Armed Assault

3
Test Robert Horn Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Armed Assault Zwischen den Schlachten führt eine Nachrichtensendung die seichte Geschichte voran. Marian Quandt, Außenreporterin von AAN News, berichtet live aus dem Krisengebiet und führt durch die unspektakulär präsentierten Zwischensequenzen. Trotzdem überrascht das Spiel mit einer kleinen Storywendung gegen Ende, die Sie vor die unbequeme Frage stellt, ob das, was Sie gerade machen, auch wirklich das Richtige ist.

Atmosphäre pur

Armed Assault gelingt es, genau wie dem Vorgänger, die Stimmung eines Krieges perfekt einzufangen. Oft liegen Sie bäuchlings im Gebüsch, während Ihnen die Geschosse um die Ohren pfeifen. Panzer rollen an Ihnen vorbei, nur um im nächsten Moment spektakulär unter Feindbeschuss zu explodieren. Bei groß angelegten Schlachten hetzen Sie zusammen mit mehreren Dutzend Soldaten von Deckung zu Deckung und befolgen die Funkanweisungen Ihres Kommandanten. Meist erkennen Sie die Gegner dabei nur als kleine Pixelhaufen am Horizont, Schusswechsel finden über eine Entfernung von über 300 Metern statt. Gezieltes Schießen wird so zur Konzentrationsprobe. Umso größer ist anschließend die Befriedigung, eine Mission überlebt und erfolgreich beendet zu haben.

Die grandiose Weitsicht von Armed Assault hat ihren Preis. Theoretisch geben die Entwickler eine maximale Sichtweite von zehn Kilometern an. Praktisch schaffen Sie das aber nur mit einem PC, der erst noch gebaut werden muss. Die riesige Spielwelt (400 Quadratkilometer) fordert selbst High-End-Rechnern alles ab. Dazu kommen bildschöne Landschaften mit wogenden Gräsern und dichtem Baumwuchs. Einzig in Dünenlandschaften oder kargen Bergregionen wirkt die Grafik unspektakulär. Dazu simuliert das Spiel Wetter- sowie Tag-und-Nacht-Wechsel.

Armed Assault ist ein klasse Spiel, dass Operation Flashpoint-Veteranen die Freudentränen und Neulingen die Zornesfalten ins Gesicht treiben wird. Einsteiger lässt das Spiel trotz Tutorial viel zu oft allein. KI-Patzer und verzwickte Steuerung tragen leider dazu bei, dass dem Taktik-Shooter eine Spitzenwertung verwehrt bleibt. Wer sich an den angesprochenen Fehlern nicht stört, erlebt mit Armed- Assault den bisher realistischsten Pixel-Krieg am heimischen PC.

Wertung zu Armed Assault (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Hoch spannende taktische EinsätzeExtrem große SpielweltEinsatz zu Land, zu Wasser und in der Luft
KI-Patzer kosten eine Menge SpielspaßMonster-Anforderungen für jeden Rechner

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

3
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Volcom Hobby-Spieler/in
        die ki soll durch überarbeitet werden und per patch geliefert werden,hab ich mir sagen lassen :o
      • Von Volcom Hobby-Spieler/in
        die ki soll durch überarbeitet werden und per patch geliefert werden,hab ich mir sagen lassen :o
      • Von Mothman Mitglied
        Zitat von SoSchautsAus am 02.12.2006 10:18
        Gibts wenigstens den Zeitraffer noch?
        Ja, den gibt es noch...aber die KI-Mängel leider auch
      • Von SoSchautsAus Spiele-Kenner/in
        Verdammt. Dieser Testbericht lässt meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. So genial OFP auch war - es gab schon einiges zu kritisieren. Zum Beispiel die KI in Kombination mit Fahrzeugen. Die ultimative Spassbremse war das, in einem Fahrzeug zu sitzen das von einem KI Kollegen gesteuert wird, der anscheinend mehr als Einen über den Durst gehoben hat. Hinzu kamen Powerslides über Asphalt und das in einem Kettenfahrzeug oder schwere Panzer die über hügelige Landschaft hoppeln wie professionelle BMX Fahrer. Spassbremse Nr. 2 waren definitiv die Commander Missionen mit viel zu verschachtelten Befehls- und Funkmenüs. Da wurde das Zocken zur Arbeit. Und so wie sich das anhört hat sich in dieser Hinsicht nichts gebessert. Weitere Kritikpunkte waren für mich die schlechte Lokalisierung (z.B. im Steuerungsmenü, oder der Funkspruch "clear", der mit "räumen" übersetzt wird, ect.), das klobige Interface (die Untertitel des Funks verdecken links die Missionsziele und rechts das Menü) und das mit nur einem Speicherplatz doch arg mikrige und unflexible Speichersystem. Auch die Zwischensequenzen waren teilweise eine kleine Tortur. Drei Minuten lange Kameraschwenks über lebloses Terrain braucht kein Mensch. Weniger gestört hat mich die Steuerung und auch die Grafik war bei diesem Game immer zweitrangig. Gibts wenigstens den Zeitraffer noch?
        Bei OFP konnte man sowas ja noch als Anfängerfehler oder Kinderkrankheiten verzeihen. Aber beim Nachfolger hätte ich mir da schon mehr erwartet. Kacke. Ein Blindkauf kam sowieso nicht in Frage aber das trübt meine Vorfreude doch gewaltig.
        Ich will endlich diese verf#%*te Demo zocken.

        SoSchautsAus
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk