Warum das Amazon-Aus für das Rennspiel Clutch zum Glücksfall wurde
Nach dem Amazon-Aus stand das Open-World-Rennspiel Clutch vor dem Aus. Heute spricht Entwickler Maverick Games von einem echten Glücksfall. Dem Projekt geht es besser denn jemals zuvor.
Eine Trennung kann auch viel Gutes bewirken. Genau das haben die Mitarbeiter von Entwickler Maverick Games in den vergangenen Monaten am eigenen Leib erfahren. Nach der Trennung von Amazon hatten viele Fans mit dem endgültigen Aus für das verheißungsvolle Open-World-Rennspiel Clutch gerechnet. Doch es kam völlig anders: Denn wie sich mittlerweile herausgestellt hat, war der Amazon-Abschied das Beste, was sowohl dem Racer als auch dem Entwicklerstudio passieren konnte.
Was war eigentlich zwischen Amazon und Maverick Games geschehen?
Im Mai 2024 konnten Mike Brown und sein Team bei Maverick Games ihr Glück kaum fassen. Das Studio hatte kurz zuvor ein verdammt lukratives Abkommen mit Amazon Game Studios unterzeichnet, um das Open-World-Rennspiel Clutch nicht nur auf den Markt zu bringen, sondern auch größtenteils zu finanzieren. Selbst die riesige Welle der Massenentlassungen im Oktober 2025 bei Amazon änderte an dieser Kooperation vorerst nichts, alles schien nach Plan zu laufen.
Doch im Januar 2026 bekam Brown einen Anruf von Christoph Hartmann, dem Chef von Amazon Game Studios. Der unschöne Grund des Telefonats: Amazon zog sich trotz des bis dato großen Investments aus dem Publishing-Abkommen zurück. Somit war die Zukunft des Rennspiels Clutch plötzlich ungewiss, die Stimmung bei den Entwicklern entsprechend schlecht. Allerdings erklärte Mike Brown bereits beim ersten Meeting nach dieser schicksalsträchtigen Entscheidung gegenüber seinen Mitarbeitern: "Und das wird tatsächlich richtig, richtig gut für uns sein".
Warum ist das Amazon-Aus gut für Clutch?
Wie Mike Brown bei einem aktuellen Interview zunächst klarstellt, sei die Kooperation mit Amazon Game Studios definitiv von Vorteil sowohl für Maverick Games als auch für die Arbeiten an dem Rennspiel Clutch gewesen. Es seien erhebliche Summen an Geld geflossen, um die Entwicklung voranzutreiben, wovon das Projekt profitiert habe. Andererseits habe diese Zeit auch ihre Schattenseiten mit sich gebracht.
"Es gab Momente - und das wurde mir erst in der Auszeit richtig klar -, in denen man in diesen großen Organisationen Dinge erst durch die Hierarchieebenen nach obentragen und sich genehmigen lassen muss; das zehrt ein wenig an einem. Die gedankliche Last, eine neue kreative Idee in einem großen Unternehmen voranzubringen, ist etwas ermüdend. Sie hält einen zurück. Und sobald das wegfiel, fühlte ich mich gewissermaßen befreit."
Das Amazon-Aus sei definitiv ein einschneidender Moment für Maverick Games gewesen. Allerdings befände sich das Team nach dem Ende der Kooperation in einer hervorragenden Position, was unter anderem an der vorherigen Finanzierung liegen würde. Derzeit arbeiten 145 Angestellte an der Fertigstellung von Clutch. Der Release des Rennspiels scheint keinesfalls gefährdet zu sein - im Gegenteil.
Wann erscheint Clutch?
Den Aussagen von Mike Brown zufolge soll Clutch aktuellen Planungen zufolge im Frühjahr 2027 erscheinen. In der jüngeren Vergangenheit gab es Gespräche mit einigen "großartigen Firmen" rund um die Publishing-Rechte des Rennspiels. Eine Einigung scheint kurz bevorzustehen, schon bald dürfte daher eine entsprechende Ankündigung folgen.
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