Diablo 3: Fast jeder Zweite mit Launch-Problemen, beliebter Barbar, sehr gute User-Wertung - Umfrage-Ergebnisse
Wir haben euch zur Teilnahme an der Diablo 3-Zufriedenheitsumfrage gebeten und präsentieren heute das Ergebnis. Bei den meisten Spielern bildete sich ein sehr guter Ersteindruck trotz vielen Problemen zum Launch. Diablo-Feeling und Top-Atmosphäre sowie eine sehr gute Spielspaßwertung seitens der Community attestieren Blizzard unterm Strich durchaus eine sehr gute Arbeit. Details zur Auswertung lest ihr hier.
Der Diablo 3-Release liegt mittlerweile über eine Woche zurück. Wir haben euch kurz nach der Veröffentlichung zu einer großen Zufriedenheitsumfrage gebeten und präsentieren nach über 1.800 abgegebenen digitalen Fragebögen das Ergebnis. Wir haben euch verschiedene Fragen zur gekauften Fassung, den Klassen, zum Ersteindruck sowie dem sich einstellenden oder eben nicht aufkommenden Diablo-Feeling, zur Spielzeit und mehr gestellt. Außerdem konntet ihr genauere Angaben zu Problemen während des Diablo 3-Launchs und zu entdeckten Bugs machen, die wir im Folgenden für euch zusammenfassen. Anschließend klickt ihr in die Bildergalerie am Ende dieser Meldung, um euch Diagramme und Grafiken zu den Antworten auf die verbleibenden Fragen anzuschauen. Wer damit fertig ist, der sollte in unseren Diablo 3-Test mit finaler Wertung schauen.
Diablo 3: Launch-Probleme
Diverse Diablo 3-Fehlercodes machten zum Launch des Action-Rollenspiels vielen Spielern zu schaffen. Davon blieb auch unsere Community nicht verschont. Neben damit zusammenhängenden Wartungsarbeiten oder überlasteten Servern waren teilweise auch Installationen via DVD nicht möglich beziehungsweise langsame Downloadraten für den Client via Battle.net zu beklagen. Durch die immens hohen Spielermassen bedingt, beschwerten sich unsere Leser teilweise auch über Lags: Verzögerungen beim Spiel, die ein flüssiges Gameplay erschwerten. Teilnehmer berichten vereinzelt, dass zum Launch Wartezeiten von einer bis zu mehreren Stunden nötig waren, ehe man Diablo 3 spielen konnte. Trotz mutmaßlich ausreichender Hardware waren auch Ruckler möglich.
Der Anteil derer, die Launch-Probleme hatten, beträgt im Vergleich zu den Spielern, die direkt reibungslos Diablo 3 starten konnten, rund 45 Prozent. Die Probleme erstreckten sich laut einigen Beträgen aus unserer Community hauptsächlich über die ersten beiden Tage nach dem Launch. Gerade zu abendlichen Stoßzeiten waren Server-Ausfälle und andauernde Login-Schwierigkeiten zu bemängeln. Derartige Probleme zum Launch eines so heiß erwarteten PC-Spiels gehören jedoch zu den gängigen Phänomenen, mit denen ein Entwickler rechnen muss, der eine Online-Verbindung zu den eigenen Servern voraussetzt. Entsprechend gab es ein Blizzard-Statement mit einer Entschuldigung zum Diablo 3-Launch, der für viele Spieler nicht optimal lief.
Diablo 3-Bugs
Völlig sicher vor Bugs ist kein Spieler eines frisch veröffentlichten PC-Titels. Mit etwa 250 teilweise detaillierteren Beiträgen zum Thema, gegenüber 1.400 zufriedenen Spielern betreffend Bugs, sind entsprechende Probleme nicht so weitreichend und akut wie die zuvor beschriebenen Schwierigkeiten zum Start. Performance-Probleme gehören dabei zu den am meisten aufgezählten Punkten, dazu zählen Ruckler, FPS-Einbrüche, vereinzelte Abstürze und mehr. Auch sei es möglich, Monster via Glitch (bestimmte Zerstörung der Umgebung) vom eigenen Charakter fernzuhalten. Bekannte Probleme wie etwa verschwindende oder vermisste Erfolge wurden ebenso genannt. Das Auktionshaus sei für manche Spieler teilweise ebenso noch nicht optimal umgesetzt. Die Item-Suche und die Ergebnis-Anzeige etwa seien recht launisch. Neben dem Genannten beschrieben unsere Leser noch vereinzelt Clipping-Fehler und mehr. Wir hoffen, dass Blizzard die Probleme mit dem angekündigten Diablo 3-Patch weitgehend in den Griff bekommt. Weiteres aus der Diablo 3-Zufriedenheitsumfrage erfahrt in der folgenden Galerie.

Nach wie vor gilt das alte Sprichwort: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. "Gefälscht" ist hier wohl zu hart, aber beeinflusst. Hierzu weise ich nur auf die Frage nach der Wertung hin. Hier gilt 79 - 84 nur noch als gut, während im Heft alles ab 80 als sehr gut bezeichnet wird. Klar: die meisten Spieler sehen den Namen, den Entwickler und haben etwas gespielt (oder sogar 1 x durchgespielt), sind vom Hype/Test/erstmaligem Durchspielen noch beeindruckt, und werten dann entsprechend.
Die Grafik ist nicht unbedingt schlecht, ein bisschen nostalgisch, aber es muss nicht immer Bombast 3D sein.
PvP, ende des jahres. und ohne euros, eh fürn a...
naja, immerhin bekommt man evt den kaufpreis raus, wenn man sein zeugs verschärbelt....
Man sollte seine Meinung nicht unbedingt von irgendwelchen Forengerüchten und zwielichtigen Vorhersagen abhängig machen. ;-)
Außerdem hast du offensichtlich selbst vor, das Echtgeld Auktionshaus zu nutzen, dass du so kritisierst :-B
PvP, ende des jahres. und ohne euros, eh fürn a...
naja, immerhin bekommt man evt den kaufpreis raus, wenn man sein zeugs verschärbelt....
Denn das zeigt den Firmen viel ... eindrucksvoller ;-) ..., dass sie das Problem ernst nehmen müssen als das Genöle bis Seite 251 in den Foren.
"Gold-Award oder nicht? Aber die gravierenden technischen Probleme in der ersten Woche nach der Veröffentlichung haben letztlich den Gesamteindruck auf ein "gutes" Niveau gedrückt." (4Players-Redakteur im Fazit / Wertung 83)
Der Entwickler eines Spiels ist meistens nicht für den Betrieb der Server zuständig. Das ist normalerweise Sache des Publishers.
Jetzt stell dir vor, ein Entwickler schafft ein großartiges Spiel. Sein Publisher aber verkackt auf der ganzen Linie und packte es nicht zum Release genug Server bereitzustellen.
Das Spiel wird ja dadurch nicht schlechter. Man hat halt eben nur keinen uneingeschränkten Zugang dazu. Da sollte, ja MUSS, man drauf hinweisen. Aber das Produkt an sich abwerten, weil die Verwaltung nicht stimmt, muss man sich zweimal überlegen...weil Server-Verfügbarkeit usw. sowas ändert sich mit der Zeit ja auch.
Wenn man heute testet und schreibt "es gibt immer wieder Verbindungsprobleme, daher ziehen wir 10 Punkte ab", kann das am nächsten Tag mit den Verbindungs-Problemen ja schon erledigt sein und alle haben riesen Spaß an dem Spiel. Und die schlechte Wertung steht für immer da.Deshalb fließt in die Spielspaß-Wertung auch nur der Spielspaß ein. Und nicht etwaige technische Probleme. So seh ich das jedenfalls.
Mothman hat unsere Philosophie in der Hinsicht schon ganz gut zusammengefasst. Wir haben im Diablo 3-Test eindeutig auf die Probleme hingewiesen (im Heft gibt es dazu einen großen Kasten gleich auf der ersten Doppelseite des Artikels) - eine Abwertung halten wir in diesem Fall aber für unnötig, denn wie gesagt wird das Spiel an sich, also der Spielspaß durch die Verbindungsprobleme nicht schlechter. Aber das ist auf jeden Fall eine ganz heikle Sache und ich will auch nicht behaupten, dass unsere Methode die beste und einzig gültige wäre.
Eines unserer "Probleme" in dieser Hinsicht ist glaube ich unser Testsystem. Wir haken keine Kategorien wie "Grafik" und "Sound" ab und errechnen daraus einen Mittelwert, wir ziehen nicht von einer 100-Punkte-Gesamtwertung einzelne Zähler für jeden Negativpunkt ab. Wir bewerten den Spielspaß. Diesen errechnen wir anhand der Motivationskurve, die einen sehr bildlichen Einblick in die Gemütsverfassung der Tester zu einem jeden Zeitpunkt gibt. Und im Fall von Diablo 3 war die fast immer sehr, sehr gut. Wenn wir während unseres Tests kaum Probleme mit den Servern hatten, können wir die auch nicht negativ bewerten. Was wir aber sehr wohl machen könnten, ist nachträglich abwerten. Für die nächste Ausgabe des Heftes beschäftigen wir uns natürlich noch einmal intensiv mit Diablo 3 und liefern eine Nachbetrachtung. In deren Rahmen muss man dann überprüfen, ob die 91er-Wertung immer noch Gültigkeit besitzt.