Assassin's Creed: Black Flag Resynced gespielt - Die Rückkehr zu einem guten, alten Freund
Wir konnten Assassin's Creed: Black Flag Resynced spielen. Das Remake schafft dabei die wunderbare Balance zwischen wohligem Nostalgiegefühl und sinnvoller Modernisierung.
Kurz nach der Ankündigung ist bereits vor dem Anspielen. Nur eine Woche nach der offiziellen Enthüllung von Assassin's Creed: Black Flag Resynced haben wir Ubisoft in Paris besucht und mehrere Stunden mit dem Remake verbracht. In einer speziell zusammengestellten Vorschauversion konnten wir verschiedene Abschnitte des Spiels und einen Querschnitt aller möglichen Aktivitäten erleben. Vom Auftakt von Edwards Geschichte über seine ersten Schritte durch Havanna bis hin zur Freiheit des Piratenlebens in der Karibik. Dabei haben wir auch einen kleinen Vorgeschmack auf die neuen Inhalte von Resynced erhalten. Immer mit dabei: das wohlige Gefühl, zu einem guten alten Freund zurückzukehren.
Lesetipp: Interview mit einem Piraten - Matt Ryan über seine Rolle als Edward Kenway
In diesem Artikel
Piraten der Karibik
Entwickelt wird Assassin's Creed: Black Flag Resynced (jetzt kaufen 69,99 € / 53,99 € ) hauptverantwortlich von Ubisoft Singapore. Der Creative Director des Studios verspricht uns zum Auftakt des Anspielevents eine Neuauflage, die den Geist des Originals bewahrt und trotzdem in der Lage ist, das Abenteuer mit neuen Inhalten und Features anzureichern. Im Kern bleibt Black Flag also dasselbe Spiel, mit der gleichen Geschichte und den gleichen Charakteren, die jedoch an sinnvollen Stellen mehr Tiefe bekommen.
Wir schreiben das Jahr 1715. Die Piraterie in der Karibik und auf den atlantischen Schifffahrtsrouten zwischen Amerika und Europa ist auf ihrem Höhepunkt. Wir schlüpfen in die Rolle von Edward Kenway, der seine walisische Heimat und seine Frau zurücklässt, um als Freibeuter sein Glück zu suchen. Dabei kommt er mit einer ganzen Reihe von berühmten Piraten in Kontakt, wird aber auch in den jahrhundertealten Konflikt zwischen den Templern und den Assassinen hineingezogen.
Geschmeidige Bewegungen
Wir beginnen das Spiel wie seinerzeit im Original mitten in einer stürmischen Seeschlacht, stranden auf einer Insel und entkommen schließlich kurze Zeit später nach Havanna. Während dieser ersten Schritte im Spiel bekommen wir direkt schon mal einen guten Eindruck vom überarbeiteten Parkour-System. Der Bewegung durch die Spielwelt haben die Entwickler eine dringend nötige Modernisierung verpasst.
Quelle: PC Games
Beim Parkour durch die Straßen von Havanna ist Edward flink unterwegs und setzt neue Moves wie Absprünge zur Seite ein, um noch agiler an sein Ziel zu gelangen.
Das Original nutzte noch ein System, in dem das normale Laufen von Edward und die akrobatische Bewegung durch die Spielwelt voneinander getrennt waren. Die Folge war, dass wir permanent eine Taste gedrückt halten mussten, wenn wir uns Parkour-mäßig bewegen wollten. Das gehört jetzt zum Glück der Vergangenheit an, stattdessen orientieren sich die Entwickler beim ganzen Bewegungssystem an der Funktionsweise, wie wir sie zuletzt in Assassin's-Creed-Spielen wie Shadows und Valhalla vorgefunden haben.
Entsprechend hat Edward auch ein paar neue Tricks wie Absprünge zur Seite gelernt, die es im Original noch nicht gab. Durch schnellere Unterbrechungen und weichere Übergänge zwischen den Aktionen entsteht ein insgesamt flotteres Bewegungsgefühl. Dazu tragen auch die neu eingeführten Seilrutschen bei. Trotzdem schafft es das Spiel dabei aber auch, nicht völlig das Feeling aus dem Original zu verlieren. Als wir in Havanna den legendär flüchtigen Shanty-Notenblättern nachjagten, kam da durchaus immer noch das gleiche anstrengende Gefühl auf.
Quelle: PC Games
Das Kampfsystem ist noch actionreicher und stellt den Skill des Spielers in den Vordergrund. Diesem mächtigen Axthieb weichen wir am besten aus.
Spieler-Skill wird belohnt, nicht DPS
Ein vergleichbares und doch deutlich verbessertes Spielgefühl vermittelt auch das Kampfsystem. Schon im Original kam es dabei sehr auf das Parieren der Gegner und daran angeknüpfte Angriffe an. Viele der damaligen Animationen sind auch im neuen System wiederzuerkennen. Allerdings spielen sich die Kämpfe deutlich actionreicher und nicht mehr so hölzern wie noch im Original.
Die zentrale Neuerung des Kampfsystems ist ein Verteidigungsbalken bei Gegnern. Dieser wird durch normale Angriffe kontinuierlich gesenkt, bis der Feind verwundbar ist. Mit dem richtigen Timing können wir jetzt aber auch perfekte Paraden ausführen, die sofort die Verteidigung unseres Gegners durchbrechen. Gleichzeitig eröffnen wir dabei die Möglichkeit, verkettete Takedowns von bis zu vier Gegnern auszulösen.
Quelle: PC Games
Über der Lebensleiste haben die Gegner auch einen Verteidigungsbalken. Dieser wird durch Angriffe reduziert oder durch eine perfekte Parade sofort auf Null gesetzt.
Neu in Edwards Kampfarsenal sind auch schwere Schläge, die mehr Schaden zufügen und auch mehrere Gegner treffen können. Feinde lassen sich zudem in Wände stoßen oder mit einem Tritt von den Beinen holen, um neue Takedown-Möglichkeiten zu eröffnen. Zudem spielt der Seildart im offenen Kampf eine größere Rolle, indem wir ihn zum Beispiel nutzen, um Fernkämpfer von Dächern zu ziehen.
Wichtig ist es, diese verschiedenen Möglichkeiten zu kombinieren, da sich Feinde auf einen zu repetitiven Spielstil einstellen können. Wer Edwards gesamtes Arsenal an Kampffähigkeiten nutzt, wird mit leichter zu besiegenden Gegnern belohnt. Dazu gibt uns das Spiel all diese Elemente auch relativ früh an die Hand. Es wird keine Talentbäume oder Ähnliches geben, um mit der Zeit neue Skills freizuschalten. Black Flag Resynced bleibt ein Action-Adventure.

Siehe hier:
Hunderte Stunden reingesteckt. Ich glaube, das reicht dann auch. Vielleicht mal massiv reduziert in einem Sale, aber wer das Original nicht kennt, bekommt mit Black Flag zwar kein wirklich gutes Assassins Creed, aber eines der besten Priaten-Spiele.