ARC Raiders hat mich absolut weggeblasen - ist das die Extraction-Revolution?
ARC Raiders will den Shooter-Markt aufmischen. Nach dem letzten Playtest ist das Spiel in die Top 20 der Wishlist-Charts auf Steam geschossen. Wir checken, was der Extraction-Shooter von ehemaligen Battlefield-Entwicklern drauf hat.
Ach ja, Extraction-Shooter. Bei dem Begriff rollen Spieler mittlerweile kollektiv die Augen. Und ich kann es ja auch verstehen. Irgendwie fühlt sich der Begriff jetzt schon ausgelutscht an. Nachdem die großen Publisher versucht haben, das Nischengenre großzumachen und dabei bisher kläglich dran gescheitert sind, ist der Begriff in der Spielerschaft schon fast so verbrannt, wie Battle Royale.
Dabei gibt es mit Hunt: Showdown und Escape from Tarkov eigentlich nur zwei beliebte und halbwegs große Vertreter des Genres. Da wäre also Platz für Konkurrenz. Und zwei Studios wollen es jetzt auch noch mal wissen.
Die Shooter-Experten von Bungie wollen dieses Jahr Marathon an den Start bringen, aber da sind die Spieler noch gespalten. Und dann gibt's da noch ARC Raiders (jetzt kaufen 29,99 € / 35,99 € ) von den Embark Studios, das mit Retro-Future-Style und richtig viel Atmosphäre überzeugen will. Ich konnte während eines Playtests jetzt endlich mal selbst reinspielen und was soll ich sagen: Ich habe mich jetzt schon in das Sounddesign von ARC Raiders verliebt.
Neue Verpackung, alte Expertise
Wir schreiben das Jahr 2018. In Stockholm wird mit den Embark Studios ein neuer Spieleentwickler gegründet und ich werde sofort hellhörig. Denn Gründer der Embark Studios ist Patrick Söderlund und der war lange Zeit der Chef von DICE und damit hauptverantwortlich für den Aufstieg der Battlefield-Serie.
Als alter Battlefield-Veteran klingeln mir dabei nämlich sofort die Ohren, denn für die Embark Studios holt er sich dafür eine Menge verprellter DICE-Entwickler an Bord, die mit dem aktuellen Kurs von Battlefield unter EA nicht mehr zufrieden sind.
Da steckt also auf einen Schlag eine Menge Expertise in einem noch frischen Spielestudio. 2021 kündigt man dann ARC Raiders an. Damals noch als Team-Shooter gegen große Roboter. Allerdings schwenkt man in den kommenden Jahren noch mal um auf einen PvPvE-Modus, wie man ihn aus Tarkov oder Hunt kennt.
Dieser Switch bedeutet aber auch, dass es noch mal vier Jahre dauert, bis ARC Raiders jetzt endlich in Richtung Release schippert. Der Markt für Extration-Shooter ist, wie erwähnt, heute eher schwierig geworden und auf den ersten Blick macht ARC Raiders erst mal nichts bahnbrechend Neues.
Im Rust Belt nichts Neues
Man startet entweder allein oder im Squad mit zwei weiteren Leuten in ein Match. Für den Testlauf standen drei reguläre Karten zur Verfügung und eine Übungsmap. Hauptauftrag ist immer: Reingehen, so viel Loot sammeln, wie möglich und lebend wieder verschwinden. Dafür muss man sich zu einem Extraktions-Punkt durchschlagen, den Aufzug oder die U-Bahn rufen und hoffen, dass niemand einen mitbekommt, bis man sich verdünnisieren kann.
Der Clou ist eben, dass man nicht allein auf den Karten unterwegs ist. Einerseits lauern überall Computergegner, die einen sofort aufs Korn nehmen. Allerdings treiben sich eben auch andere Spieler mit auf der Map herum und PvP ist außerhalb der Gruppe immer aktiv.
Quelle: Embark Studios
Wer also nicht aufpasst, läuft einer anderen Spielergruppe über den Weg und wird direkt hochgenommen. So ein vollbepackter Raider ist quasi Loot auf dem Silbertablett. Geht man down, liegt man aber erst mal am Boden und kann zumindest noch durch die Gegend kriechen. Wird man bis zum Ende eines Timers wiederbelebt, kann man noch weiterspielen.
Bildergalerie
Sehr cool ist, dass nicht nur Teamkameraden einen wieder hochholen können, sondern auch fremde Raider. Mit Glück kann man also auch innerhalb der Runde neue Allianzen schmieden. Dafür nutzt man entweder das Dialograd für vorgefertigte Antworten oder einfach gleich den eingebauten Voice-Chat. Segnet man das Zeitliche, kommt man zwar zurück in die Basis. Wie bei anderen Extraction-Shootern ist die Ausrüstung dann allerdings weg. Man muss also vor jedem Match entscheiden, was man alles mit reinnimmt und was man auch bereit ist, wieder zu verlieren.

spielt letzten endes aber vielleicht auch nicht die ganz große rolle, solange das spiel was taugt. ;)
was die Motivation ist, warum man das alles macht? Spaß, Es macht Spaß. Aus Spaß hat man ja auch zig tausend Mephisto Runs gemacht, oder 24/7 Dust 2 bei Counterstrike gezockt.
Der Unterschied in deinen Beispielen ist, dass CS-Runden sehr viel kürzer sind - Die Ausrüstung kauft man sich auch schnell zusammen. Bei Diablo hat man sogar noch den Anreiz, dass man seinen Loot wieder einsammeln kann und hat dadurch einen Anreiz.
Extraction hat halt sehr viel höhere Einsätze. Die Runden können sehr lange gehen und im schlimmsten Fall geht man nicht nur mit nichts aus der Runde, sondern mit weniger, als man vorher hatte.
Vielleicht spricht da der Rollenspiel-Loot-Goblin aus mir, aber ich hätte nach der 100sten-200sten Runde dann schon gern ein höheres Ziel auf das ich hinarbeiten kann.
Ein Ziel für das ich bereitwillig meinen guten Loot aufs Spiel setze. Das kann etwa mit der Story verknüpft sein und ARC legt da ne gute Grundlage. Die Menschheit ist am Ende - ich als Raider kann da aber dran arbeiten und etwa Ressourcen sammeln, um die Stadt weiter auszubauen - nicht nur meine eigenen Crafting-Tische.
Sowas fände ich mega gut.
Das ist dann halt auch eine Frage des Matchmaking-Systems, dass du eben nicht auf einer Karte voller Super-Pros startest. ^^
was die Motivation ist, warum man das alles macht? Spaß, Es macht Spaß. Aus Spaß hat man ja auch zig tausend Mephisto Runs gemacht, oder 24/7 Dust 2 bei Counterstrike gezockt.
Das größere Problem was ich sehe ist der Skilltree, gibt's da Infos ob man überall Punkte vergeben kann? Oder gibt's ein Levelcap? Ich denke das das ein Problem für Spieler wie mich werden könnte. Wenn ich gegen Spieler spielen muss die nicht nur besser ausgerüstet sind, sondern auch noch durch den Skilltree das bessere Movement haben , sich schneller und geräuschloser durch die Maps looten und laufen.
Ich für meinen Teil freue mich auf den hoffentlich baldigen Release und werde meinen Spaß haben und das möglichst lange