A Bigger Splash: Filmrezension zum Remake des Erotik-Thrillers aus den 60ern
Eigentlich wollen Marianne und ihr Lover Paul abseits vom alltäglichen Trubel ihren Insel-Urlaub genießen. Das Ganze wird aber empfindlich vom plötzlich aufkreuzenden Harry und seiner Tochter gestört. Denn der war früher mit Marianne zusammen und möchte sie zurückhaben.
Rund 50 Jahre alt, bot "Der Swimmingpool" 1968 einen lasziven Reigen um das damalige Traumpaar Alain Delon und Romy Schneider. Nun folgt mit "A Bigger Splash" ein Remake, das mit anderer Nuancierung der beiden männlichen Widerparts, ansonsten aber derselben Figurenkonstellation nebst knisternder Erotik aufwartet.
Die Zweisamkeit von Rockstar Marianne und ihrem Lover Paul auf einer italienischen Mittelmeerinsel wird empfindlich gestört, als Mariannes viriler Ex-Lover Harry auftaucht, im Schlepptau seine knospende Tochter Penelope. Während der empfindsame Paul sich zurückzieht und Penelope mit ihren Reizen kokettiert, buhlt Harry dreist um seine Ex Marianne und bringt so das fragile Gebilde der Beziehungen aller zueinander ins Wanken.
Nahe am Original, präsentiert "A Bigger Splash" ein Flechtwerk aus Eitelkeit und Oberflächlichkeit, das wenig Sympathien hervorruft und mitunter etwas plätschert. Dafür drückt Ralph Fiennes als extrovertiertes Alpha-Tier mit enormer Libido dem Ganzen fulminant seinen Stempel auf. Kein notwendiges Remake, aber mit einem Hauch brisanter Aktualität, wenn stinkreiche gelangweilte Nichtstuer auf plötzlich auftauchende Flüchtlinge treffen.
FAZIT / Licht und Schatten: Dreimal unterschwellige Emotionen und einmal exzessive Selbstliebe in einer Welt des reichen Müßiggangs.
