG-Leser oder der User hier im Forum aussieht, aber zumindest auf vielen anderen Onlineplattformen gehört man mit um die 40 definitiv zu den "alten Säcken". Ganz unabhängig davon, ob ich mich jetzt wirklich alt fühle (und das tu ich nicht 8)).